www.steine-und-erden.net > 2004 > Ausgabe 4/04 > Messen, wägen und dosieren in der Baustoff-Industrie

[Die Industrie der Steine + Erden]






Messen, wägen und dosieren in der Baustoff-Industrie

Heute verlangt der Markt von der Baustoff-Industrie hochwertige Produkte mit konstanter Qualität. Darüber hinaus kommt der Qualitätssicherung und der Dokumentation große Bedeutung zu! Anforderungen, die nur durch innovative und zuverlässige Wäge-, Mess- und Dosiertechnik zu erfüllen sind.

Gesetzliche Auflagen und Arbeitssicherheit gewinnen immer mehr an Bedeutung bei der Entwicklung von Schüttgutkomponenten. Die Europäischen Richtlinien 94/9/EG beispielsweise (ATEX-Richtlinien), regeln das Inverkehrbringen von explosionsgeschützen Geräten, Komponenten und Schutzsystemen. Diesen Europäischen Bestimmungen Rechnung tragend, hat sich die WAM frühzeitig mit dieser Thematik aktiv auseinadergesetzt und ihr Produktprogramm angepasst.




WAM Schüttgutkomponenten ATEX-konform

WAM Mikrodosierer der Baureihe MBF eignen sich zum gravimetrischen und volumetrischen Dosieren verschiedener Schüttgüter. Die Einsatzgebiete liegen in unterschiedlichen industriellen Bereichen. Im Baustoffsektor finden WAM Dosierer bei der Dosierung von Zuschlagstoffen eine weite Anwendung. Sie werden in drei Standardgrößen angeboten. Die Baureihen MBF 042, MBF 073 und MBF 114 unterscheiden sich in ihren Dosierleistungen. MBF 042 deckt den Bereich von 3 bis 150 dm³/h, MBF 073 den von 10 bis 1000 dm³/h und das Modell MBF 114 jenen von 40 bis 6000 dm³/h ab, wobei es sich hierbei um rein theoretische Leistungswerte ohne Berücksichtigung spezifischer Produktfaktoren handelt. Die Modelle aus Normalstahl besitzen einen innenliegenden Trog aus haftfreiem Synthetikmaterial mit robuster, selbsttragender, jedoch flexibler Struktur. Dadurch ist ein stetig freier Materialfluss gewährleistet. Bei den Modellen aus rostfreiem Stahl sind sämtliche Komponenten aus Edelstahl 1.4301 oder auf Wunsch aus 1.4404. WAM Mikrodosierer - egal ob nun aus Normal- oder Edelstahl - sind so konstruiert, dass eine schnelle und einfache Demontage zu Wartungszwecken möglich ist. Ein umfangreiches Zubehörprogramm, so z. B. spezielle Homogenisierwerkzeuge sowie runde oder quadratische Aufgabetrichter, um nur ein paar zu nennen, runden das Programm ab.
Im Bereich der Schneckendosierung in Verwiege- und Mischanlagen aller Art, bietet die WAM mit ihrer SPL Nachlauf-Regelschnecke eine Komponente an, die der immer höheren Durchsatzleistung gerecht wird. Höhere Durchsatzleistungen werden verlangt, um die Befülldauer der nachgeschalteten Auffangbehälter so weit wie möglich zu reduzieren. Dadurch muss zwangsläufig der Schneckendurchmesser vergrößert werden mit dem Nachteil eine Verringerung der Dosiergenauigkeit. Durch den Anbau einer SPL-Nachlauf Regelschnecke an der Unterseite der Hauptschnecke im Bereich vor dem Auslauf wird dieses Problem gelöst. Durch einen Durchbruch in der Hauptschnecke gelangt ein Teil des Dosierguts in die kleinere, mit einem separaten Antrieb ausgerüstete Nachlauf-Regelschnecke, die auch nach Abschalten der Hauptschnecke Material im Feintoleranzbereich bis zum Erreichen des Sollwertes fördert.
Eine weitere Verbesserung bis in den Feinsttoleranzbereich wurde durch die Entwicklung der Easyclean erreicht. Es handelt sich dabei um eine Kombination zwischen der bereits eingeführten Easyclean (Edelstahl-Rohrschnecke mit optimaler Restmengenaustragung) und der SPL (Edelstahl-Nachlauf-Regelschnecke). Eine Reihe von technischen Raffinessen wie beispielsweise ein Zylinder mit eingebauter Klappe um das Nachrieseln bei der Feindosierung zu vermeiden, stellen eine Besonderheit dar.
