Industrienachrichten

Allianz von Mörtelindustrie und Berufsgenossenschaft für staubarmes Bauen

Brauchen wir staubarme Mörtel? - Mit dieser aktuellen Fragestellung hatte der Industrieverband WerkMörtel (IWM) zu einem Workshop nach Mainz eingeladen. Vorgestellt wurden die Ergebnisse eines umfangreichen Untersuchungsprogramms. Der IWM hatte es in Auftrag gegeben. „Unsere Mitgliedsunternehmen – die führenden deutschen Trockenmörtel-Hersteller – sind bereit, ihren Beitrag zu noch weniger Staub auf den Baustellen zu leisten“, stellte Dr. Hans-Joachim Riechers, Geschäftsführer des IWM, eingangs klar.

Dr. Dirk Dahmann, Direktor des Instituts für Gefahrstoff-Forschung, Bochum, führte die Untersuchungen durch und begleitete sie wissenschaftlich. „Eine so breite Datenbasis hat es vorher weltweit noch nicht gegeben“, lobte er das Engagement des IWM.

Auch Norbert Kluger, BG Bau, zeigte sich beeindruckt. „Die vorgelegten Daten zeigen, dass eine staubarme Verarbeitung von Trockenmörtel auch heute schon möglich ist.“ Ein wichtiger Schritt dazu sei die vorgestellte Maschinentechnik. Stefan Beck, Knauf PFT, erläuterte, wie Putzmaschinen - auch nachträglich - ausgerüstet werden können, um eine optimale Staubreduzierung zu erreichen. Mit überschaubarem Aufwand lasse sich jede Putzmaschine so ausstatten, dass bei der Sackaufgabe fast kein Staub mehr entsteht. Norbert Kluger: „Das deutsche Gefahrstoffrecht verlangt bereits heute, dass diese Technik eingesetzt wird.“

Ebenfalls diskutiert wurde die Möglichkeit, Mörtel gezielt so einzustellen, dass sie weniger stauben. „Natürlich werden die deutschen Trockenmörtel-Hersteller auch staubarme Mörtel weiterentwi-ckeln“, betonte Dr. Riechers. Der derzeitige Erkenntnisstand sei allerdings noch weit davon entfernt, um konkrete Anforderungen stellen zu können. Dem mussten letztlich auch die Vertreter der Berufsgenossenschaften zustimmen. „Die Hersteller sind aufgefordert, weiter an einem sinnvollen Vorschlag zur Klassifizierung staubarmer Mörtel zu arbeiten“, appellierte Norbert Kluger an die Beteiligten.

Erneut hat der IWM gezeigt, wie moderne Verbandsarbeit den Unternehmen nutzt: Der rechtzeitige, offene Dialog mit allen beteiligten Stellen, die Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Forschungsinstitutionen und ein breites Netzwerk sind die Schlüssel. Augenzwinkernd überreichte Dr. Riechers den Referenten der Veranstaltung einige Flaschen trockenen Weißwein und - passend zum Thema - ein Staubtuch in den Farben des IWM.

Mitglieder des IWM und der Deutschen Bauchemie diskutierten mit Vertretern der Berufsgenossenschaften über staubarme Mörtel und andere Arbeitsschutz-Maßnahmen zur Vermeidung von Staub.
Mitglieder des IWM und der Deutschen Bauchemie diskutierten mit Vertretern der Berufsgenossenschaften über staubarme Mörtel und andere Arbeitsschutz-Maßnahmen zur Vermeidung von Staub.
 
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