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Aktion "Sicherer Auftritt": Anni Friesinger sprintet für die BG

Am 28. April, dem Internationalen Tag der Arbeitssicherheit, starteten die gewerblichen Berufsgenossenschaften in Berlin ihre bundesweite Präventionskampagne"Sicherer Auftritt". Mit dieser Kampagne sollen die Sturzunfälle bei der Arbeit innerhalb von zwei Jahren um 15 % gesenkt werden. Gesprächspartner bei der Eröffnungsveranstaltung waren der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaft, Klaus Hinne, der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Dr. Walter Eichendorf, der Exekutivdirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Karl Tapiola und die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin im Eisschnelllauf, Anni Friesinger. Die Veranstaltung fand in der Eissporthalle im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen statt.
Stolpern, Ausrutschen, Stürzen - so harmlos es klingt, so gravierend sind die Folgen: Jeden Tag verunglücken rd. 1.000 Menschen in Deutschland durch einen Sturz bei der Arbeit. Damit ist jeder 5. Arbeitsunfall eine Folge von Stolpern, Ausrutschen und Stürzen. 5.000 dieser Unfälle führen pro Jahr zu Dauerschäden. Die gewerblichen Berufsgenossenschaften wollen jetzt bundesweit mit dieser groß angelegten Aktion den Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen zu Leibe rücken, da sie schon seit Jahren ein Schwerpunkt im Unfallgeschehen darstellen.
Die Kampagne "Aktion Sicherer Auftritt" erstreckt sich über zwei Jahre und ist der deutsche Beitrag zur weltweiten Kampagne "Safety culture at work" der internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Organisation der Vereinten Nationen. Die ILO begrüßt und unterstützt diese auf Nachhaltigkeit ausgelegte Initiative der Berufsgenossenschaften, die auf innovative Weise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die häufigsten Unfallursachen in Industrie und Verwaltung aufmerksam macht. Dieser flächendeckenden branchenübergreifenden Aktion kommt sicherlich eine Vorbildfunktion für zukünftige Präventionskampagnen weltweit zu.
Die Eisschnelllaufolympiasiegerin Anni Friesinger startet diese Aktion. Sie betonte, dass sie jeden Tag erlebe, dass kleine Unaufmerksamkeiten oder nur ein kleiner Ausrutscher schwere Folgen haben können - nicht nur beim Eisschnelllauf. Deshalb findet sie die Präventionskampagne der Berufsgenossenschaft so wichtig und unterstützt sie. "Richtiges Fallen und Stürzen will halt gelernt sein."
Die Berufsgenossenschaften wollen mehr als bisher auf das eigene Verhalten der Menschen setzen. Ohne den erhobenen Zeigefinger wollen sie Unternehmer und Arbeitnehmer für die unterschätzte Gefahr von Sturzunfällen sensibilisieren. Werbemotive, die persönlich betroffen machen, sollen darüber hinaus die allgemeine Öffentlichkeit ansprechen. Dazu dienen Traffic-boards auf 200 Bussen in über 90 Städten bundesweit. Zeitgleich starten die Berufsgenossenschaften in den Betrieben branchenspezifische Einzelkampagnen. 2.500 Präventionsexperten werden in rd. 700.000 Betriebsbesichtigungen das Thema vertiefen. Ergänzt wird die Aktion durch ein umfangreiches Informationsangebot im Internet unter www.sicherer-auftritt.de und in den Magazinen der Berufsgenossenschaften. Für eilige Nachfragen wurde eine "BG-Infoline" unter der Rufnummer 01805/188088 eingerichtet. Weitere Informationen sind auch unter www.stbg.de zu erhalten.
Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hegenbart, StBG


Anni Friesinger bei der Auftaktveranstaltung
Anni Friesinger bei der
Auftaktveranstaltung






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