Im Bereich der Füllstandsmessung in Silos und Behälter, erfüllt die WAM mit der neuen Generation ILT Füllstandsmelder die ATEX Vorschriften. Der einfach aufgebaute Füllstandsmelder zeigt mittels elektronischen Schaltkontakt die Material-Füllmenge im Silos an. Ein rotierendes Paddel löst bei Erreichen des Material-Höchststands (Maximum-Melder) bzw. des Mindeststands (Minimum-Melder) einen Alarm aus. Füllstandsmelder können an verschiedenen Stellen am Silo angebracht werden. Sie sind für Schüttgewichte zwischen 0,5 bis zu 2 t/m³ einsetzbar. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von kontinuierlichen elektromechanischen Messsytemen wie beispielsweise ILS-Sonden.
Die Zellenradschleusen der Serie RV finden Ihre häufigste Anwendung beim Austrag und der Dosierung verschiedenster staubförmiger Schüttgüter und Granulate. Sie werden oft unter Silos, Trichtern, Entstaubungsfiltern, Zyklonen oder in der pneumatischen Förderung eingesetzt. Auch bei der Big-Bag-Befüllung sowie Befüllung von Dosierwaagen kommen sie oft vor. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind nahezu universell.
Bei der Auswahl der Zellenradschleuse spielt das zu dosierende Material eine wichtige Rolle. Man unterscheidet grob drei Gruppen von Medien: Zunächst Medien, die keine besonders auffällige Eigenschaft aufweisen. In diesem Fall wählt man am besten eine Schleuse aus Graugussgehäuse mit Endschilden ebenfalls aus Grauguss. Der Rotor kann an sich aus Stahl oder auch Grauguss sein. Die nächste Kategorie sind abrasive Medien. Um einen vorzeitigen Verschleiß zu verhindern, bietet sich an, das Gehäuse und die Endschilde verchromt oder in vernickelter Graugussausführung zu wählen. Das Zellenrad kann aus Stahl oder Grauguss mit Verschleißleisten aus Vulkolan gewählt werden.
Bei korrosiven Medien wählt man am besten das Zellenrad aus Edelstahl. Die Schleißleisten können neben Vulkolan auch aus Viton, Federstahl oder Teflon beschaffen sein. Es gilt aber grundsätzlich, dass man bei sehr abrasiven Materialien die Drehzahl verkleinern sollte und dafür aber eine großvolumige Schleuse auswählen. Eine passend ausgewählte Zellenradschleuse zum Fördermedium verhindert einen unnötigen Verschleiß dieser Komponente.
WAM-Schleusen finden ihren Einsatz in den verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise der Baustoffindustrie bei Gießereien oder in der Umwelttechnik und Kunststoffverarbeitung. Weit verbreitet ist ihr Einsatz in der Futtermittel- und Nahrungsmittelindustrie.


WAM-Mikrodosierer der Baureihe MBF
WAM-Mikrodosierer
der Baureihe MBF


sEasyclean Rohrschnecke
sEasyclean
Rohrschnecke


ILT-Füllstandsmelder erfüllen die ATEX-Norm
ILT-Füllstandsmelder
erfüllen die ATEX-Norm





Prozessautomatisierung für die Schüttgutindustrie

Die Ergebnisse einer Marktbefragung verschiedener Branchensegmente der schüttgutverarbeitenden Industrie zeigen u. a. den deutlichen Trend der Betriebe zur Lieferantenqualifizierung und -reduzierung. 137 der 250 befragten Unternehmen sahen einen Komplett-Lieferanten für die Automatisierungstechnik als wichtig bzw. sehr wichtig an. Endress+Hauser bietet für alle Branchen Sensoren, Messgeräte, Systeme und Dienstleistungen für die Druck-, Durchfluss-, Füllstand- und Temperaturmessung, Flüssigkeitsanalyse, Registriertechnik sowie Probennehmer, Systemkomponenten und automatisierungstechnische Lösungen an.



