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Sommer - Über die gefiederten Frühaufsteher in unseren Gärten

Rose Wem muss ich erzählen, dass der Sommer die schönste Jahreszeit ist? Wem muss ich die Vorzüge erläutern? Das Schönste für mich ist jedoch das Konzert der Vögel am frühen Morgen. Da ich relativ früh ins Bett gehe, ist mein Schlaf gegen Morgen schon ziemlich leicht. So wache ich häufig auf, wenn die ersten Vögel mit ihrem Konzert beginnen. Ich erkenne nicht die Vogelarten an ihren Stimmen, weiß jedoch, das jede Art ihr Zeitfenster hat, in dem jubiliert wird.

Manche Zeitgenossen empfinden den Gesang der Vögel als störend und verschließen die Fenster. Für mich gehört es zum einen zum Sommer und zum anderen gibt es mir die Gewissheit, mich noch einmal umdrehen zu können. Denn im Gegenteil zu mir sind die gefiederten Freunde echte Frühaufsteher, während ich es morgens durchaus etwas ruhiger angehen lasse. Mit den mir eigenen positiven Gedanken nehme ich noch eine "Mütze voll Schlaf". Noch auf dem Weg vom Wachen zum Dösen lausche ich den Gesängen meiner kleinen Nachbarn und freue mich, dass der Wecker noch nicht gleich schrillt. Der Tag ist noch recht fern, für Träume ist noch Zeit.

Eigentlich ist dies für mich die schönste Zeit des Morgens, es sei denn, eine Krähe zerreißt die morgendliche Idylle mit ihrem monotonen Krah, Krah. Dieser Vogel, ich tue ihm sicherlich weh, passt nicht in mein ganz persönliches Sommerbild. "Warte mit deinem Ruf doch bis es Herbst ist, du passt dann besser in mein Jahresbild."

Hans-Jürgen Bahr



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