Baustoffindustrie: Politik muss bei Konjunkturpaketen aufs Tempo drücken

Im ersten Quartal 2009 Produktionseinbruch um 20 Prozent, Umsatz ging um 18 Prozent zurück

„Die Baustoffproduktion ist im ersten Quartal 2009 um 20 Prozent eingebrochen, der Umsatz ging um 18 Prozent
und die Zahl der Beschäftigten um drei Prozent zurück“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden e.V., Dr.-Ing. Gernot Schaefer, auf der Mitgliederversammlung in Berlin.

Im Jahr 2008 hatte sich ein Rückgang bereits angedeutet:

„Die Bundesregierung hat mit den Konjunkturpaketen I und II in dieser schwierigen Situation bemerkenswert schnell und pragmatisch gehandelt. Nun müssen Bund, Länder und Gemeinden auch dafür sorgen, dass die Pakete ihre antizyklische Wirkung schnell entfalten“, betonte Schaefer. Immerhin sollen 2009 und 2010 mehr als 20 Milliarden Euro in baurelevante Investitionen zur Modernisierung der Infrastruktur und zur energetischen Sanierung fließen. Im Wohnungsbau ist hingegen noch Handlungsbedarf gegeben. „Es muss kurzfristig mehr getan werden, um dem historischen Tiefststand an Fertigstellungen im Wohnungsbau entgegenzuwirken. Wir schlagen u.a. vor, die Abschreibungssätze für den Mietwohnungsbau von 2 auf 4 Prozent anzuheben“, sagte Schaefer.

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