Neue Trends in der Druck-Messtechnik

Klassische Anwendungsgebiete für Druckmesstechnik finden sich heute in vielen anspruchsvollen Anlagen der schüttgutverarbeitenden Industrie mit abrasiven Anforderungen. Als Messeneuheit zeigt Endress+Hauser auf der PowTech in Nürnberg die neuen Druck- und Differenzdrucktransmitter Cerabar S / Deltabar S die in all diesen Bereichen für sichere Produktionsabläufe sorgen und wichtige Daten über den Prozess liefern.
Technische Merkmale:
  • Quicksetup für eine schnelle und einfache Konfiguration
  • Messbereich einstellbar ohne Druckvorgabe
  • Optimierung der Prozesse durch Verzicht auf Druckmittler (bis 280 °C)
  • Messgenauigkeit: 0,075 %
Fernüberwachung von Feldinstrumenten per Internet
Moderne Internettechnologie in Verbindung mit dem Fieldgate von Endress+Hauser ermöglichen die Fernabfrage von Messwerten, die Fernparametrierung und -diagnose von Messgeräten. Mit diesem Konzept kann zu jeder Zeit und von jedem Ort auf alle Daten, Informationen und den Status der Feldinstrumentierung zugegriffen werden. Die Kommunikation erfolgt über standardisierte Medien wie Mobilfunk, Telefon oder Ethernet. Außerdem kann durch die Fernüberwachung von Silos das Bestandsmanagement von Lager- und Lieferprozessen optimiert werden. Die Anbindung der Feldgeräte zur Datenfernabfrage erfolgt über alle 420 mA, Hart oder Profibus PA-Signale mit Standard Web-Browser. Für die Weiterverarbeitung können vorhandene Software-Standards (z.B. MS-Excel, Scada- Software) verwendet werden. Der unterstützte Datentransfer im XML-Format erlaubt eine einfache weitere Auswertung und Aufbereitung der Messdaten.


Druck- und Differenzdrucktransmitter Cerabar S / Deltabar S
Druck- und Differenzdrucktransmitter
Cerabar S / Deltabar S


Fernabfrage von Messwerten über Internet
Fernabfrage von Messwerten
über Internet





