Technik

Das 6x6 der Wirtschaftlichkeit

Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Sicherheit im innerbetrieblichen Transport in Gewinnungsbetrieben bestimmen die steinexpo-Präsentation von Bell Equipment. Aus dem weltweit größten Programm an 6x6-Muldenkippern zeigt der interna-

tionale Hersteller mit Produktionsstätte in Eisenach den für schmale Durchfahrtsbreiten konzipierten Bell B25DN und den B45D. Im Demo-Einsatz fährt der Großdumper mit der EU-IIIB/Tier4i-konformen „Blu@dvantage“-Technologie der chemischreaktiven Abgasnachbehandlung.

41-Tonner B45D
Vor knapp zwei Jahren präsentierte Bell Equipment den 41-Tonner B45D. Auch in abgasgereinigter Bluadvantage-Version bleibt der breitspurige Dumper mit 25,5-m³-Standardmulde am Markt.

Motorenpartner Mercedes

Die SCR-Abgasreinigung (Selektive Katalytische Reaktion) ist inzwischen für alle sechs Bell-Leistungsklassen von 23,2 bis 45,4 Tonnen Nutzlast verfügbar. Bluadvantage von Bell Equipment basiert auf der bekannten Adblue-Technologie des exklusiven Motorenpartners Mercedes-Benz, die sich in Kombination mit den Bluetec-Motorenbaureihen bereits seit Jahren im Straßen-Schwerverkehr bewährt. Neben der Reduzierung von klimagiftigen Stickoxiden (NOx) durch Zugabe des Harnstoff-/Wasser-Reagens in den Abgasstrom begrenzt das System den Feinstaub-Anteil normgerecht durch einen besseren Wirkungsgrad der modifizierten Motoren (höherer Einspritzdruck und Verdichtung).

Das steigert laut Bell zusätzlich Maximalleistung und Drehmoment quer durch alle Leistungsklassen und senkt den Treibstoffverbrauch. Im direkten Vergleich gegenüber ihren Vorgängern verbrauchten die erstarkten Modelle der aktuellen Bell-D-Seriengeneration 6.3 bis zu 10 Prozent weniger Diesel. Damit werden nicht nur die Mehrkosten für das mittlerweile flächendeckend verfügbare Adblue-Reagens oder vergleichbarer Produkte aufgefangen, auch die direkt verbrauchsabhängigen CO2-Emissionen reduzieren sich spürbar. Als nachgeschaltetes, von den übrigen Betriebsmitteln unabhängiges System funktioniert Bluadvantage autark, also bleibt bei einem Ausfall (Funktionsstörung, leerer Tank) die Leis-tungsfähigkeit der Maschine voll erhalten. Das filterlose Adblue-System ist bei korrekter Handhabung weitgehend wartungsfrei und umfassend in die zentrale Bell-Fahrzeugüberwachung eingebunden. Füllstände und Fehlfunktionen lassen sich über das Cockpit-Display ablesen und werden zudem in den Fahrzeug-Protokollen des satellitengestützten Fleetmatic-Fuhrparkmanagements abgelegt.

Blu@dvantage-Abgasnachbehandlung
Die Blu@dvantage-Abgasnachbehandlung von Bell Equipment basiert auf bewährten Komponenten und verspricht  Vorteile in Leistung und Verbrauch. Dabei benötigt die neue Motorengeneration im Gegensatz zu EGR-Abgaslösungen mit Dieselpartikelfilter keine schwefelarmen Treibstoffe und Motoröle.

Lademeister mit Reserven

Der in Nieder-Ofleiden live gezeigte Bell B45D Bluadvantage leistet maximal 375 kW und bietet ein Spitzen-Drehmoment von 2400 Nm bei 1800 U/min. Damit setzt der 41-Tonner (Leergewicht: 33 Tonnen) nicht nur neue Maßstäbe im Leistungsgewicht unter allen Ladezuständen, dank seiner Abstammung vom Bell-Flaggschiff B50D lassen sich die Kraftreserven direkt im Fahrbetrieb umsetzen. Das breitspurige Fahrwerk (Standardbereifung: 29,5 R25) mit aktiver Frontaufhängung und optionalem Comfort-Ride- Lastausgleich hinten sowie die hocheffiziente Bremsanlage mit mehrstufigem Getrieberetarder und Ölbad-Lamellenbremsen an allen Achsen sorgen für Sicherheit. Die hohe nominelle Nutzlast und das gute Ladeverhalten der niedrigen 25,5-m³-Mulde (mit Heckklappe: 26,5 m³, SAE 2:1) machen den Bell B45D zur Transportalternative gerade für Steinbruchbetriebe. Dank 6x6-Vortrieb gewährleistet er hohe Förderleistungen auch bei schwieriger Witterung.

Gefertigt in Eisenach

Flexibilität im innerbetrieblichen Transport von Gewinnungsbetrieben bietet auch der Bell B25DN. Trotz ihrer schlanken Standardbreite von nur 2600 Millimetern (opt. 2550 mm mit 20.5R25) ist die Schmalversion des Bell B25D dank neu gezeichneter 14-m³-Mulde und Standard-23,5R25-Bereifung an den verkürzten Achsen ein vollwertiges Produktionsfahrzeug mit 23,2 Tonnen Nutzlast. Wie zahlreiche andere Bell-Sonderfahrzeuge entsteht der B25DN als Kleinserie in der europäischen Bell-Produktion Eisenach, was neben der Berücksichtigung aktueller Modellstandards vor allem Investitionsvorteile gegenüber alternativen Spezialumbauten am Markt bringt. So erreicht der „schlanke Bell“ auch in Skandinavien als Straßenversion nennenswerte Stückzahlen.

Für stationäre Betriebe bietet der Bell B25DN interessante Alternativen in der Haldenbewirtschaftung. Selbst enge Durchfahrten älterer Siloanlagen meistert das schmale Fahrzeug zügig und zieht damit schnell hohe Volumen von Zwischen- oder Endprodukten auf Außenhalden ab. Gegenüber konventionellen Kipp-Fahrzeugen bringt der 6x6 mit Rops-/Fops-Ausrüstung nicht nur Vorteile in der aktiven und passiven Sicherheit.

Zudem ist der Knicklenker ohne Abstriche im Oberboden oder bei der Verfüllung einsetzbar. Mittel- bis langfristig wird der Bell B25DN, der leicht an niedrige Durchfahrtshöhen (min. 3,25 Meter) angepasst werden kann, so auch zu einer Alternative zu aufwändigen stationären Haldenbändern und Absetzern.

Bell B25DN
Der Bell B25DN mit schmaler Baubreite (2600 mm) ist eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen Kippern oder zu stationären Bandanlagen in der Haldenbewirtschaftung.
 
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