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Neue Unfallanzeige ab August 2002

Die neue "schlankere" Unfallanzeige   Die Übermittlung einer Unfallanzeige an die Berufsgenossenschaft verfolgt verschiedene Ziele, unter anderem die Sicherung der Ansprüche des Verletzten und die Auswertung der gesammelten Daten im Hinblick auf Prävention.
Die seit fast 30 Jahren unveränderte Unfallanzeige wurde nun überarbeitet; der Inhalt des neuen Formulars richtet sich nach der Unfallversicherungs- Anzeigeverordnung (UVAV) vom 23. Januar 2002, die am 1. August 2002 in Kraft getreten ist. Der neuen Version liegt eine gründliche Überprüfung der Erfahrungen mit den bisherigen Daten zugrunde. Bei der Entwicklung wurde jedes Feld daraufhin geprüft, ob die Angaben entbehrlich sind oder durch die Berufsgenossenschaft selbst ermittelt werden können, um die Unternehmen so weit wie möglich zu entlasten und die Unfallmeldung unbürokratischer zu gestalten.
Hierzu einige Beispiele: Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt kann durch die BG ermittelt werden und wird daher in der neuen Unfallanzeige nicht mehr abgefragt. Die Zahl der Kinder des Versicherten wie auch die Betriebsnummer des Unternehmens beim Arbeitsamt haben sich nach Prüfung als nicht ausreichend relevant für die Bearbeitung und Auswertung durch die Berufsgenossenschaft erwiesen und wurden daher ersatzlos gestrichen. Insgesamt stehen den bisher 41 Feldern der alten Fassung 28 Felder in der neuen Version gegenüber. Feld 17 der neuen Unfallanzeige bietet ausreichend Raum für eine ausführliche Schilderung des Unfallhergangs; hier soll auch angegeben werden, an welcher Maschine bzw. Anlage sich der Unfall ereignet hat.
Neue Medien wie CD-ROMs spielen auch bei der Organisation der Arbeitssicherheit eine immer größere Rolle. Damit Unfallanzeigen nun auch mit entsprechender Software bearbeitet werden können, ist die Farbe des Formulars nicht mehr verbindlich festgelegt.
Die Unfallversicherungs-Anzeigeverordnung ermöglicht nun auch die Übermittlung der Daten auf elektronischem Weg, sofern alle erforderlichen Angaben übermittelt und Datenschutzbelange berücksichtigt werden. Hier betreten die Berufsgenossenschaften eine Plattform, die den Anforderungen gerecht wird und die direkte Übermittlung per Internet zulässt.
Die neue Fassung der Unfallanzeige finden Sie unter www.stbg.de [Formulare] in den Formaten Microsoft Word und PDF. Die Dokumente lassen sich am PC ausfüllen und ausdrucken.




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