Feuchtemessungen mit Mikrowellen

Die Feuchtemessung in Schüttgütern ist für die Qualitätssicherung und effiziente Steuerung der Produktionsabläufe ein Faktor, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Zum Beispiel kann bei der Lieferung von Rohstoffen durch den Einsatz eines Online-Feuchtemesssystems eine Kosteneinsparung erzielt werden. Dies führt schon nach kurzer Zeit zur Amortisierung der Investition.
Die Firma Franz Ludwig Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik, Mainz betätigt sich seit mehr als 30 Jahren in Forschung und Herstellung von Feuchtemesssonden und den zugehörigen Auswertgeräten für die Feuchtemessung in differenzierten Stoffen.
Zur Anwendung kommt das Mikrowellenfeuchtemessverfahren, das entscheidende Vorteile aufweist, die zu exakten Messergebnissen führen. So lässt ein großer Feuchtebereich auch Messungen in hohen Produktfeuchten zu. Die Hohe Eindringdringtiefe des Messsignals (bis zu 15 cm) erfasst die Feuchte in einem repräsentativen Querschnitt. Chemische Veränderungen des Materials beeinflussen das Messsignal weniger als dies z.B. bei Leitwert- oder kapazitiven Verfahren zu beobachten ist.
Die Mikrowellenfeuchtemesssonden, die bei Franz Ludwig entwickelt und produziert werden, verfügen über einen Wechselkopf, der bei Bedarf vom Kunden vor Ort in kurzer Zeit ausgetauscht werden kann (Bild 1). So können Produktionsausfallzeiten und die Lagerhaltung teuerer Ersatzteile reduziert werden.
Durch die Auswahlmöglichkeit verschiedener Materialien für die Sensoroberfläche kann die Sonde an die Anforderungen des Messmediums angepasste werden. So ist es möglich, durch den Einsatz eines antihaftenden Messkopfes die Sonde in klebrigen Materialien (z.B. lehmhaltigem Sand) einzusetzen oder durch die Verwendung einer Spezialkeramik die Lebensdauer der Sonde in abrasiven Materialien (z.B. Splitt) entscheidend zu verlängern.
Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz eines Feuchtemesssystems ist der optimale Einbau der Sonde an der jeweiligen Messstelle. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise (Durchmesser: 75 mm, Länge: 95 mm) kann die Sonde auch unter schwierigen Platzverhältnissen installiert werden.
Um die Sondenmesssignale in realistische Feuchtewerte umzurechnen sind entsprechende Auswertgeräte erforderlich. So stellte die Firma Franz Ludwig auf der diesjährigen bauma eine neue Gerätegeneration vor, die sowohl bei der Neuprojektierung einer Anlagensteuerung, als auch bei der nachträglichen Erweiterung eines Steuerungssystems eingesetzt werden kann.
Die Auswertmodule verfügen sowohl über serielle Schnittstellen als auch über die Möglichkeit der BUS-Anbindung, mit denen die Geräte auch in moderne Steuerungssysteme zu integrieren sind.
Darüber hinaus bieten die Auswertgeräte die zukunftsweisende Ethernet-Technologie mit der die Möglichkeit der Fernwartung bzw. eines Softwareupgrade besteht. In vielen Fällen erübrigt sich so ein Technikerbesuch und die Gerätefunktionen können jederzeit auf den aktuellen Stand gebracht werden.

FL-Digi-Modul
Das FL-Digi-Modul ist eine Auswerteinheit, an die 2 Mikrowellenfeuchtemesssonden (1 Sonde für Mischermessung und 1 Sonde für Schüttgutmessung) sowie 2 Temperaturfühler angeschlossen werden können. Beide Sonden können unabhängig voneinander arbeiten. Es ist eine zweckmäßige Lösung für den Steuerungs- oder Anlagenbauer, der die Feuchtemessung komplett im eigenen System integrieren will.
Das kompakte Modul lässt sich problemlos in den Schaltschrank der Anlagensteuerung installieren.

FL-Digi-Smart

Das FL-Digi-Smart ist ein kompaktes Auswertmodul, das zur Digitalisierung einer Zuschlagstoffsonde dient. Zusätzlich ist eine Anschlussmöglichkeit für einen Temperaturfühler vorgesehen.
Es besitzt eine Schnittstelle über die der Prozessdatenaustausch mit der angeschlossenen Steuerung ausgeführt wird. Auch die Visualisierung der Messdaten erfolgt, wie beim FL-Digi-Modul, in der Steuerung selbst.

FL-Mikro-Lab

Zusätzlich zu den vorgestellten Online-Feuchemesssystemen, bietet Franz Ludwig auch das Laborfeuchtemessgerät FL-Mikro-Lab an, mit dem es möglich ist die Feuchte von Schüttgutproben schnell und genau zu bestimmen.
Diese Verfahren kommt z.B. zum Einsatz, um die Produktfeuchte bei der Rohstofflieferung zu bestimmen oder um, dem Produktionsprozess entnommene Materialproben zu überprüfen.
Mit Hilfe einer Federanordnung ist es möglich immer gleiche Druckverhältnisse während des Messvorgangs einzustellen. Dies ist die Voraussetzung für exakte, reproduzierbare Messergebnisse.
Der gesamte Messzyklus (Befüllung des FL-Mikro-Lab und Messung) beläuft sich auf lediglich noch ca. 1 Minute. Schnelle Reaktionen auf Veränderungen im Produktionsablauf sind damit gewährleistet.
Durch den dreiteiligen Aufbau des Gerätes sind eine einfache Handhabung sowie eine schnelle Reinigung der gesamten Prüfanordnung sichergestellt. Die Anordnung besteht aus V2A-Stahl und ist so robust, dass der Einsatz im rauen Produktionsumfeld möglich ist.
Die ausreichend große Probemenge von ca. 2 kg gewährleistet eine exakte Messung des Feuchtewertes.
In der Auswerteeinheit FL-AE kann durch ein einfaches Kalibrierverfahren das FL-Mikro-Lab über 10 Eichkurven optimal auf die Materialeigenschafen eingestellt werden.


