Aufbereitungstechnik auf der steinexpo 2008

Der Weg zum definierten Wertkorn aus mineralischen Rohstoffen kann ganz unterschiedlich aussehen. Immer häufiger aber führt er – ganz gleich ob es sich bei der Aufgabenstellung um Material aus primären Rohstofflagerstätten oder um Abbruchmassen handelt – über mobile Anlagentechnik. Anlässlich der steinexpo 2008 werden rund 50 Vertreter dieser Gattung zum mobilen Brechen und Sieben präsentiert. Flankiert wird das mobile Konzept natürlich auch von Anbaugeräten, die für kleinere Aufgaben beim Brechen und Sieben punkten.

Stationäre Technik zur Lösung besonders anspruchsvoller Aufbereitungsaufgaben inklusive diverser Reinigungsstufen gilt nach wie vor als die Königsklasse in der mineralischen Rohstoffindustrie. Allerdings haben sich auch mobile Konzepte von ihrer einstigen Nebenrolle in der qualifizierten Aufbereitung gelöst. Nicht nur im Baustoffrecycling verzeichnen sie gewaltige Zuwächse, sie sind längst auch in der Steine- und Erden-Industrie gefragt. Hier unterstützen sie häufig den Produktionsstart lange bevor ein geplantes Stationärkonzept umgesetzt ist. Später begleiten und ergänzen sie die Produktivität des Unternehmens. In vielen Fällen sind gut aufeinander abgestimmte Gespanne auch schon ganz autark als mobile Splitt- oder Siebwerke im Einsatz und bilden komplette Prozesse ab.

Zusammenspiel harter und weicher Faktoren

Die aktuellen Generationen der mobilen Anlagen überzeugen in der technischen Auslegung der Brechräume, Siebdecks und Extras ebenso wie in Kraftstoffverbrauch, Verschleißschutz und Wartungsfreundlichkeit. Die Hersteller reagierten auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Zielmärkte mit Baukastensystemen in verschiedenen Größenordnungen.

Bei den „Minianlagen“ unter 10 Tonnen stellen sich für viele Unternehmer, die von Zeit zu Zeit nur geringe Materialmengen aufzubereiten haben, dagegen ganz andere Fragen. Zum Beispiel die, ob es sich zum bloßen Aufbrechen ohne besondere Anforderungen an das erzeugte Produkt nicht eher lohnt, Brecher und Siebe gleich „am Löffelstiel“ eines starken Baggers zu montieren. Die Erfolge der Geräte dieser mobilen Gattung sprechen bei guter Beratung im temporären Brech- oder Sieb-Einsatz für sich. Auch wenn dieses Konzept wie jedes andere Grenzen hat, wird es doch häufig als sehr anwenderfreundlich empfunden.

Aufbereitungsmaschinen im Steinbruch
Selbst Komponenten, die ursprünglich für die stationäre Aufbereitung entwickelt wurden, zeigen inzwischen ihre Eignung zum Einbau in mobile Einheiten