Arbeitssicherheit

Das IIF Training

Arbeitsschutz „Made in Britain“ für bayerischen Naturstein

Laing O’Rourke ist ein 2001 gegründeter, weltweit tätiger englischer Baukonzern. Das größte privat geführte englische Bauunternehmen generierte in 2010 einen Umsatz von 4,3 Mrd. englischer Pfund. Ehrgeizige Ziele sind selbstverständlich. Das erste der grundlegenden Prinzipien ist sicheres Arbeiten. Diesem Prinzip fühlt sich die deutsche Niederlassung Naturstein Vetter GmbH in Eltmann/Bayern ebenso verpflichtet. Dort gewinnen und veredeln rund 60 Mitarbeiter heimischen und internationalen Naturstein. Sandstein, Granit, Kalkstein und andere Steine sind an und in Gebäuden weltweit zu finden.

Arbeitsschutz heißt nicht nur darüber reden, sondern auch etwas tun. Dass dies in dieser Firma nicht nur leere Worte sind, zeigt die Unfallquote, die drastisch gesenkt wurde.

Wie haben Sie das erreicht?

Chris Bailey (General Manager): „Wir bemühen uns ständig um Verbesserungen. Der technische Arbeitsschutz erstreckt sich nicht nur auf neue Maschinen, auch der Altbestand wird kritisch untersucht und überarbeitet. Wichtiger ist aber, dass für uns die Beschäftigten im Fokus stehen.

Was nützt die beste Schutzeinrichtung, wenn sie umgangen wird? Was nützt es, wenn Kollegen nicht konstruktiv auf Fehler angesprochen werden? Da müssen wir ansetzen! Zur Motivation für nachhaltige Erfolge nutzen wir das IIF Training.“

Was ist das IIF-Training?

Michael Stahl-Schlereth (Produktionsleiter): „Incident and Injury Free – auf deutsch: unfall- und verletzungsfrei. Eine Auswahl von Mitarbeitern wird mit diesem Programm geschult, um wiederum alle anderen Kollegen zu trainieren. Diese Trainer werden zu Inhalt und Methoden des Programms in Seminaren fachlich fit gemacht. Jeder Mitarbeiter muss ein Stufenprogramm absolvieren.“

Wie geht es dann weiter?

Alexander Reinhardt (Co-Trainer, Steinmetzmeister): „Wir unterrichten zusammen das Training und vereinbaren mit jeweils sechs bis acht Beschäftigten einen Workshoptermin.”

Was machen Sie konkret?

Dr. Rüdiger Lüpke (Co-Trainer, Baustellenverantwortlicher): „In einer offenen und kollegialen Atmosphäre wird sensibilisiert und unter anderem diese wichtigen Themen angesprochen.”

Umwelt, Kosten, Sicherheit und Qualität und die  Überzeugung, dass jeder Verantwortung trägt, jeder aktiv und aufmerksam bleibt. Wir vermitteln im Gespräch, in Kleingruppen und in der großen Runde neues Wissen und frischen altes auf. Weitere wichtige Aspekte für die Teilnehmer sind:

Wie schließt das Training ab?

Alexander  Reinhardt (Co-Trainer,  Steinmetzmeister): “Anhand eines Abschlusstests der besprochenen Themen wird nochmals das Bewusstsein für alle Mitarbeiter/innen in Sachen `Sicherheit am Arbeitsplatz´ gestärkt.”

Wie hat sich das Programm bisher ausgewirkt?

Chris Bailey (General Manager):  „Seit der Einführung konnte die Unfallrate drastisch gesenkt werden. Die konzernweite AFR-Quote von anfangs 0,4 ging bis zum heutigen Zeitpunkt auf 0,1 zurück.”

(AFR Accident Frequency Rate. Die Unfallhäufigkeitsrate beschreibt die Zahl der Unfälle eines Betriebes zu den geleisteten Arbeitsstunden beispielsweise im einem Zeitraum eines Monats in Bezug auf die Lebensarbeitsstunden.)

Horst König, BG RCI

Motivationsplakat aus dem IIF-Training
Motivationsplakat aus dem IIF-Training