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[Die Industrie der Steine + Erden]






StBG und BauBG auf der Stone+tec 2005:

Importierte Gefahr - Entladung von Naturstein-Containern

Gespäch am Messestand
Das Thema traf auch auf internationale Resonanz


Fachgespräche vor dem Container
Fachgespräche vor dem Container


Unternehmer am Messestand der StBG
Unternehmer am Messestand der StBG
  "Was bedeutet Importierte Gefahr und warum steht ein Original Seecontainer auf Ihrem Messestand"? Das war eine der häufig gestellten Fragen an die Mitarbeiter der Steinbruchs- und der Bau-Berufsgenossenschaft.

Natürlich bezog sich der Slogan "Importierte Gefahr" nicht auf die Natursteinware im Seecontainer. Wohl aber auf die damit verbundenen Gefahren beim Öffnen und Entladen der großen Container aus Übersee. An einem Original-Container konnten sich die Fachbesucher auf dem gemeinsamen Messestand der StBG und der Bau-BG über die Risiken durch die Begasung, die Schimmelpilze und die Gefahren beim Entladen von Containern informieren. Für die nationalen wie auch internationalen Besucher stand ein umfangreiches Medienpaket, bestehend aus einem Videofilm, Checklisten, Betriebsanweisungen und einem Quiz zur Verfügung. Das Paket enthält Informationen, die vor der Bestellung von Natursteinware aus Übersee zu beachten sind, aber auch Schutzkonzepte für die Entladung der Container im eigenen Betrieb. "Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, einen Container zu bestellen. Aber die Probleme mit der Begasung, dem Schimmelpilz und vor allen Dingen der Entladung waren mir nicht bewusst", so ein Unternehmer der StBG.

Einige Besucher hatten schon ihre Erfahrungen gemacht: "Ich kenne die Probleme beim Entladen. Nachdem ich die Containertür geöffnet habe, musste ich erkennen, dass ich mit meinen Möglichkeiten den Container nie sicher entladen kann. Eine Fachfirma musste dies für mich übernehmen." Die Fachgespräche haben gezeigt, dass viele Unternehmen direkt Natursteinware importieren oder schon daran gedacht haben. Es ist wichtig, im Vorfeld über die möglichen Risiken oder Probleme nachzudenken. Stehen die Probleme auf dem Hof, ist es meist zu spät und es wird improvisiert, was zu einer erhöhten Unfallgefahr führt.



Große Resonanz

Über 60 Importeure, Exporteure und Spediteure, über 100 Unternehmer und Geschäftsführer aus den Mitgliedsunternehmen der StBG diskutierten an den vier Messetagen über das brisante Thema. Mehr als 2000 Besucher, auch aus anderen Unternehmen und Branchen, beteiligten sich an unserem Messequiz.

Diese Resonanz auf dem Messestand hat alle Erwartungen übertroffen. "Mit dem Thema haben wir in ein Wespennest gestochen", so ein Mitarbeiter der StBG. "Aber was mich besonders stolz macht, sind die vielen Unternehmer und deren Mitarbeiter, die zu uns an den Stand kommen. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind zu einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsunternehmen. Sie sehen in uns nicht nur eine Aufsichtsbehörde, sondern einen Partner und Dienstleister für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in ihren Unternehmen."



Die Gefahren bestehen weiter

Auch wenn nun die Messe vorbei ist, die Gefahren beim Entladen der Container bestehen weiterhin. Überlassen Sie nichts dem Zufall! Ihr unternehmerisches Handeln ist zwingend erforderlich! Auf der Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung hat die verantwortliche Person im Betrieb technische und organisatorische Maßnahmen festzulegen, um eine sichere, gefahrlose Entladung der Container zu gewährleisten. Der verantwortungsvolle Unternehmer stellt sich diesen neuen Aufgaben.

Die Sicherheitsingenieure, Betriebsärzte und Technischen Aufsichtspersonen der StBG beraten, informieren und unterstützen Sie dabei gerne.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Firma Rossittis, Natursteinhandel Holzwickede, für die Bereitstellung des Containers, die fachliche Unterstützung bei der Erstellung des Medienpaketes und der Dreharbeiten.

Dipl.-Ing. Christof Göbel, StBG




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