Installation einer Mikrowellen-Feuchtemesssonde auf einem Gleitschlitten
Installation einer Mikrowellen-Feuchtemesssonde
auf einem Gleitschlitten


FL-Digi-Modul zur Auswertung von zwei Mikrowellen-Feuchtemesssonden und zwei Temperaturfühlern
FL-Digi-Modul zur Auswertung von zwei
Mikrowellen-Feuchtemesssonden und zwei
Temperaturfühlern


Laborfeuchtemessgerät FL-Mikro-Lab mit Auswerteeinheit FL-AE
Laborfeuchtemessgerät
FL-Mikro-Lab mit Auswerteeinheit FL-AE





Dosiersteuerung von TBSoft für Transportbetonwerke

In Transportbetonwerken muss nicht nur schnell und zuverlässig disponiert, dosiert, produziert und ausgeliefert sondern auch zeitnah die Produktion ausgewertet werden.
So ist eine schnelle Übersicht über die Lieferungen an einzelne Kunden, Baustellen und Projekte ein absolutes Muss.
Auch der aktuelle Materialverbrauch zur Nachkalkulation der Produktion gehört bei den engen Margen zum notwendigen Werkzeug.
TBDos von TBSoft steuert den kompletten Dosier- und Mischvorgang sowie die Anlieferung der Rohstoffe für Transportbetonwerke.
TBDos wurde wie alle TBSoft-Produkte zusammen mit Praktikern entwickelt, um den Mischmeistern/Anlagenfahrern ein Werkzeug an die Hand zu geben, das alle Belange des automatischen Betriebs einer Transportbetonanlage vollständig abdeckt.
TBDos entlastet den Mischmeister durch Übernahme aller Überwachungs- und Routinearbeiten. Durch eine laufende Überwachung der Dosierung und Korrektur der Rohstoffe bei jeder Charge ist eine zuverlässige, exakte Dosierung gewährleistet. Überdosierungen gehören der Vergangenheit an. Dies gewährleistet, dass der Beton so kostengünstig als möglich hergestellt wird und Sie keine Verluste durch Überdosierungen erleiden.
Ein zeitgemäßes Auftragsverwaltungssystem entlastet den Mischmeister bei seiner Arbeit und gibt im laufend Informationen, wie weit ein Auftrag abgearbeitet ist. Durch einstellbare Parameter kann überwacht werden, wenn Prüfungen (Prüfwürfel) gemacht werden müssen. Der Mischmeister wird automatisch bei der eingestellten Menge darauf aufmerksam gemacht.
Dass die umfangreiche Statistik alle Fragen beantwortet, die für den Werksleiter wichtig sind, versteht sich von selbst. Ob die Umsätze einzelner Fahrzeuge, Spediteure, Kunden, Baustellen usw., alles kann auf Knopfdruck abgefragt werden. Lieferströme in bestimmte Orte, Regionen oder Bezirke können gezielt abgefragt und ausgewertet werden. Auf Wunsch kann das System mit Hilfe von optionalen Zusatzmodulen diese Daten auch in einer Karte anzeigen.


