Jungheinrich in rauer See auf Kurs

Der Jungheinrich-Konzern hat sich in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich behauptet und konnte seine weltweite Marktposition ausbauen. Wenngleich der Negativtrend aus dem 4. Quartal 2008 in den ersten vier Monaten dieses Jahres anhielt und zu einer Halbierung des Weltmarktvolumens auf 164 Tausend Fahrzeuge (Vorjahr: 333 Tausend Einheiten) führte, blieb das Unternehmen dank umfangreicher Maßnahmen zur Krisenbewältigung und Ertragsverbesserung auf Kurs.

Der anhaltende Markt- und Nachfragerückgang spiegelt sich in der Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns in den ersten vier Monaten 2009 wider. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, verringerte sich um 28 Prozent auf 542 Millionen Euro (Vorjahr: 750 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse nahmen Ende April kumuliert im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent auf 545 Millionen Euro (Vorjahr: 680 Millionen Euro) ab. Das Neugeschäft war mit minus 32 Prozent am stärksten betroffen, gefolgt vom Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft mit minus 6 Prozent.

Im laufenden Jahr stellt sich Jungheinrich auf einen starken Markt- und Geschäftsrückgang ein. „Jungheinrich ist gut aufgestellt, um im schwierigen Marktumfeld erfolgreich bestehen zu können. Unsere solide Unternehmensfinanzierung, die diversen eingeleiteten Maßnahmen wie die Anpassung der Produktion an die geringere Nachfrage, das intensivierte Bestands- und Kostenmanagement sowie weitere gezielte Investitionen in Produkte und Märkte zeigen: Jungheinrich ist auch in rauer See auf Kurs“, erklärte Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes.

Zu den bereits definierten Maßnahmen gehören auch einschneidende Strukturprojekte. Wie schon im Frühjahr angekündigt, wird sich ein Abbau von Arbeitsplätzen in einzelnen von der Krise besonders stark betroffenen Einheiten des Konzerns nicht vermeiden lassen. Derzeit laufen intensive Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern.

Neues Werk in Landsberg eingeweiht

Das Unternehmen investiert am Standort Landsberg in Sachsen-Anhalt rund 30 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für Niederhubwagen. Bis zum Jahresende werden dort etwa 70 Menschen einen Arbeitsplatz finden.

Das Werk ist als eigenständiges „Centre of Excellence“ mit Entwicklung und Produktion für Elektro-Niederhubwagen errichtet worden. Der Startschuss für die Nullserie erfolgte mit einem Deichsel-Gabelhubwagen vom Typ EJE 116. Die Produktion am neuen Standort wird schrittweise ausgebaut. Von Mitte 2010 an sollen alle Jungheinrich-Elektro-Niederhubwagen aus Landsberg an Kunden in aller Welt geliefert werden.

www.jungheinrich.de

Produktion von Niederhubwagen in Landsberg
Produktion von Niederhubwagen in Landsberg