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StBG auf der Stone+tec 2003: Alles über Staub am Arbeitsplatz

Nach vier Messetagen ging am 1. Juni die Stone + tec 2003 in Nürnberg zu Ende; die Messe hatte die Erwartungen der Veranstalter klar übertroffen. Trotz der ungünstigen Vorzeichen der Konjunktur in fast allen wirtschaftliche Bereichen und den Befürchtungen zur Atemwegserkrankung SARS kamen 40199 Fachbesucher, nur etwa 6000 weniger als im Jahre 2001 registriert worden.
Traditionsgemäß war auch die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft gemeinsam mit der Bau-Berufsgenossenschaften für Bayern und Sachsen wieder mit einem Stand vertreten, an zum Thema "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" beraten wurde. Erstmals beteiligten sich die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (Auva) aus Österreich und die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva).
Die Stone+tec 2003 war für die StBG der Startschuss für eine Kampagne gegen gesundheitsgefährlichen mineralischen Staub. Denn in vielen steinbearbeitenden Betrieben ist das Thema "Staub" nach wie vor aus dem täglichen Arbeitsgeschäft nicht weg zu denken. Optimale Staubhygiene bei allen Versicherten ist Grundvoraussetzung für ein gesundheitsbewusstes Handeln. Die Arbeitgeber haben aber auch die Aufgabe, Arbeitsverfahren zu schaffen, die dies garantieren.
Die Staubproblematik wurde am StBG-Stand auf vielfältige Weise thematisiert: Durch zum Teil provokante Visualisierungen und Verbalisierungen auf den Plakaten der neuen Staubkampagne sollten die Besucher zum Nachdenken angeregt werden. An einer gläsernen Büste - einem neuen Demomodell - konnten die Auswirkungen silikogener Feinstäube auf die Lunge medizinisch erklärt werden. Hier wurde am Modell einer Lunge mit Lichtdioden erkennbar gemacht, wie der Feinstaub sich nach verschiedenen Zeiträumen festsetzt. Blinklichteffekte demonstrierten die damit verbundene Erhöhung der Atemfrequenz und somit der Beeinträchtigung der Lungenfunktion.
Gleich zwei Meter daneben stand ein Lungenfunktionstest zur Verfügung, an dem sich die Besucher anschließend durch die Arbeitsmediziner der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft über den Befund des Testes beraten lassen konnten. Diese medizinischen Dienstleistung wurde sehr gern angenommen, wie die teilweise entstandenen Warteschlangen zeigten.
Weiteres "Highlight" war der Wissensquiz zum Thema Staub. Als Preise winkten Versteinerungen aus dem Solnhofener Jurabereich. In dem Gewinnspiel traten jeweils zwei Besucher gegeneinander an; derjenige der die drei Fragen richtig beantwortet hatte, erhielt den begehrten Preis. Neben viel Spaß am Spiel entstanden aus dem Quiz viele weitere Fragen zu Themen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutz, die von den anwesenden Experten der Berufsgenossenschaften gern beantwortet wurden.
Auch über andere sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Problemstellungen wurde informiert. Zur Demonstration der Möglichkeiten heutiger Kommunikation wurden die Dienstleistungsangebote der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft im Internet vorgeführt.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die nächste Stone+tec, turnusgemäß in zwei Jahren im Messezentrum Nürnberg stattfindet, dann jedoch nach den Pfingstfeiertagen und mit neuer Laufzeit von Mittwoch, 25. bis Samstag, 28. Mai 2005.

Dipl.-Ing. Ulrich Kretschmer, StBG


Das Staub-Exponat Besucher auf dem Messestand Lungenfunktionsprüfung
Das Demo-Modell "Wirkung
silikogenerStäube" zog die
Besucher an
Zwei Besucher des Messestandes
kämpfen beim Gewinnspiel um den
attraktiven Preis: eine Versteinerung
aus Solnhofen
Lungenfunktionstest mit
medizinischer Beratung




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