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Krankenhaus-Besuchsdienst für Unfallverletzte neu geregelt

Der Besuchsdienst für Unfallverletzte durch die Berufsgenossenschaften wurde zum 1. Juli 2005 neu geregelt. Ziel ist, schwer verletzte BG-Patienten nach Arbeits- und Wegeunfällen oder bei Berufskrankheiten möglichst früh zu beraten und betreuen.
Krankenhäuser mit mehr als 100 schwerverletzten BG-Patienten im Jahr werden künftig regelmäßig einmal pro Woche von einem Reha-Berater / Berufshelfer der Berufsgenossenschaften besucht. Einrichtungen mit weniger als 100 Schwerverletzten werden nur noch bei besonderen Anlässen, zum Beispiel auf Wunsch der Einrichtung oder des Patienten, besucht.
Die Berufsgenossenschaften sorgen nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit zunächst für eine umfassende medizinische Rehabilitation. Bereits früh setzt aber auch parallel dazu die berufliche und soziale Eingliederung des Patienten ein. Der Erhalt des Arbeitsplatzes mit allen geeigneten Mitteln steht hierbei im Vordergrund.
Der Ansprechpartner für den Patienten während der gesamten Rehabilitation ist der hierfür besonders ausgebildete Reha-Berater / Berufshelfer. Er steht dem Patienten bei allen Fragen zur Verfügung und schlägt Lösungen zur beruflichen Wiedereingliederung vor.
Der Reha-Berater / Berufshelfer führt auch Gespräche mit Arbeitgebern, der Arbeitsagentur, beruflichen Bildungseinrichtungen oder anderen Stellen, die für eine berufliche Rehabilitation wichtig sein können. Auch kümmert er sich um die soziale Integration der Patienten. Den ersten Kontakt zu seinem Reha-Berater / Berufshelfer erhält der Patient meist im Rahmen des Besuchsdienstes in den Krankenhäusern.
Für das Krankenhaus ergeben sich durch die Neuregelung des Besuchsdienstes schnelle und unbürokratische Entscheidungen von Seiten der Berufsgenossenschaften und klare Besuchsregeln mit zuverlässigen Ansprechpartnern.
Eigens für den neu geregelten Besuchsdienst wurde ein Flyer entwickelt, der dem Patienten im Krankenhaus vorab ausgehändigt wird. In diesem Flyer wird der Besuch eines Berufshelfers angekündigt, und der Patient kann sich mit Hilfe einer Checkliste auf das Gespräch mit den berufsgenossenschaftlichen Fachkräften der Rehabilitation vorbereiten.



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