www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 4/03 > Verkehrssicherheitsaktion "FAIRkehr! - Wie fairst Du?"

[Die Industrie der Steine + Erden]






Verkehrssicherheitsaktion "FAIRkehr! - Wie fairst Du?"

Kontakt: BEB Erdgas und Erdöl GmbH, 30659 Hannover,
Frank Mende, Tel.: (05 11) 6 41-0




Problem
In einem Unternehmen der Erdöl- und Erdgas-Industrie ereignen sich jährlich fast 50 Verkehrsunfälle - jeweils etwa die Hälfte auf dem Weg zur Arbeit und auf dienstlich veranlassten Wegen - von leichten Blechschäden bis hin zu Personenschäden. Von diesen Unfällen sind über die Hälfte von eigenen Mitarbeitern zu verantworten. In der Verringerung der Anzahl der Verkehrsunfälle steht also ein großes Verbesserungspotential auf dem Weg zum Unternehmensziel "Keine Unfälle". Schließlich sind auch Unfälle im Straßenverkehr vermeidbar, denn eine der häufigsten Ursachen sind der sorglose Umgang der Verkehrsteilnehmer mit Regeln und Vorschriften sowie mangelnde Rücksichtnahme, nicht aber fehlende Regelkenntnis.


Praxislösung
Kampagnen-Logo Gefährliche Situationen oder Unfälle im Straßenverkehr durch Nichtbeachtung von Regeln liegen im persönlichen Erfahrungsbereich jedes Mitarbeiters. Daher zielt die im Unternehmen entwickelte Aktion "FAIRkehr" darauf ab, das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Wichtigkeit der Einhaltung von Regeln und Vorschriften am Beispiel eines im Arbeitsalltag auf dem Weg zur Arbeit oder auch im Privatbereich häufig zurückgelegten Verkehrsweges zu verdeutlichen. Das Motto der Aktion "FAIRkehr" - Wie fairst Du?" stellt die Verbindung zum fairen Umgang mit Mitmenschen und zum sportlichen Fairplay her. Jeder erwartet selbstverständlich, dass z. B. die Mitspieler im Sport sich fair verhalten, d. h. die vereinbarten Spielregeln berücksichtigen und einhalten. Auf diesen Überlegungen basierend, wurde nachfolgendes Konzept für die Umsetzung der Aktion entwickelt:

Es werden Workshops für Teilnehmergruppen von 10 bis 15 Mitarbeitern und einer Dauer von ca. 1 Stunde durchgeführt. Die Workshops werden von speziell geschulten Vorgesetzen moderiert. Nach einer Erläuterung über Sinn und Zweck der Workshops werden die Teilnehmer gebeten, immer wieder im Straßenverkehr auftretende Regelverstöße nach ihrer Häufigkeit zu ordnen. Anschließend sind von den Teilnehmern in einer Gruppenarbeit die Gefahren und Risiken auf dem Weg zur Arbeit oder auf Dienstwegen zu identifizieren und auf einem Arbeitsblatt zu dokumentieren. Die dabei identifizierten Gefährdungen sind in einer Tabelle vorgegebenen Kategorien zuzuordnen und aufzusummieren. Schließlich werden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Zum Abschluss des Workshops bekommt jeder Teilnehmer die Gelegenheit seine Einstellung zur Einhaltung von Regeln und sein Verhalten im Straßenverkehr an Hand der Fragen eines Selbstbewertungsbogens zu überprüfen.

Arbeitsblatt 1 Arbeitsblatt 2
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Erfahrung
Die Workshops werden von den Mitarbeitern positiv angenommen. Schließlich ist der Straßenverkehr nahezu jedem Teilnehmer ein vertrauter Erfahrungsbereich. Die Objektivierung des Themas durch Vergleich der persönlichen Bewertung mit Ergebnissen aus der Unfallforschung stößt auf großes Interesse. Schließlich erhofft man sich durch Transfer des Themas in den persönlichen Erfahrungsbereich (Weg zur Arbeit / Dienstweg) eine positive Verhaltensbeeinflussung.






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