Technik

Sichtfeldanalyse und Spiegelsichtfeldberechnung per Software

Spiegel positionieren leicht gemacht: mit EMM-Check, der Software zur Sichtfeldanalyse von Erdbewegungsmaschinen gemäß ISO 5006:2006(E). Die erst im Januar 2011 eingeführte Software überzeugt nun durch ein weiteres praxisrelevantes Feature, der Berechnung von Spiegelsichtfeldern gemäß ISO 14401 1-2:2009(E).

Über die Analyse der maschinenbezogenen Sichtfelder hinaus können nun mithilfe von EMM-Check verbindliche Aussagen über die Verbesserung der zukünftigen Sichtverhältnisse durch den Einsatz von Spiegeln gemacht werden, per Mausklick, zu jedem Zeitpunkt während der Produktentwicklung.

In einem ersten Schritt können zunächst die theoretischen Spiegelsichtfelder bestimmt werden, also die Felder, die sich ohne Berücksichtigung der Fahrzeuggeometrie ergeben. Liefert ein bestimmter Spiegel oder eine Spiegelkombination in diesen theoretischen Feldern die gewünschten Ergebnisse, kann der Konstrukteur mittels EMM-Check in einem zweiten Schritt die realen Spiegelsichtfelder berechnen lassen. In diesen realen Feldern werden zusätzlich Sichtbehinderungen durch die Baumaschine selbst, wie etwa das Maschinenhaus oder sonstige An- und Aufbauten, berücksichtigt.

Nach der gesamten Analyse aus Sichtfeldberechnung (direkte Sicht) und Berechnung der Spiegelsichtfelder (indirekte Sicht) erhält der Anwender verbindliche Aussagen über die tatsächlichen Sichtverhältnisse des Baumaschinenführers.

 Ohne EMM-Check konnten die Hersteller von Erdbewegungsmaschinen meist erst gegen Ende der Produktentwicklung, also nach dem Bau von Prototypen, die realen Sichtverhältnisse des Maschinenführers überprüfen. Neben dem späten Zeitpunkt dieser Analyse im Produktentstehungszyklus sind die gravierendsten Nachteile der bisher üblichen Kontrollverfahren, dass diese in der Regel manuell erstellt werden müssen und somit zeit- und kostenintensiv sind. Oft sind nach einer ersten Überprüfung der Sichtverhältnisse konstruktive Korrekturen an der Maschine und ggf. der Einsatz weiterer Spiegel erforderlich. Dies verursacht weitere Kosten sowie anschließend erneute teure und zeitaufwendige Überprüfungen der Sichtverhältnisse.

Mit EMM-Check hingegen können die zukünftigen Sichtverhältnisse zu jedem Zeitpunkt während der Entwicklung und Konstruktion überprüft werden. Korrekturen können so frühzeitig vorgenommen werden. Änderungen am Prototyp werden vermieden, was für die Hersteller oft einen früheren Produkteinführungszeitpunkt bedeutet.

Ein weiteres Plus von EMM-Check ist die schnelle Sichtfeldberechnung per Mausklick. Durch die neuen Funktionen zur Berechnung von Spiegelsichtfeldern können nach Angaben erster Testkunden die Entwicklungszeiten erneut gesenkt werden. So rechnen Hersteller von Baumaschinen bisher im Durchschnitt mit rund drei bis vier Personentagen zur Überprüfung eines einzelnen Spiegels in Bezug auf die zukünftigen Sichtverhältnisse sowie zur Rückführung von Position und Ausrichtung ins CAD-System. EMM-Check hingegen liefert bereits nach Minuten verbindliche Daten.

Passend zur Einführung der Spiegelsichtfeld-Berechnung präsentiert sich EMM-Check im neuen Look. Die Oberfläche sei nun noch übersichtlicher und benutzerfreundlicher als bisher, so Sebastian Schneider, Mitgründer und Geschäftsführer der ReKnow GbR, dem Hersteller von EMM-Check: „Wir haben uns bei der neuen Optik an der Benutzeroberfläche moderner CAD-Systeme orientiert, wodurch die schnelle Einarbeitung und intuitive Nutzung von EMM-Check unterstützt wird.“

Ein Screenshot aus dem Programm zeigt die Spiegelfelder.
Ein Screenshot aus dem Programm zeigt die Spiegelfelder.
 
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ReKnow

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T +49 40 98 76 00 02

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