Technik | Beton & Asphalt

Feuchtemessung im Beton mit Wasserdosiercomputer BT-7000

Um den steigenden Qualitätsanforderungen an Beton für den industriellen Produktionsprozess gerecht zu werden, ist eine Kontrolle und Regulierung des Feuchtigkeitsgehaltes unerlässlich. Der Wasserdosiercomputer BT-7000 von Bikotronic bestimmt die Betonfeuchte im Mischer schnell und exakt. Er errechnet und dosiert das Zugabewasser mit hoher Reproduziergenauigkeit und bildet somit die Grundlage für eine gleich bleibend optimale Qualität des Betons.

Die mehrstufige Messwertaufbereitung des Wasserdosiercomputers BT-7000 von Bikotronic ermöglicht eine hohe Reproduziergenauigkeit. Mit diesem Verfahren kann jeder Mischer mit seinem spezifischen Mischverhalten an das Sonden-Ausgangssignal angepasst werden. „Messausreißer“ bei Mischern mit sehr hohen Amplitudenschwankungen werden unterdrückt, so dass ein konstanter Messwert zur Berechnung des Zugabewassers vorliegt. Dies wirkt sich positiv bei der Herstellung von Fertigteilen oder selbstverdichtendem Beton aus.

Das Einfahren des BT-7000 wurde dabei bewusst bedienerfreundlich gestaltet. Dazu wird während der Trockenmischzeit nur die benötigte Wassermenge eingegeben und bestätigt. Danach fährt sich das BT-7000 selbstständig ein. Die entstehende Messkurve wird automatisch dem eingefahrenen Rezept zugeordnet und abgespeichert. Die Wassermenge für die nächste Betonmischung des Rezeptes wird dann automatisch berechnet und dosiert. Ein Vorteil des BT-7000 ist die individuelle Einfahrkurve. Für jedes Rezept wird eine Kurve erstellt und abgespeichert. Dadurch ist eine höchstmögliche Genauigkeit der einzelnen Betonmischungen gewährleistet. Da das BT-7000 die Messkurven der einzelnen Rezepte selbstständig anlegt und abspeichert, muss der Bediener nicht mit aufwendigen Rechenformeln die Messkurven bearbeiten oder verändern.

Bei großen Rohstofftemperaturschwankungen, bedingt durch die Außentemperatur oder die Rohstoffanlieferung, verändert sich das Verhalten der Trockenmischung. Aus diesem Grund ist eine Temperaturmessung im Mischer unverzichtbar. Jedes BT-7000 ist deshalb mit einer Temperaturmessung ausgestattet. Die Beeinflussung des Mischgutes durch starke Temperaturschwankungen wird so erkannt und mit Hilfe einer hinterlegten Temperaturkurve kompensiert. Dadurch bleibt die Feuchte des Betons immer gleich, auch bei hohen Temperaturen. Die Fernwartung des BT-7000 erfolgt über Modem oder Internet, um dem Kunden schnell helfen und Programm-Updates einfach übertragen zu können.

Das BT-7000 kann mit jeder Mischanlagensteuerung verbunden werden. Es ist als 19 Zoll 4HE Rechnereinschub, als Hardbox zur Befestigung auf Montageplatten oder in allen gängigen PC-Gehäuse-Variationen lieferbar. Mit dem BT-7000 kann mit vier Mischern gleichzeitig produziert werden. In das BT-7000 kann außerdem eine Sandfeuchtemessung mit bis zu acht Messstellen integriert werden. Diese Sandfeuchtewerte werden direkt im BT-7000 dargestellt.

Mikrowellensonden

Die Mikrowellensonden wurden in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität in Kiel entwickelt. Die Messgenauigkeit der Mikrowellensonde unter Laborbedingungen ist besser als 0,1 Prozent. Durch die absolute Linearität der Sonde sind Messungen bei sehr trockenem Beton genauso wie bei sehr nassem Beton möglich.

Die Mikrowellensonden für den Mischereinbau sind bis 60 Grad Celsius temperaturstabil. Damit wird gewährleistet, dass auch bei hohen Temperaturen der Messwert stabil bleibt und nicht wegdriftet. Die Keramikmessfläche ist zehn Millimeter dick und durch einen gehärteten Mantel gegen seitliche Beschädigungen geschützt. Die Mikrowellensonde hat einen vom Kunden wechselbaren Verschleißkopf. Der Sondentyp 7 zum Einbau im Mischer mit drehendem Mischertrog besitzt eine integrierte Temperaturmessung in der Mikrowellensonde,

dadurch ist keine externe Temperatursonde nötig. Diese Sonde wird in die Abstreifschaufel des Mischers eingebaut. Ist der Einbau einer Abstreifschaufel nicht möglich, kommt die Mikrowellensonde Typ 8 zum Einsatz.

Schmutzwasserwaage

Bekanntlich darf kein mit Zement und Chemikalien verunreinigtes Schmutzwasser in die Abwasserkanäle geleitet werden. Bikotronic hat deshalb ein Konzept entwickelt, mit dem es möglich ist, leicht und stark verunreinigtes Schmutzwasser wiederzuverwerten: Um Schmutzwasser mit einer Dichte größer 1,1 zu verarbeiten, bedarf es einer Messung des Feststoffgehaltes. Dazu wurde in die Schmutzwasserwaage zusätzlich eine Volumenmessung eingebaut, mit der man durch die Gewicht-Volumen-Diffe-renz den Feststoffgehalt bestimmen kann (Patent geschützt). Die Schmutzwasserwaage besitzt einen Grob-Fein-Entleer-verschluss, um genauer dosieren zu können.

Hygrometer-Darstellung des BT-7000 für zwei Mischer.
Hygrometer-Darstellung des BT-7000 für zwei Mischer.
Geräte zur Gewährleistung gleichbleibender Feuchte bei der Betonproduktion.
Geräte zur Gewährleistung gleichbleibender Feuchte bei der Betonproduktion.
 
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