www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 4/03 > HeidelbergCement wehrt sich gegen Kartellbuße

[Die Industrie der Steine + Erden]






HeidelbergCement wehrt sich gegen Kartellbuße

Im Kartellverfahren gegen die deutsche Zementindustrie hat HeidelbergCement einen Bußgeldbescheid des Bundeskartellamtes über 251,5 Millionen Euro erhalten. Der zentrale Vorwurf lautet auf langjährige Betelligung an Quotenabsprachen in Süddeutschland. Die Höhe des Bußgeldes leitet sich im wesentlichen aus einem angenommenen kartellbedingten Mehrerlös ab.
"Offenkundig hat das Bundeskartellamt unsere Darlegungen nicht gewürdigt und ist stattdessen seiner vorgefassten Meinung gefolgt" so das Unternehmen. In wesentlichen Punkten des Bescheides werden nur Beschuldigungen erkannt, aber keine Beweise.
Es wurde daher umgehend Einspruch gegen den Bußgeldbescheid eingelegt. Das Unternehmen sei überzeugt, sich vor Gericht durchzusetzen. Unabhängig davon habe HeidelbergCement entsprechend seiner konservativen Bilanzierungsgrundsätze eine Rückstellung gebildet, die auch nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfer sowie der das Unternehmen vertretenden Kartellanwälte eine angemessene Risikovorsorge darstellt. Im übrigen müssten vor einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung keine Zahlungen geleistet oder Sicherheiten gestellt werden.




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 4/03 | Zurück zu unserer Homepage