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[Die Industrie der Steine + Erden]






Entsorga 2003: Die globale Umweltmesse

Die Entsorga Köln tritt vom 23. bis 27. September 2003 mit neuem Konzept als "Die globale Umweltmesse" an. Im Dreijahres-Turnus und im 18monatigen Wechsel mit der Münchner Umweltmesse ist sie die international führende Kommunikations- und Präsentations-Plattform für den weltweiten Markt umweltrelevanter Investitionsgüter, Anwendungen und Dienstleistungen.
Hervorzuheben ist ein großer Anteil von Ausstellern, die sich in den neuen Angebotsbereichen engagieren und erstmalig auf der Entsorga ausstellen. Stark angestiegen sind die Anmeldungen aus dem Anlagenbau. Dies zeigt, dass die Messe für alle Bereiche des Umweltschutzes interessant ist. Ebenso deutlich angestiegen ist das Interesse aus dem Ausland.
An der globalen Umweltmesse werden sich rund 1.000 Unternehmen aus 35 Ländern beteiligen. Ein umfangreiches internationales Kongress- und Begleitprogramm rundet das Ausstellungsangebot der Investitionsgüter- und Dienstleistungsfachmesse ab. Der letzte Tag der Entsorga ist für das Publikum geöffnet. Er dient dazu, das Thema Umwelt gemeinsam mit den Medien wieder stärker in die Öffentlichkeit zu tragen.

Sekundärbrennstoffe erste Wahl
In Deutschland und in zahlreichen europäischen Nachbarstaaten gibt es in den letzten vier bis fünf Jahren verstärkt Aktivitäten zum Thema "Sekundärbrennstoffe aus nicht gefährlichen Abfällen. Diese Aktivitäten umfassen einmal die Entwicklung und die Produktion von Sekundärbrennstoffen, deren Einsatz - vorzugsweise in Zement- und Kraftwerken - aber auch in verstärktem Maße die Stoffbeschreibung und Definition der Anforderungen an die Sekundärbrennstoffe, die Qualitätssicherung bei der Herstellung einschließlich Probenahme und Analytik.
Sekundärbrennstoffe substituieren feste fossile Brennstoffe wie Braun- und Steinkohle und tragen somit zur Ressourcenschonung bei. Untersuchungen haben gezeigt, dass der biogene Anteil in Sekundärbrennstoffen aus Restabfällen bezogen auf die Masse rund 60 Prozent und energiebezogen 47 Prozent ausmacht.

Die wirtschaftliche Bedeutung:
  • Brennstoffaufbereitungsanlagen werden vielfach von mittelständischen Unternehmen betrieben und tragen dort zur Arbeitsplatzsicherung bei.
  • Sekundärbrennstoffe tragen in der Zementindustrie ganz erheblich zur Senkung des Kostenblocks "Energiekosten" bei.
  • Auf Grund der Liberalisierung des Strommarktes prüft die Kraftwerksindustrie aus Kostengründen den Einsatz von Sekundärbrennstoffen.
Auch in anderen europäischen Staaten wächst aus marktwirtschaftlichen und abfallwirtschaftlichen Gründen die Bedeutung und das Interesse an Sekundärbrennstoffen. Betrug die Produktion europaweit im Jahr 2000 knapp 1,4 Millionen Tonnen, werden für 2003 bereits 13 Millionen Tonnen, also knapp das Zehnfache, vorausgesagt.

Bundesgütegemeinschaft Sekundärbrennstoffe e. V.
Drei Jahre vor der Gründung des europäischen Normungsausschusses für "Solid recovered fuels" wurde in Deutschland die Bundesgütegemeinschaft Sekundärbrennstoffe e. V. (BGS) gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität von Sekundärbrennstoffen, hergestellt aus getrennt oder gemischt erfassten heizwertreichen nicht gefährlichen Abfällen, zu sichern. Es wurde, ausgehend vom Schwermetallspektrum der 17. BlmSchV, ein Wertelevel definiert und ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem aus Eigen- und Fremdüberwachung entwickelt. Vom RAL, dem deutschen Institut für Qualitätssicherung und Kennzeichnung, wurde das QS-System der BGS anerkannt und ihr das Recht verliehen, das Gütezeichen Sekundärbrennstoffe an Unternehmen zu verleihen, die Sekundärbrennstoffe entsprechend den Güte- und Prüfbestimmungen herstellen.


Zementwerk
Die Zementindustrie geht immer mehr dazu
über, fossile Brennstoffe durch
Sekundärbrennstoffe zu ersetzen






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