Auftragsformular von TBDos
Auftragsformular
von TBDos





Wiegen und dosieren mit titan

Die Firma Paari Waagen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG bietet professionelle Lösungen für die Wäge- und Dosiertechnik von der Erfassung der Wägedaten bis zur Fakturierung, Lösungen, die eine durchgehende Datenerfassung und -Bearbeitung realisieren. Die Wäge- und Dosiersysteme sind auf die rauen Produktions- und Umgebungsbedingungen der Baustoffindustrie ausgerichtet.
Zum Lieferumfang der Firma Paari, mit Stammsitz in Erfurt und Niederlassungen in Berlin, Dresden und Rostock, zählen Fahrzeugwaagen, Förderbandwaagen, Radladerwaagen und Dosiersysteme in den unterschiedlichsten Ausführungen und ein breites Angebot an frei programmierbaren Wägeelektroniken und Automatisierungsgeräten.
Für die Baustoffindustrie eigens entwickelt wurde das Softwaresystem titan in der Version "Baustoffe" mit Zusatzmodulen für Kies und Sand bzw. die Asphaltindustrie, welches komplett modular aufgebaut ist. Es basiert auf der neuesten Softwaretechnologie und ist neben komfortablen Einplatzversionen auch als Server-Client-System lieferbar. Die Bedienoberfläche lehnt sich weitestgehend an das MS "Office" Design an, so dass die Einarbeitung und Beherrschung des Systems in sehr kurzer Zeit und oft ohne Schulung möglich ist.
Die Einbindung der Wäge- und Datentechnik in die Betriebsabläufe beispielsweise eines Asphaltbetriebes wird sowohl über Schnittstellen im Datenexport als auch selbstständig über Mobilfunk oder ISDN an die Rechner einer Zentrale realisiert (z.B SAP/R03, DATEV). Diese Vernetzung ermöglicht außerdem die zeitnahe Übertragung von Aufträgen oder den Ergebnissen einer Bonitätsprüfung aus der Zentrale an die Waage und umgekehrt.
Mit dem Softwaresystem titan ist die Erarbeitung von Angeboten bis zu Aufträgen, die Abwicklung der Aufträge bis zur Abrechnung und der Verwaltung der offenen Posten möglich. Damit sind praktisch alle Kunden- und Lieferantenvorgänge für Unternehmen der o. g. Branchen zu realisieren. Einbezogen sind alle Lieferungen zu den Aufträgen, Lieferdaten und Terminierungen. Des weiteren werden zeitnah alle Lagerbestände geführt. Angeschlossen sind Materialdispositionen inkl. Reservierungen, für die termingetreue Auftragsabwicklung. Die häufig in Asphaltmischbetrieben und Tagebauen eingesetzten Radlader können mit geringem Aufwand ebenso in das Auftragswesen integriert werden.
Unterstützt durch verschiedene Kartenlesesysteme, kann titan bei den Liefervorgängen in Kies- Sand-, Schotter- und Asphaltmischwerken, die in der Regel praktizierte Eingabe der Daten durch einen Bediener, entfallen. Der Wägeprozeß wird weitgehend automatisiert, was neben einem "Rund um die Uhr-Betrieb" Kosten- und Zeitersparnis bringt.


