Technik

Mercedes-Benz-Flagschiff

So fährt sich der neue Actros

Er steckt voller Innovationen und Emotionen, der neue Schwerlast-Lkw von Mercedes. Im Juni wurde er in Brüssel vorgestellt. Die neue, Euro-6-taugliche Motorengeneration, die innen und außen neu gestaltete Kabine sowie die Maßnahmen zur Gewichtsreduktion, die zu einer spürbaren Kraftstoffersparnis beitragen sollen, standen beim Premierenpublikum im Zentrum des Interesses.

Der Actros ist erprobt wie nie eine Lkw-Generation zuvor. Er ist die erste Lkw-Neuentwicklung, die kompromisslos unter der Prämisse „Trucks you can trust“ erarbeitet worden ist. Das bedeutet unter anderem 2 600 Stunden Feinarbeit im Windkanal, 50 Millionen Kilometer Erprobung der Motoren auf Prüfständen und im Fahrbetrieb sowie 20 Millionen Kilometer des neuen Actros auf der Straße.

Actros

Konzentration auf den Fernverkehr

Größter Wettbewerber des neuen Actros ist sein Vorgänger: In 15 Jahren, mehreren Entwicklungsstufen und mehr als 700 000 Einheiten hat er die Messlatte für seinen Nachfolger hoch gelegt. Der neue Actros tritt in große Fußstapfen, aber er beschreitet mit seinem neuen Konzept einen anderen Weg: Der neue Premium-Lkw ist in allen Ausführungen kompromisslos auf den Fernverkehr ausgelegt. Er deckt dort alle Einsätze ab, die bisher von Actros und Axor mit zwei Baureihen bedient werden.

Basis des neuen Actros ist ein Baukastensystem speziell für den Fernverkehrseinsatz. Sieben geräumige Fahrerhäuser, davon fünf mit einem ebenen Boden. Innovative Einrichtungsideen wie die Trennung zwischen Arbeits- und Wohnbereich. Ein neues, gleichermaßen funktionelles wie attraktives Cockpit, ein neuer durchzugsstarker, sauberer und wirtschaftlicher Reihensechszylindermotor mit zusätzlichen Drehmomentreserven, ein neuer Rahmen und ein dynamisches Fahrwerk, ein nochmals gesteigertes Sicherheitsniveau – der neue Actros ist ein Innovationsträger im besten Sinne.

Er ist der erste und bisher einzige Lkw, der konsequent auf die Abgasstufe Euro VI hin entwickelt wurde. Er rechnet sich: Sein Kraftstoffverbrauch liegt in der optionalen Variante nach Euro V rund sechs Prozent unter dem Vorgängermodell. Bei Euro VI sind es zirka drei Prozent, ergänzt von einem Rückgang des AdBlue-Verbrauchs um rund 40 Prozent.

Aerodynamisch optimiert

Das Gesicht des neuen Actros verzichtet fast durchweg auf gerade Linien und ebene Flächen. Wölbungen und kontrastierende Linien mit konkavem und konvexem Verlauf verleihen dem neuen Actros viel Spannung und einen eigenständigen Charakter. Eine herausragende Bedeutung während der Entwicklung hat die Aerodynamik gespielt. Der neue Actros hat 2 600 Stunden im Windkanal verbracht. Seine Aerodynamik trägt wesentlich zur Verbrauchsreduzierung bei.

2,3 und 2,5 Meter Breite, vier Dachvarianten und durchweg die maximale Länge von 2,3 m: Hinter diesen Zahlen steckt ein Baukastensystem mit sieben unterschiedlichen Fahrerhäusern für den Fernverkehr. Das bedienungsfreundliche Cockpit und der behagliche Wohnbereich sind farblich und geometrisch getrennt. Der Funktionsbereich des Cockpits ist in sachlichem Anthrazit gehalten. Fond, Decke sowie der Bereich um den Beifahrersitz tragen den hellen Farbton Mandelbeige. Eigens entwickelt wurden hochwertige Oberflächen, der üppige Fahrersitz mit optionaler Massagefunktion (ab 2012), Betten mit Komfort wie zuhause, Multifunktionslenkrad, informative und attraktive Instrumente, asymmetrische Dachstaukästen – nur einige von vielen Komponenten.

Das windschnittige Gesicht des neuen Actros.
Das windschnittige Gesicht des neuen Actros.

Euro VI-Motoren

Die neue BlueEfficiency Power Motorengeneration von Mercedes-Benz wird von Beginn an nach der Abgasstufe Euro VI angeboten. Erstes Mitglied der neuen Motorenfamilie ist der Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 471 mit 310 kW (421 PS) bis 375 kW (510 PS) und 2100 bis 2500 Nm Drehmoment. Ein hohes Drehmoment selbst unter 1000 U/min und nahezu volle Leistung bei 1400 Umdrehungen sind ein Wort. Höchste Effizienz gilt auch für die Motorbrem­se, eine aufgeladene Dekompres­­sionsbremse. Die dreistufige Bremse erreicht eine Leistung von maximal 400 kW.

Wegen der hohen Anforderungen der Abgasstufe Euro VI setzt Mercedes-Benz auf aufwendige Abgasreinigung. Sie besteht aus SCR-Technik mit AdBlue-Eindüsung ohne Druckluft, gekühlter Abgasrückführung (AGR) und Partikelfilter. Teil der Wirtschaftlichkeit des Motors sind Wartungsintervalle bis zu 150 000 Kilometer. Die Kraftübertragung übernimmt ausschließlich die dritte Generation vollautomatisierter Mercedes PowerShift-Getriebe.

Fahrwerk

Kein Lkw der Premiumklasse fährt sich souveräner, liegt sicherer auf der Straße. Basis ist ein neuer breiter und verwindungssteifer Rahmen speziell für Straßenfahrzeuge. Die Grundkonstruktion der bewährten Achsen wurde vom Vorgänger übernommen. Jedoch haben die Entwickler sowohl ihre Anlenkung als auch die Federung zugunsten von Fahrsicherheit und -komfort überarbeitet.

Bei den Assistenzsystemen schlägt Mercedes-Benz wieder ein neues Kapitel auf: Der einzigartige Abstandshalte-Assistent mit Stop-and-Go-Funktion regelt jetzt automatisch sogar das Anfahren und Anhalten im Stau – eine Erleichterung bei Stadtdurchfahrten oder Stop-and-Go.

Abstandshalte-Assistent mit Stop-and-Go-Funktion.
Abstandshalte-Assistent mit Stop-and-Go-Funktion.
 
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