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Vier Prozent mehr bei Baumaschinen

Die deutschen Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen erwarten für das laufende Jahr eine Umsatzerhöhung von etwa vier Prozent auf rund neun Milliarden Euro. 2004 hatte die Steigerungsrate noch bei knapp 13 Prozent gelegen. Als Gründe für das geringere Wachstum nannte der Vorsitzende des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dr. Christof Kemmann, insbesondere rückläufige Exporte in den Dollarraum, eine abnehmende Nachfrage aus China und die weiterhin angespannte Lage auf dem hiesigen Baumarkt.

Für das Inland erwartet der Branchenverband in diesem Jahr bei Baumaschinen eine Umsatzerhöhung um drei Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Im Bereich Baumaschinen, so Kemmann, spräche vor allem die derzeit hohe Auslastung der Mietparks für eine weiterhin positive Entwicklung. Allerdings könne das Wachstum wegen der anstehenden Bundestagswahl und der damit verbundenen Zurückhaltung bei Investitionen auch niedriger als die prognostizierten drei Prozent ausfallen. Besser als im Inland ist die Situation auf den Auslandsmärkten. Bei Baumaschinen geht der Fachverband für dieses Jahr von einer Umsatzsteigerung von vier Prozent auf 4,3 Milliarden Euro aus. Als entscheidend für die Höhe der Ausfuhren wertet Kemmann die Nachfrageentwicklung in den USA, China und den westeuropäischen Nachbarländern. Der immer noch hohe Dollarkurs verschärfe den Wettbewerb und senke die Margen. Wichtigste Exportländer für Baumaschinen sind die USA, gefolgt von Frankreich und Österreich.

Zunehmend belastet wird die Branche durch die hohen Probleme bei der Beschaffung von Reifen für Großmaschinen. Wegen der weltweit gestiegenen Nachfrage reichten die Kapazitäten der Hersteller in manchen Fällen nicht mehr aus. Es hätten bereits Maschinen ausgeliefert werden müssen, die mit Reifen aus Beständen der Käufer ausgerüstet worden seien. In Einzelfällen seien sogar Geschäftsabschlüsse an diesem Problem gescheitert.



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