Arbeitssicherheit | International

Seoul Declaration into force

Regionale Umsetzung des globalen Arbeitsschutzbekenntnisses

Logo Seoul Declaration

Weltweit ereignen sich jedes Jahr schätzungsweise 2,3 Millionen Todesfälle aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen. Das heißt: etwa alle 14 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen der Arbeit. Der wirtschaftliche Verlust durch Arbeitsunfälle und beruflich verursachte Erkrankungen wird auf vier Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschätzt. Ein sicheres und gesundheitlich unbedenkliches Arbeitsumfeld ist jedoch ein grundlegendes Menschenrecht! Zudem gefährdet die ökonomische Dimension der Folgen aus mangelhaftem Arbeitsschutz Existenzen und hemmt die Wirtschaft in einem nicht hinnehmbaren Maß.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA) haben als wesentlichen Impuls die „Erklärung von Seoul über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ initiiert, die am 29. Juni 2008 von rund 50 Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt verabschiedet wurde und einen neuen Rahmen für die Entwicklung einer weltweiten Kultur der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz schafft. Beim ersten Sicherheits- und Gesundheitsgipfel, der dem XVIII. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Seoul, Süd-Korea, voranging, trafen sich internationale Führungspersönlichkeiten, Minister, Vorstandsmitglieder multinationaler Unternehmen, Verantwortliche für soziale Sicherheit, Experten für Sicherheit und Gesundheit sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, um die Erklärung zu verabschieden. Die Unterzeichner bekennen sich zu einer nachhaltigen Förderung der Sicherheitskultur in der Arbeitswelt und sprechen gleichermaßen Regierungen, die Gesellschaft sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer an.

Das Engagement der Unterzeichner richtet sich auf eine weltweite Förderung der Prävention, eine erste Bestandsaufnahme soll 2011 erfolgen. Zwei von ISSA Mining unterstützte Workshops tragen zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels bei. Im Fokus standen die ASEAN-Region und Staaten im südosteuropäischen Raum.

 
Weitere Informationen