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Bundeskongress Baustoff-Recycling: Kreislaufwirtschaft am Ende?

Unter dem Motto "Baustoff-Recycling am Scheideweg - Kreislaufwirtschaft am Ende" fand vom 16. - 17. Juni der Bundeskongress Baustoff-Recycling statt. Der Veranstaltungsort lag direkt neben dem Gelände der Bundesgartenschau 2005 in München.

Dank der Initiative des bayerischen Mitgliederverbandes der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. wurden bei der Gestaltung des BUGA-Geländes Recycling-Materialien eingesetzt. Hiervon konnten sich die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Besuch der BUGA überzeugen. Ein Themenschwerpunkt des Recycling-Kongresses war es denn auch die Akzeptanz der Recycling-Baustoffe zu verbessern. Ein wichtiges Ziel auf diesem Weg ist es, die Anerkennung der Recycling- Baustoffe als Produkt zu erreichen und somit eine Abgrenzung des Recycling-Baustoffes vom Begriff Abfall zu etablieren. Dies ist bisher in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland gelungen. Sachsen wird diesem Beispiel voraussichtlich folgen. Schwierigkeiten bereitet der Branche derzeit die Umsetzung der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi). Einerseits schränkt die TASi die Deponierung organischer Abfälle in erheblichem Umfang ein. Auf der anderen Seite sind die Deponiebetreiber gezwungen, ihre Deponien schnell und kostengünstig zu verfüllen. Dies führt in verstärktem Maße zur "Verwertung" mineralischer Abfälle zum Verfüllen von Deponien. Dem Leitgedanken des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes entspricht es jedoch, dass dieses Material durch die Recycling-Wirtschaft zu einem neuen Produkt aufbereitet und wieder verwendet wird. Parallel zum Bundeskongress Baustoff-Recycling fand im Foyer eine Fachausstellung statt, an der sich auch die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft beteiligte. Am Stand der StBG wurden die Besucher über den richtigen Umgang mit Bandanlagen, das Gütesiegel "Sicher mit System" und über das Prämiensystem der StBG unterrichtet.

Übrigens steht das auf dem Stand eingesetzte Förderbandmodell allen interessierten Mitgliedsunternehmen zur Verfügung und lässt sich auch bei größeren Firmenveranstaltungen sinnvoll einsetzen.

Dipl.-Ing. Martin Böttcher, StBG

Förderbandmodell
Am StBG-Stand demonstrierte das Förderbandmodell
den richtigen Umgang mit Bandanlagen





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