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Hausherr System-Bohrtechnik

Bohrgeräte für alle Einsatzzwecke

Manchmal entstehen Dinge, aufgrund sehr guter Geschäftsbeziehungen und gegenseitiger Unterstützung, von denen man vorher nicht ausgehen konnte. So auch im Fall der Firmen "Hoffmann Mineral" und "Hausherr System-Bohrtechnik".

Hoffmann Mineral ist Hersteller von funktionellen, mineralischen Füllstoffen. Hausherr liefert seit Jahren Bohrgeräte an das Unternehmen. Diese werden zur Bodenuntersuchung benötigt um die Vorkommen der "Neuburger Kieselerde" im Donau-Raum mittels Probebohrungen bis zu 80 m Bohrtiefe zu erkunden. Da die Geräte vorwiegend in Forst- und Wassereinzugsgebieten arbeiten müssen zahlreiche Umweltschutzauflagen erfüllt werde.

Bei den Verhandlungen über einen Kauf eines Neugerätes im vergangenen Jahr sollte auf der Basis bereits bewährter Geräte eine verbesserte und innovative Lösung gefunden werden. Bei Hausherr System-Bohrtechnik war schon im Vorfeld klar, dass auf Grund der extrem hohen Umweltauflagen - bedingt durch Bohrarbeiten in Wald und Flur - dort kein "normales" Bohrgerät diese Aufgabe übernehmen kann. Das Gerät muss nämlich nicht nur hervorragende Bohreigenschaften besitzen, sondern auch in seinem Einsatzgebiet den dortigen Baumbestand und Waldboden schonen und den sicheren Betrieb in Wassereinzuggebieten gewährleisten.

Diese Anforderungen sind für ein auf Raupenketten selbstfahrendes Bohrgerät mit einem Gewicht von 20 Tonnen und 6 m langer Bohr-Lafette, nicht leicht zu erfüllen. Durch die langjährige Zusammenarbeit konnten jedoch schon bei Vorgänger-Maschinen spezielle Komponenten, wie z.B. Ast-Abweiser und spezielle Stahlraupenketten zur Bodenschonung, entwickelt werden. Die seit Jahrzehnten bekannten Eigenschaften, hervorragende Bohrleistung, extreme Bedien- und Wartungsfreundlichkeit, sowie Langlebigkeit, fehlten natürlich auch bei diesen Sondermaschinen nicht.

Das größte Problem stellte nach wie vor das Gewicht der Maschine und die dadurch, trotz Spezial-Raupenketten, immer noch resultierenden kleinen Beschädigungen von Baumwurzeln und Waldboden dar. Nun sollte dieses Problem bei der neusten Maschine endgültig beseitigt werden. So entstand nach etlichen Ideen und Lösungsansätzen die "HBM 80-Explorer", die nicht nur dem neusten Stand der Technik entspricht und darüber hinaus die bereits entwickelten und bewährten Sonder-Optionen beinhaltete, sondern wir bauten die Maschine auf ein, zuvor noch nie für ein Bohrgerät entwickeltes, Fahrwerk auf extrabreiter Gummikette, dessen Laufrollen pendelnd aufgehängt sind und sich exakt an die Bodenunebenheiten anpassen. Diese Lösung ermöglicht es nun nahezu ohne jegliche Beschädigung vom Untergrund die Wälder zu durchfahren. Das Fahrwerk kann eine Nutzlast von 20 Tonnen aufnehmen und ist besonders Geländegängig. Der spezifische Bohrdruck beträgt nur 280 g/cm2. Es ist im Fahrbetrieb besonders bodenschonend und überwindet Steigungen bis zu 40 %. Die Fahrgeschwindigkeit wurde auf 6,5 km/h eingestellt.

Das Gerät wurde mit einem doppelwandigen 1000-l-Dieseltank ausgerüstet, um die Betankungsvorgänge auf ein Minimum zu reduzieren und auch bei einem eventuellen Unfall die Gefahren für die Umwelt zu reduzieren. Ein komplett gekapseltes Antriebsaggregat verhindert zudem den Austritt von Schmierstoffen und Ölen und sorgt für eine weitere Reduzierung der Schallemission.

Die gesamte Hydraulik wird mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl betrieben, das durch externe Filterung eine mehrfache Lebensdauer im Vergleich zu Mineralölen erreicht und somit auch indirekt die Umwelt schont.

Eine sehr effektive Entstaubungsanlage unterdrückt zudem jegliche Staubentwicklung beim Bohren. Der Restaubgehalt in der Abluft beträgt weniger als 5 Milligramm pro Kubikmeter. Durch die olivgrüne Sonderlackierung ist die HBM 80 Explorer in den Wäldern nahezu unsichtbar für Spaziergänger.

Das gesamte Gerät wird von einem Operator aus einer großzügig und nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalteten Klima-Kabine bedient und überwacht. Das Bohrgerät, oder auch das Fahrwerk mit verschiedenen Aufbauten, wie z.B. Kran, Kippmulde, Seilwinde, Notstromaggregat, u.v.m. ist in der Lage in extrem morastigen und unwegsamen Gelände zu fahren. Durch die Fahrgeschwindigkeit von bis zu 10 km/h können auch längere Fahrstrecken wirtschaftlich bewältigt werden.

Bohrgerät
Bohrgerät



Steinexpo 2005   Aussteller - Stand P 207


www.hausherr.com



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