Arbeitssicherheit

Im Notfall zählt jede Sekunde: Optimierung betrieblicher Notfalleinrichtungen

Die Gewährleistung wirksamer Erster Hilfe und der Schutz gegen Brände im Betrieb zählt zu den grundlegenden Aufgaben eines jeden Unternehmens. Dazu ist die Ausstattung mit geeigneten Einrichtungen wie Meldeeinrichtungen, Erste-Hilfe-Material, Rettungsgeräten und Feuerlöscheinrichtungen nötig.

Ein präsentes und transparentes Sicherheitskonzept sichert nicht nur betriebliche Abläufe, sondern signalisiert Mitarbeitern und Kunden auch die ihnen entgegengebrachte Wertschätzung.

Notfalleinrichtungen gibt es in unterschiedlicher Qualität. Von der Umsetzung ausgefeilter Notfallkonzepte bis zu mangelhaften Einrichtungen ist alles vertreten. Vorbildliche Unternehmen halten Verbandskoffer oder Augenspülstationen, Trage oder Defibrillator und ausreichend Löscheinrichtungen bereit. Jedoch findet man das Zubehör meist nicht konzentriert an einem Ort. Noch seltener steht ein separates Notruftelefon direkt bei den Hilfseinrichtungen oder Handscheinwerfer mit Notlichtfunktion zur Verfügung.

Oft stehen keine zentral gelegenen freien Wandflächen in ausreichender Größe für die Hilfsmittel zur Verfügung. Hier hängt ein Feuerlöscher, dort ein Verbandkasten und wieder ein Stück weiter ist eine Trage montiert. Nach Umbauten werden einzelne Rettungseinrichtungen de- und an der nächsten freien Wandfläche wieder montiert. Zeitnahe Unterweisungen über die Plätze unterbleiben meist.

Die Notfallsäule hält viele Rettungshilfen gut sichtbar parat.
Die Notfallsäule hält viele Rettungshilfen gut sichtbar parat.

Notruf und Umgebungsalarm

In der Regel sind schon vorhandene, produktionsnotwendige  Telefone für den Notruf vorgesehen. Entweder sind sie schnurgebunden oder ein schnurloses wird von der zu erreichenden Person in der Arbeitsstätte mitführt. Seltener ist ein separates Notruftelefon vorgesehen. Brandmeldeeinrichtungen sind meist mit einer Zentrale verbunden und weniger geeignet, Mitarbeiter in der näheren Umgebung zu warnen oder deren Unterstützung anzufordern.

Nachfolgend leicht vorstellbare Szenarien zeigen Schwachstellen in Rettungsketten durch die beschriebenen Gegebenheiten, durch die wertvolle Zeit zur Rettung verloren geht und die Sicherheit des Unternehmens gefährdet wird.

Person wird nach Unfall gefunden

Bei entsprechender Schwere sind hier als erstes lebensrettende Sofortmaßnahmen in folgender Reihenfolge einzuleiten:

Entdecken eines Brandes

Plötzlicher Notfall mit Ausfall technischer Infrastruktur wie der Beleuchtungseinrichtung

Hier sind jetzt alle vorhergehenden Kombinationen denkbar und so auch in der Praxis Realität. Erschwerend zu den vorher beschriebenen Bedingungen kommt nun hinzu, dass zwar Flucht- und Rettungswege erkennbar und ausreichend sind, aber alle beschriebenen Rettungs- und  Hilfsmaßnahmen für Mensch und Unternehmen durch ungenügende Beleuchtung erheblich erschwert werden. In allen Fällen geht lebenswichtige Zeit verloren.

Wenn wir Schwachstellen hinsichtlich möglicher Zeitverluste analysieren, so können diese wie folgt beschrieben werden:

Zwischen dem Beginn, der Suche nach einem geeigneten Telefon und Absetzen eines Notrufes  liegen verschiedentlich vergebliche und auch unnötige Wegstrecken. Während des Notrufes geht am schnurgebundenen Telefon unnötige Zeit verloren, die mit einem schnurlosen gleichzeitig zum Holen von Rettungsmitteln genutzt werden könnte. Auch steht ein solches Telefon am Einsatzort weiter zur Verfügung.

Das Organisieren unterschiedlichster Rettungsmittel an den Ereignisort bedarf erstens der Erinnerung unter Stress, wo einzelne Einrichtungen bereitgehalten werden und beinhaltet zweitens unnötige Laufwege bei dezentraler Aufbewahrung.

Werden zusätzliche Personen zur Rettung benötigt, und sind diese nicht in der näheren Umgebung tätig, so bedeutet deren Alarmierung ebenfalls Verzögerung. Sollen Personen in der näheren Umgebung gewarnt werden, so ist auch hier Zeit einzuplanen.

