Technik

Sedimentation mit Schrägklärer von Leiblein

Die Firma Zöls GmbH in Fürstenzell ist ein moderner Betrieb der Aufbereitungstechnik. Schwerpunkte sind Kies und Sand. In den Anlagen werden bis zu 400 Tonnen pro Stunde hochwertiges Material verarbeitet. Das bei der Produktion anfallende

Abwasser ist mit feinen Lehm- und Schluffpartikeln belastet.

Aufgabenstellung an die Firma Leiblein war es, das Wasser so weit von Partikeln zu befreien, dass es im Kreislauf genutzt werden kann. Die bereits vorhandene Wasseraufbereitungsanlage bestand hauptsächlich aus Absetzteichen und einer modernen Bandfilterpresse. Diese Kombination war durch den steigenden Bedarf an Prozesswasser nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar. Es galt nun diese Einrichtung so zu integrieren, dass mit wenig Aufwand eine weitgehend automatisch arbeitende Wasseraufbereitung realisiert werden konnte.

Verfahrensablauf

Das Abwasser aus den verschiedenen Reinigungsschritten wird zentral gesammelt und über eine Kreiselpumpe dem Leiblein-Schrägklärer zugeführt. Zur Verbesserung des Absetzverhaltens wird vor dem Lamellenklärer ein Flockungshilfsmittel zudosiert, das mit einem statischen Mischer optimal in den Wasserstrom eingemischt wird. Das Sediment wird mit einer Schlammpumpe abgezogen und zur weiteren Entwässerung der Bandfilterpresse zugeführt. Zur Homogenisierung des Sedimentes ist ein Krählwerk im Einsatz.

Außerdem wird der Schlammabzug mit einer Schlammpegelmessung nach dem Schwinggabelprinzip überwacht. Das gereinigte Wasser fließt im freien Gefälle in einen Klarwasserbehälter und wird von hier aus wieder der Aufbereitungsanlage zugeführt. Hier werden die Wasserverluste durch die Zugabe von Frischwasser ergänzt.

Auf engstem Raum: Die Anlage mit dem Leiblein-Schrägklärer.
Auf engstem Raum: Die Anlage mit dem Leiblein-Schrägklärer.

Lamellenklärer zur Sedimentation

Das Schmutzwasser fließt im Einlaufkanal nach unten. Hier wird es umgelenkt und strömt nun durch das Lamellenpaket nach oben. Auf diesem Weg sinken die Schwebstoffe auf die schräggestellten Lamellen (Sedimentation) und rutschen in den Schlammtrichter. Nach dem Durchströmen der Lamellen ist das Medium soweit von Feststoffen gereinigt, dass das

Wasser im Prozess wieder eingesetzt werden kann. Mit Hilfe von geringen Mengen an Flockungsmitteln ist es möglich, sehr kleine Teilchen (Trübstoffe) aus dem Wasser zu entfernen.

Darüber hinaus kann durch die schnellere Sedimentation der Flocken ein kleinerer Typ gewählt werden.

Für den Schrägklärer wurde eine Aufstellfläche von 4 x 6 Meter benötigt. Um die gleiche Aufgabenstellung mit einem konventionellen Rundeindicker zu lösen, wäre ein Becken mit 24 Meter Durchmesser nötig gewesen.

Die Anlage ist für einen Durchsatz von 400 Kubikmeter Wasser in der Stunde ausgelegt. Vor allem der minimierte Einsatz von Flockungsmittel ist von Vorteil: Gegenüber einem Rundeindicker ist mit einem um 30 Prozent reduzierten Verbrauch zu rechnen.

Das Sediment sollte im Lamellenklärer so weit wie möglich eingedickt werden. Idealerweise sollte der Schlamm nahezu pastös sein. Dabei muss jedoch ein Kompromiss gefunden werden – zwischen der höchstmöglichen Schlammdichte und einem noch pumpfähigen Material. Bei der hier beschriebenen Anwendung wird die Konsistenz des Sediments auf die Erfordernisse der nachgeschalteten Bandfilterpresse angepasst. Durch den Einsatz einer geeigneten Schlammpegelmessung kann dieses Ziel sicher erreicht werden.

 
Weitere Informationen

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Leiblein@Leiblein.de

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