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Brandenburgs Gesundheitsminister Günter Baaske begleitet Aktionstag gegen Lärm

In der Statistik der gewerblichen Berufsgenossenschaften ist die Lärmschwerhörigkeit mit fast 6700 Fällen jährlich immer noch eine weit verbreitete Berufskrankheit. Die Zahl der Beschäftigten, die Lärm ausgesetzt sind, beziffern die BGen auf rd. 3 Millionen. Während jedoch die lärmbedingte Schwerhörigkeit als Berufskrankheit rückläufig ist, nehmen die durch Lärm in der Freizeit verursachten Hörschädigungen stark zu. Die entscheidenden Quellen sind das laute Hören von Musik mit Kopfhörern, in Discotheken, Rock-Konzerten oder auch im Auto sowie ohrnaher Impulslärm durch Feuerwerk, Schießen oder Spielzeuge.
Am Internationalen Tag gegen den Lärm wurde in Potsdam eine Veranstaltung durchgeführt, die über lärmbedingte Schwerhörigkeit und präventiven Hörschutz informierte. Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft führte gemeinsam mit dem Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin des Landes Brandenburg, dem Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter e. V. und dem Verein Deutscher Revisionsingenieure e. V. diese Veranstaltung durch. lm "Audiomobil" konnte die Hörfähigkeit der Besucher getestet werden. Im Container "Erlebniswelt Hören" und in einem Zelt mit audio-visuellen Medien informierten sich viele Potsdamer, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler, über das Thema Hören und Gehör. Mit Messgeräten wurden Hörpegel von Walkman-Kopfhörern und im Auto gemessen.
In seiner Begrüßungsrede forderte der Gesundheitsminister Günter Baaske insbesondere Jugendliche auf "behutsam mit dem Gehör umzugehen, denn Hörschäden sind nicht heilbar. "Die zunehmende Verbreitung von Hörschädigungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei, so der Gesundheitsminister, "besorgniserregend". Er selbst, so gab er an, sei in jungen Jahren Organisator einer Rockband gewesen und habe sich da auch keine Gedanken über Gehörschädigungen gemacht. Den Tag nahm er aber zum Anlass, sich über Lärmschwerhörigkeit und präventiven Hörschutz zu informieren. Zumindest zeigte sein Audiogram keine Auffälligkeiten.
Auch die landesweiten Mitarbeiter des Referats 38 - Sozialer und Medizinischer Arbeitsschutz, Ergonomie - legten den Abschluss ihrer Beratung auf den Informationsstand des Internationalen Tages gegen den Lärm. Auch sie informierten sich über die umfangreichen Möglichkeiten und die Angebote, die die Veranstalter in Sachen "Lärmschutz" präsentierten.
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hegenbart, StBG


Günter Baaske im Fahrzeugeingang
Besucher
Günter Baaske beim Hörtest Besucher
Besucher




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