Fahrzeugwaage Typ 500
Fahrzeugwaage
Typ 500





Wöhwa komplettiert seine Produktpalette um Radladerwaagen

Schon seit längerer Zeit ist man bei Wöhwa auf der Suche nach einem geeigneten Partner im Bereich der mobilen Wägetechnik für Radladerwaagen. Der Partner, die Firma Ascorel, wurde vor 15 Jahren in Frankreich gegründet und hat seinen Sitz bei Lyon. Ascorel hält im Bereich der Radladerwaagen in Frankreich einen Marktanteil von 70 Prozent. Firmen, wie Caterpillar, rüsten ihre Radlader standardmäßig mit Ascorel Wägesystemen aus.
Dieses Radlader-Wägesystem besticht durch seine hohe Präzision, Zuverlässigkeit und seine einfache Bedienung. Über ein grafikfähiges, hinterleuchtetes Display können durch einfache Bedienerführung vollständige, alphanumerische Lieferscheine erstellt werden. Die neue Generation der Radlader-Wägesysteme MC380 (nicht eichfähig) und MC400 (eichfähig) befindet sich mittlerweile über 2000 Mal im Einsatz und konnte seine Robustheit und das einfache und gute "Handling" unter Beweis stellen. Die komplette Softwareentwicklung ist bei Ascorel, wie bei Wöhwa, im eigenen Haus. Dies bietet dem Hersteller die Möglichkeit, seine Produkte einfach und schnell auf die vom Kunden geforderten Wünsche anzupassen.
Wöhwa hat somit seine Produktpalette im wägetechnischen Bereich ergänzt und kann Komplettlösungen im Bereich der Wägetechnik mit Bandwaagen eichfähig/ nichteichfähig, Fahrzeugwaagen, Behälterwaagen, Dosier- u. Verladesysteme, Fahrer-Selbstbedienterminals, Visualisierungs- und Steuerungssysteme für Aufbereitungsanlagen, Wägedatenverarbeitunssysteme, Angebots- u. Auftragsverwaltungen und Fakturierungen bieten.
Das Radladerwägesystem wird von Wöhwa geliefert und von sämtlichen Service-Stellen aus eingebaut und gewartet. Es kann mit allen anderen Wöhwa Wägesystemen gegebenenfalls geeicht oder nachgeeicht werden.
Zusätzlich kann auf komplexe Schnittstellenanpassungen zwischen Radladerwaage, Wägedatenverarbeitung und Fakturierung verzichtet werden. Denn Wöhwa integriert die Radladerwaagen über den Datenaustausch via Memorystick, GSM oder gegebenenfalls via Funk direkt. Dies gibt dem Kunden die Möglichkeit, nur einen Ansprechpartner für alle steuerungstechnischen und wägetechnischen Probleme zu haben und auf komplexe Schnittstellenanpassungen zwischen unterschiedlichen Herstellern zu verzichten. Das Wöhwa Wägesystem für Radlader stellt eine vernünftige und preiswerte Alternative zu in Deutschland gängigen Radlader-Wägesystemen im eichfähigen und nichteichfähigen Bereich dar.


Radlader mit Ascorel-Wägesystem
Radlader mit Ascorel-Wägesystem


Das Wägesystem MC 400 ist eichfähig
Das Wägesystem MC 400
ist eichfähig





Tragbares Feuchtemessgerät TT-90

Dieses tragbare Feuchtemessgerät wurde von Bikotronic Industrie Elektronik, Deidesheim, zur schnellen Ermittlung des Feuchtigkeitsgehalts im Sand oder anderen feinen und grobkörnigeren Kiesarten entwickelt.
Das T-T-90 benutzt die neueste Mikrowellen- und Mikroprozessor-Technologie, um den Feuchtigkeitsgehalt in den verschiedensten grob- und feinkörnigen Materialien zu messen. Die Zacken der Sonde werden in das zu untersuchende Material hineingesteckt und die prozentuale Feuchtigkeit wird sofort auf dem leicht ablesbaren Display angezeigt.
Das Gerät führt automatisch ca. 10 Messungen durch, um ein gültiges Ergebnis zu gewährleisten. Diese Messwerte werden durch den integrierten Mikroprozessor umgerechnet und der Feuchtigkeitsgehalt wird direkt als Prozentanteil des Trockengewichts angezeigt. Das T-T-90 ist sowohl für Sand als auch für Kies kalibriert und kann vom Anwender mit bis zu zehn verschiedenen Materialien programmiert werden.
Das T-T-90 kann mehr als 150 Ablesungen mit Datum und Uhrzeit zur späteren Verwendung speichern. Die Daten können über eine RS-232 Schnittstelle auf einen PC übertragen werden.
T-T-90: Trident-Mikrowellen-Feuchtemessgerät
Messbereich: 0 - 20% des Trockengewichts
Frequenz: 80 MHz
Spannungsversorgung: 4 AA Batterien
Display: 4 x 16
Datenverbindung: RS - 232 Schnittstelle




