Technik

Liebherr kommt mit drei Giganten

Mit dem TA 230 stellt Liebherr während der steinexpo einen Vertreter der neuen Baureihe knickgelenkter Liebherr-Muldenkipper vor, die die breite Produktpalette der Liebherr- Erdbewegungsmaschinen abrundet. Liebherr erfüllt damit die Marktanforderungen nach Komplettangboten für den harten Gewinnungseinsatz.

Ein weiterer Beweggrund für die Einführung dieser zusätzlichen Produktgattung ist der stetig zunehmende Mietmarkt, wo Flottenangebote eine besondere Bedeutung haben. Die neue Baureihe wird zunächst das Mietflotten-Angebot der europaweit agierenden Organisation der Liebherr-Mietpartner erweitern.

Der TA 230 verbindet die kompakten Transportmaße einer 25-Tonnen Maschine mit der Zuladekapazität der nächst größeren Gerätekategorie. Seine Transportbreite überschreitet drei Meter nicht. Gleichzeitig bietet er mit einer Ladekapazität von 19 Kubikmetern nach Angaben von Liebherr die größte Mulde seiner Klasse.

Angetrieben wird der neue Knicklenker vom leistungsstarken Sechszylinder-Dieselmotor D936LA6 aus der aktuellen Liebherr-Baureihe. Mit 10,5 Litern Hubraum erzeugt dieses nach Stufe IIIA / Tier 3 emissionsoptimierte Aggregat eine Leistung von 270 kW oder 367 PS. Damit erreicht der Muldenkipper auf der Ebene eine Geschwindigkeit von maximal 57 Stundenkilometern. Die Rückwärtsfahrt wird auf vier Gänge beschränkt, wodurch das Tempo elektronisch auf maximal 16 km/h begrenzt bleibt. Ölgekühlte Lammellenbremsen wirken auf Vorder- und Mittelachse und sichern das Gerät optimal.

Auf den ersten Blick fällt der neue Liebherr-Muldenkipper TA 230 durch die mit großen Glasflächen versehene Kabine auf. Mit dem übersichtlich angeordneten und gut ablesbaren Touchscreen-Display – eine Komponente der von Liebherr selbst entwickelten innovativen PME-Elektronik – erfasst der Fahrer mit einem Blick jederzeit den Zustand seines Gerätes ohne abgelenkt zu werden. Auf dem Display werden wahlweise das Bild der serienmäßigen Rückfahrkamera oder die aktuellen Werte von Temperatur, Drehzahl, Klimatisierung, Tagesstunden, Kippzähler und Betriebsstunden angezeigt.

Ein weiteres Komfortmerkmal sind die hochwertigen Federungs- und Dämpfungseinheiten der Vorderachse, die für härteste Einsätze konzipiert sind.

Liebherr verfolgt auch beim TA 230 den bewährten Weg, für viele Schlüsseltechnologien eigengefertigte Komponenten einzusetzen. Die bewährten Liebherr-Hydraulikzylinder kommen beim neuen Knicklenker für Kipp- und Lenkbewegungen zum Einsatz. Der TA 230 kann die gefüllte Mulde innerhalb von 12 Sekunden entleeren und in acht Sekunden wieder in ihre Ausgangsposition bringen. Für Spurtreue sorgen die bewährten Lenk-Hydraulikzylinder, die Liebherr ebenfalls selbst produziert. Auch die Maschinenelektronik ist geprägt von eigengefertigten Modulen. Dies betrifft den Geräte- Zentralrechner ebenso wie die I/O- Einheiten oder die installierten Service- und Diag­nosesysteme.

Ein Vorteil liegt in der geringen Transportbreite des Muldenkippers, die inklusive der Muldenklappe weniger als drei Meter beträgt. Damit kann der TA 230 ohne aufwendige Genehmigungsverfahren für Sondertransporte transportiert werden.

Der TA 230
Der TA 230

Radlader L 580 und L 586

 Der L 580 verfügt bei einem Einsatzgewicht von 24,6 Tonnen über eine Kipplast von 18 Tonnen und eine Motorleistung von 200 kW/272 PS. Seine Standardschaufel fasst fünf Kubikmeter.  Während der Messe wird der L 580 mit einer Schaufel mit Bofors-Bezahnung in HD-Ausführung zu sehen sein. Außerdem verfügt der Radlader über ein LED-Lichtpaket. Er wurde mit Reifenschutzketten von Pewag ausgestattet.

Zur Sonderausrüstung gehört eine Zentralschmieranlage, die das Eindringen von Feinstaub und Sand in die Lagerstellen verhindert.

Das zweite Exponat, der L 586, ist das Flaggschiff der Radladerpalette und nach Angaben von Liebherr der größte hydros­tatisch angetriebene Radlader weltweit. Mit 20.430 Kilo Kipplast, einer Motorleis­tung von 250 kW/340 PS, mit über 31 Tonnen Einsatzgewicht und einer 5,5 Kubikmeter-Standardschaufel verfügt der L 586 über eine hohe Leistungsfähigkeit.

Für die steinexpo wird der L 586 in einer Felsausführung mit einer Felsschaufel mit Deltaschneide, Zähnen und Zwischensegmenten ausgerüstet. Zum Frontscheibenschutz wurde die Maschine mit dem Vorabscheider Top Air ausgestattet, der eine Verschmutzung durch Grobstaub verhindert. Reifenschutzketten von Pewag hat das Exponat ebenfalls.

Klappschaufel-Raupenbagger R 954 C

Das Einsatzgewicht des für den Gewinnungseinsatz konzipierten Klappschaufel-Raupenbaggers R 954 C SHD liegt bei rund 62 Tonnen.  Zur Spezialkonfiguration dieser Liebherr-Maschine gehören das Grundgerät mit elf Tonnen Ballastgewicht, eine um 800 Millimeter erhöhte Fahrerkabine sowie 600 Millimeter breite Zwei-Steg-Bodenplatten.

Der R 954 C SHD erreicht Vorschubkräfte von bis zu 435 kN / 44,3 t und Losbrechkräfte von bis zu 355 kN / 36,2 t. Der Bagger verfügt über einen maximalen Vorschubweg von 3,38 Meter und kann mit einer maximalen Ausschütthöhe von 6,30 Meter alle gängigen Muldenkipper der entsprechenden Größenklassen beladen. Der R 954 C SHD ist mit einer 3,5 Kubikmeter fassenden Klappschaufel und dem neuen Liebherr- Zahnsystem Z ausgestattet. Die selbstschärfenden Zähne gewährleisten über einen langen Zeitraum bestes Eindringverhalten. Der Wechsel von Zähnen und Shrouds erfolgt sicher und einfach mit nur einem Werkzeug.

Die bewährte von Liebherr entwickelte Parallel-Kinematik sorgt für kraftvolles und effizientes Arbeiten. Bei kontinuierlicher Steigerung der Vorschubkräfte, die ihr Maximum im letzten Drittel des Vorschubweges erreichen, wird die Klappschaufel ohne Nachsteuern parallel geführt. Dieses optimale Ausrüstungskonzept funktioniert ohne zusätzliche Komponenten und somit ohne zusätzliches Gewicht auf der Ausrüstung.

Angetrieben wird der R 954 C SHD von einem Liebherr-Sechszylinder-Reihen-motor mit Pumpe-Leitung-Düse Einspritzsystem. Dieses mit Turbolader und Ladeluftkühlung ausgestattete Aggregat leistet 240 kW / 326 PS bei 1.800 U/min und gehört zur neuesten Generation emissionsoptimierter Liebherr-Dieselmotoren.

 
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