Neues Konzept überspannt Fluss, Straße und Bahn - ContiTech Conveyor Belt Group stellt RopeCon vor

Der Name erklärt schon das Konstruktionsprinzip: Dabei handelt es sich um eine Verbindung aus „rope-way" und „conveyor", also aus „Seilbahn" und „Förderanlage". „Das RopeCon-Konzept", erläutert Dr. Heinrich Flebbe von ContiTech Conveyor Beit Group, „bietet überall dort Vorteile, wo hoher Durchsatz in unwegsamem Gelände oder über Wälder und breite Flüsse hinweg verlangt wird. Zudem ist es bei Steigungen bis zu 20 Grad einzusetzen."

Für das erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekt am Strengener Tunnel in 1.380 m Höhe lieferte ContiTech Conveyor Belt Group das Förderband. Dort musste der Abraum über den Fluss Rosanna, eine stark befahrene Bundesstraße und die Eisenbahn transportiert werden, was entweder mittels Lkw oder eben dem RopeCon möglich war. Der Auftraggeber entschied sich für den RopeCon. Die Anlage besteht aus vier parallel gespannten Stahlseilen, zwischen denen auf Rollen das eigentliche Förderband läuft. „Zur Befestigung der Rollenachsen", so Flebbe, „sind alle sechs Meter entsprechende Halterungen am Basisgurt befestigt." Bei ContiTech wird das eigentliche Band EP1250/4 in einer Breite von 800 mm gefertigt. Durch eingelagerte textile Monofile ist es besonders querstabil, damit sich das Band unter der Last nicht zu stark wölbt.

„Mittlerweile wurde im österreichischen Lenzing ein neuer RopeCon in Betrieb genommen, mit dem Buchenhackschnitzel als Rohstoff für Zellstofffasern über ein Fabrikgelände und einen Fluss hinweg transportiert werden", erklärt Flebbe. Um Fördergutverluste durch starke Winde zu vermeiden, wurde die gesamte Förderstrecke mit einer Einhausung versehen. Zum Einsatz kommt erneut ein Gurt von ContiTech Conveyor Belt Group in der Breite von 800 mm. Der Achsabstand beträgt 661 m bei einem Hub von 37 m, die Förderleistung liegt bei 350 t je Stunde.

Der Seilförderer vereinigt viele Vorteile eines stetig fördernden Bandes mit denen einer Material-Seilbahn, die zwar große Strecken und Höhendifferenzen mit wenigen Stützpunkten überwindet, aber nicht den hohen Massendurchsatz bringt. Der Basisgurt ist auf seiner O-berseite vollflächig mit einer Kontaktschicht versehen, sodass an seinen Rändern Wellkanten von 200 mm Höhe mit dem Zweikomponentenkleber Conti Secur aufgeklebt werden können. Sie kanalisieren das Fördergut gewissermaßen, damit es nicht zur Seite herunterfallen kann. Alle sechs Meter wird dabei auf dem Gurt ein Rollensatz angeordnet, unter dessen Achsrohr der Gurt hängt.

Für ContiTech weisen diese Projekte in eine viel versprechende Zukunft. Flebbe dazu: „Zur Zeit arbeiten wir schon an unserem vierten Projekt, dessen Inbetriebnahme etwa im Oktober vorgesehen ist." Es handelt sich um das Beschickungsband der Erd- und Bauschuttdeponie Tüfentobel (Schweiz). Im ersten Bauabschnitt wird ein 725 m langer Gurt aufgelegt. Mit fortschreitender Verfüllung des Tales wird der Gurt alle paar Jahre verlängert; die Tragseile sind bereits jetzt auf voller Länge eingebaut. Mit 1000 mm Breite ist dies bisher der breiteste derartige Gurt und erstmalig wird versuchsweise die Wellkante vor Ort auf den Basisgurt geklebt.

„Anfragen aus allen Teilen der Welt", berichtet Flebbe, „beweisen den mittlerweile hohen Bekanntheitsgrad dieses Systems."

www.contitech.de

Robecon ist eine Verbindung aus Seilbahn und Förderanlage
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