Flexinivo FN6

Auf Basis des bewährten Lotsystems in Kombination mit einer Schwinggabelsonde aus der Vibranivo-Modellreihe bringt die UWT GmbH mit dem neuem Flexinivo FN 6 nun ein flexibles Kombigerät zur Grenzstanderfassung und Füllstandmessung für Schüttgüter auf den Markt.
Der Anwender hat vom Einsatz des FN 6 doppelten Nutzen:
1. Möglichkeit: Füllstandmessung eines vordefinierten Füllstandes, z.B. Chargenkontrolle, volumetrische Dosierung oder frei einstellbare Vollmeldung.
2. Möglichkeit: Sehr genaue Füllstandmessung bis zu 4,4 m Messdistanz.
Die Vorteile des FN 6 auf einen Blick:
  • Präzise Positionierung (in mm) durch verschiedene Motorgeschwindigkeiten
  • SPS kompatibel
  • Durch Impulse genaue Ablauflänge über SPS in mm-Auflösung erreichbar
  • Grenzstanderfassung, Füllstandmessung und Chargenkontrolle mit einem Gerät
  • Messung von sehr leichten Materialien möglich (bis zu 5 g/l; 0,3 lb/ft3)
  • Robustes und kompaktes Design


Flexinivo FN 6 - Füllstandsmessung und Grenzstanderfassung in einem
Flexinivo FN 6 - Füllstandsmessung und
Grenzstanderfassung in einem





Terrestrisches Laserscannen

Exakten und schnellen Messverfahren zur Bewertung von Haldenbeständen oder zur Bestimmung des Restauffüllvolumens und des Abbaufortschritts von Steinbrüchen und Kiesgruben kommt aus Gründen der Bestandsbewertung und der Qualitätssteuerung eine immer größere Bedeutung zu. Eine schnelle und moderne Methode dazu ist das terrestrische Laserscannen. Dabei wird ein Gelände, wie zum Beispiel eine Halde mit einem auf der Erde platzierten Laserscanner abgetastet. Ergebnis einer solchen Messung ist eine sehr dichte Punktewolke eines Geländeausschnittes. Bei einer Entfernung von 100m zum Objekt und einer Winkelauflösung des Laserstrahls von 0,108° beträgt der Punktabstand knappe 20cm. Eine Messung bei einem horizontalen Winkelausschnitt von 360° dauert je nach Winkelauflösung zwischen 2 und 6 Minuten. Punktewolken von verschiedenen Geländeausschnitten können mittels einer Auswertungssoftware zueinander ausgerichtet werden und zu einem Geländemodell verarbeitet werden. Durch Verschneidung des Urgelände mit dem neuen Geländemodell lassen sich dann schnell und präzise Volumen bestimmen. Durch Montage eines Laserscanners auf ein Fahrzeug lässt sich der Messvorgang noch weiter beschleunigen.
Das Ingenieurbüro M. Ostenrieder, Grünwald, bietet dieses Verfahren als Dienstleistung an und berät Interessenten bei der Konfiguration eines Systems.




Helper 21: Neues Wägesystem von VEI

Mit der Helper 21 hat bei VEI eine neue Ära begonnen. Die konsequente Umsetzung der compact iTech Technologie ist die Grundlage der revolutionären Wägeelektronik. Dank Touchscreen werden immer nur die Tasten eingeblendet, die auch wirklich benötigt werden. Und mit dem sehr großen, beleuchteten Display hat der Fahrer alles im Überblick.
Im System enthalten sind ein extrem schneller Thermodrucker, zwei transportable Speicher ikey zur Datenübertragung inklusive des ikey readers mit USB-Anschluss.Dass das Konzept der gewohnt einfachen Bedienbarkeit hierbei erhalten bleibt, versteht sich fast genauso von selbst wie die Tatsache, dass bei so umfangreicher Serienausstattung eine perfekte Dokumentation und der entsprechende Support Bestandteil des Paketes sind.
Doch VEI kann noch mehr: So wurden weltweit bereits die ersten Greiferwaagen ausgeliefert. Diese auf der Helper P5 basierende Waage mit der Genauigkeitsklasse III bringt echte Kostenvorteile beim Materialumschlag. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Tatsache der extrem robusten Konstruktion, bei der Stampfbelastungen wirksam von der Wägezelle ferngehalten werden. Die Eichung des Systems befindet sich in Vorbereitung.


Helper 21
Helper 21






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