Zur Hilfeleistung und Rettung ist die vorhandene Notbeleuchtung, je nach Einsatzort, oft weniger geeignet. Eine Rettungskette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Optimierte Rettungskette

Soll die Rettungskette in einem vorhandenen Notfallkonzept zeitlich optimiert werden, geben folgende Fragen eine Hilfestellung.

  1. Wo befinden sich derzeit die Erste-Hilfe und Brandschutz-Einrichtungen?
  2. Können diese an einem gemeinsamen Ort zusammengeführt werden?
  3. Ist ein der Wertigkeit entsprechender Ort vorhanden? (Oft gewinnen betriebliche Informationstafeln den Konkurrenzkampf)
  4. Können durch eine Zusammenführung Einheiten eingespart und möglicherweise durch nicht vorhandene wie einen Defibrillator ergänzt werden?
  5. Können alle Einrichtungen an einem zentralen Ort einschließlich Notrufeinrichtung entnommen und im vorgesehenen dezentralen Bereich eingesetzt werden?
  6. Ist eine optische oder akustische Warnung der Umgebung gleichzeitig möglich?
  7. Ist die Funktionstüchtigkeit aller Melde-, Alarm- und Notrufeinrichtungen bei Stromausfall sichergestellt?
  8. Ist der Aufbewahrungsort der Notfallsysteme ausreichend beleuchtet?
  9. Ist eine Alarmweitermeldung in Nachbarbereiche sichergestellt?
  10. Sind Übungen zu den Abläufen geplant?

Die konstruktive Auseinandersetzung mit diesen Fragen hilft Rettungsketten positiv zu beeinflussen und wird an vielen Orten, ob Arbeitsstätten oder bei großen Veranstaltungen, erheblich Zeit sparen, Menschen vor Leid und Unternehmen vor erheblichem Schaden zu bewahren.

Alle Fragen wurden durch den Hersteller in der täglichen Praxis erkannt und bei der Entwicklung der Notfallsäule Nicolay zugrunde gelegt. Das System wurde in den Ausmaßen praxisgerecht und nach der Arbeitsstättenverordnung  dimensioniert, kann aber hohen Hallen, einschließlich Standsicherheit, in Sandwichtechnik angepasst werden. Die Notfallsäule Nicolay ist einfach aufzustellen und zu aktivieren. Nach einer Umgestaltung der Räume muss sie nur neu positioniert werden. Durch diese Flexibilität werden bei sich ändernden Prozessen erhebliche Kosten gespart.

Die 24-Volt-Gleichspannung an der Säule kann für vieles mitbenutzt werden. Kamera, Bewegungs- Gas- und Rauchmelder von Alarm- und Überwachungsanlagen können so an jeder beliebigen Stelle zum Einsatz kommen. Die Notfallsäule Nicolay kann mit einem 42-Zoll-Monitor inklusive PC mit Fernwartung ausgestattet werden. Dies eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten beispielsweise als flexibel und kurzfristig einsetzbare Informationsplattform, auch für Werbung.

Schon vorhandene Einrichtungen des Kunden können integriert werden. Beratung in Art und Menge der Ausstattung zur Einhaltung aktuell geltender Vorschriften ist für die Arbeitsschützer der Nicolay GmbH selbstverständlich. Die Notfallsäule ist standsicher, genügt industriellem Standard und ist optisch ansprechend, so dass sie für den rauen Betrieb in Werkhallen ebenso geeignet ist, wie für Einkaufsgalerien oder U-Bahn-Stationen. Der Diebstahlschutz wurde bei den abnehmbaren Komponenten und der Säule selbst berücksichtigt. Der Gebrauchsmusterschutz ist erteilt und ein Patent beantragt.

Winfried Nicolay, Sicherheitsfachkraft

Prof. Mathias Bauer (rechts) CBM Gesellschaft für Consulting, Business und Management mbH in Bexbach, und Fachmann auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit, hat eine Säule im Bürobereich stehen. Sie wird auch für die Ausbildung von Sicherheitsfachkräften mit genutzt.
Prof. Mathias Bauer (rechts) CBM Gesellschaft für Consulting, Business und Management mbH in Bexbach, und Fachmann auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit, hat eine Säule im Bürobereich stehen. Sie wird auch für die Ausbildung von Sicherheitsfachkräften mit genutzt.
 
Weitere Informationen

Nicolay GmbH

Arbeitsschutz – und Sicherheitsprodukte

Winfried Nicolay

T +49 6851 899-2330   

Winfried.Nicolay@t-online.de

www.notfallsaeule-nicolay.com