Industrienachrichten

Niedersachsen erleichtert Anmeldung bei Unfallversicherung

Als erstes deutsches Bundesland wird voraussichtlich Niedersachsen die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung in eine einheitliche Anlaufstelle für Unternehmensgründer einbinden. Das heißt, der Unternehmer kann bei einem „Einheitlichen Ansprechpartner“ neben anderen Formalitäten der Existenzgründung auch seine Meldepflicht zur Unfall­versicherung (§ 192 SGB VII) erledigen. Hintergrund dieser Neuerung sind die Auflagen der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie, die die Aufnahme und Ausübung von Dienstleistungstätigkeiten erleichtern will. Seit Beginn 2010 sind die Bundesländer dabei, einen weiteren Teil der Richtlinie in deutsches Recht umzusetzen. Danach sollen Exis­tenzgründungen erleichtert werden, in­dem so genannte Einheitliche Ansprech­partner für Unternehmensgründer eingerichtet werden. Über sie können künftig alle wesentlichen Formalitäten und Meldeprozesse gebündelt abgewickelt werden. (siehe auch: http:// www.dienstleisten-leicht-gemacht.de/DLR/Navigation/laenderinformationen.html)

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bemüht sich darum, auch die gesetzlich vorgeschriebene Meldung zur Unfallversicherung (§192 SGB VII) an dieser Stelle einzubinden. Für den Unternehmensgründer soll das Verfahren transparenter werden, gleichzeitig ermöglicht eine lückenlose Erfassung aller Neuanmeldungen den direkten Einsatz präventiver Beratung. Ab sofort wird deshalb den Gewerbeneuanmeldungen aus Niedersachsen das entsprechende Meldeformular beigefügt sein. Zunächst wird dies nur wenige Fälle betreffen, da noch nicht alle Unternehmensgründungen in Niedersachsen über diese Anlaufstellen erfolgen. Aber es ist mit einem Anstieg der Zahlen zu rechnen. Noch werden die Dokumente in Papierform verschickt, aber im Laufe des Jahres will Niedersachsen – gemäß den europäischen Vorgaben – auf ein elektronisches Gewerbemeldeverfahren umstellen.

 
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