Dritter Komatsu-Großmuldenkipper für Debus-Gruppe

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise investiert die in Süddeutschland beheimatete amo/Debus-Gruppe weiter kontinuierlich in ihre Unternehmen. Kürzlich hat die zur Gruppe gehörende Debus Naturstein GmbH & Co. KG ihren dritten Komatsu-Großmuldenkipper HD785-7 in Betrieb genommen. Die knapp 73 t schwere, vom Komatsu-Händler Reif Baumaschinen gelieferte Maschine ersetzt einen 1050 PS starken Faun K-100. Der hat mit immerhin rund 26.000 Betriebsstunden nach 20 Jahren ausgedient.

„Bei uns“, sagt Dipl.-Ing. Joachim Kern, „läuft die Saison ganz normal“. Von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sei man bisher nicht betroffen. Kern ist technischer Leiter der amo/Debus Gruppe, die unter anderem 10 Steinbrüche und 20 Asphaltmischwerke im mittel- und süddeutschen Raum betreibt. Zusammen mit dem Prokuristen der Gruppe, Kurt Mahlein, und Marketing-Leiter Christian Debus ist er in den Steinbruch nach Serkendorf gekommen, um bei der offiziellen Übergabe des HD785-7 mit dabei zu sein. Der Kauf einer Maschine dieser Größe ist kein alltägliches Geschäft, betont er. 15 Jahre, so die Planungen, soll der Muldenkipper zusammen mit den beiden anderen HD785-7 das Haufwerk von den drei Sohlen des Steinbruchs zum Vorbrecher transportieren. Hin und zurück sind das etwa 6 km Fahrstrecke. Rund die Hälfte davon ist asphaltiert, der Rest mit Schotter befestigt. Hinzu kommen teilweise starkes Gefälle und extrem enge Kurven – und das geht, wie Kern weiß, „erheblich aufs Material“.

Um den Verschleiß der einige 10.000 Euro teueren riesigen 49-Zoll-Reifen möglichst gering zu halten, kann die Spur der Räder getrennt eingestellt werden. Dadurch, so Betriebsleiter Baptist Lämmlein, ist es möglich, die Lebensdauer der Reifen um etwa 30 Prozent zu steigern. Erst nach etwa 4500 Betriebsstunden, ergänzt Betriebstechniker Reinhard Mohr, müssten sie ausgetauscht werden und das bedeute eine nicht unerhebliche Kostenersparnis. Entsprechend gute Erfahrungen habe man bereits mit den beiden anderen HD785-7 gemacht.

Komatsu ist in Europa der einzige Hersteller, der diese Möglichkeit bei Großmuldenkippern in der 100-t-Klasse bietet. Ebenfalls zur Verschleiß- und damit Kostenminderung trägt der serienmäßig eingebaute 4-Rad Retarder mit ölgekühlten  Lammellenbremsen bei. Er verhindert nicht nur Reifenschlupf und Nickbewegungen, auch das Auswechseln von Bremsscheiben und -belägen entfällt. Außerdem bringt es einen nicht unerheblichen Zugewinn an Sicherheit, denn heißgelaufene Bremsscheiben gibt es nicht mehr.

Wie die beiden  anderen HD785-7, die 2007 und 2008 angeschafft wurden, verfügt auch die neue Maschine über einige Sonderausstattungen. Dazu zählen eine Sicherheitsfronttreppe, die dem Fahrer einen einfachen und gefahrlosen Zugang zum Fahrerhaus ermöglicht, ein satelittengestützes VHMS-Diagnosesystem und eine dreistufige vollautomatische hydropneumatische  Federung. Sie vermittelt mehr Fahrkomfort und vermindert den Verschleiß unter anderem an Antriebskomponenten.

www.komatsu.de

Alle drei Komatsu -Muldenkipper HD785-7 der zur amo/Debus-Gruppe gehörenden Debus Naturstein GmbH & Co. KG bei der Übergabe im Frühjahr 2009
Alle drei Komatsu -Muldenkipper HD785-7 der zur amo/Debus-Gruppe gehörenden Debus Naturstein GmbH & Co. KG bei der Übergabe im Frühjahr 2009