www.steine-und-erden.net > 2005 > Ausgabe 4/05 > Sitze für Baumaschinen und Gabelstapler

[Die Industrie der Steine + Erden]






Grammer AG

Sitze für Baumaschinen und Gabelstapler

Einheitliche Mindeststandards sollen dazu beitragen, dass alle Unternehmen innerhalb der EU unter gleichen Bedingungen arbeiten. Schon vor drei Jahren hat die EU deshalb zum Schutz der Arbeitnehmer vor Ganzkörper-Vibrationen die Richtlinie 2002/44/EC verabschiedet, die in diesem Sommer in allen EU-Ländern nationales Recht und 2011 endgültig und ausnahmslos verbindlich wird. Der deutsche Sitzhersteller Grammer informierte im April 2005 auf einem Symposium in Tokio japanische und koreanische Produzenten von Baumaschinen, Staplern und Traktoren über die Auswirkungen der Richtlinie und über die Grammer-Produkte, mit denen man für die neuen Normen bestens gerüstet ist.

Hintergrund der Richtlinie und ihre Folgen

Muskel-Skelett-Erkrankungen haben in der EU einen Anteil von ca. 50 Prozent an allen arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen. Solche Schädigungen erleiden vor allem Arbeitnehmer, die bei der Arbeit ständig mechanischen Schwingungen ausgesetzt sind.

Mit der neuen EU-Richtlinie wird geregelt, welchem "Gesamtvolumen" an Schwingungen ein Arbeitnehmer täglich maximal ausgesetzt werden darf und welche Konsequenzen es hat, wenn diese Grenzwerte nicht eingehalten werden. Arbeitgeber in der EU müssen künftig in angemessenen Abständen die Vibrationen messen, denen die Arbeitnehmer ausgesetzt sind. Sollten die Grenzwerte überschritten sein, hat der Arbeitgeber unverzüglich Maßnahmen zur Minimierung der Gefährdung zu ergreifen.

Der Fahrplan zur Umsetzung der Richtlinie

Stufenweise wird die EU ihre Richtlinie umsetzen. Bereits Mitte 2005 wird sie in allen Mitgliedsstaaten nationales Recht geworden sein. Ab dann müssen die EU-Länder regelmäßig Bericht erstatten, wie die praktische Durchführung der Vorschriften voran kommt. Alle Arbeitsmittel, die den Arbeitnehmern nach dem 6. Juli 2007 zur Verfügung gestellt werden, müssen laut Artikel 9 die neuen Grenzwerte obligatorisch einhalten! Für Arbeitsmittel, die vor dem 6. Juli 2007 angeschafft wurden, gilt ein Übergangszeitraum bis 2011. Aber auch hier wird laufend überprüft, ob es mit technischen oder organisatorischen Maßnahmen nicht möglich ist, die Expositionsgrenzwerte einzuhalten. Auf der bequemen und sicheren Seite sind also Fuhrpark-Betreiber, die bei Neuanschaffungen auf Maschinen setzen, die die neuen Anforderungen bereits heute erfüllen.

Mit dem "Primo" schon jetzt im grünen Bereich

Ein Sitz, der mit seiner zukunftsweisenden Technologie die neuen Grenzwerte schon jetzt problemlos einhalten kann, ist der neue "Primo" für kompakte Baumaschinen und Flurförderfahrzeuge des deutschen Herstellers Grammer. Als erstes Produkt seiner Art ist der "Primo" mit einer niedrigaufbauenden Luftfederung oder alternativ einer mechanischen Federung mit Gewichtsschnelleinstellung ausgestattet.

www.grammer.com



Inhaltsverzeichnis Ausgabe 4/05 | Zurück zu unserer Homepage