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[Die Industrie der Steine + Erden]






Back to the roots: Steinexpo 2002 wieder in Homberg/Nieder-Ofleiden

Steinexpo-Logo Nach einem kurzen Intermezzo in Wülfrath im Jahre 1999 hat die Messeleitung der Steinexpo in enger Abstimmung mit den fachlich-ideellen Partnern beschlossen, mit der in dreijährigem Turnus stattfindenden Demonstrations-Messe nun wieder zum bewährten Konzept der umfassenden Darstellung aller bei der Rohstoffgewinnung beteiligten Bereiche zurückzukehren. Entsprechend lautet das Motto der diesjährigen Steinexpo ab 4. September "Back to the roots - zurück nach Homberg/ Nieder-Ofleiden".
Zur Steinexpo 2002 sind rund 160 Aussteller mit etwa 285 vertretenen Marken angemeldet. Die Palette der präsentierten Bereiche reicht von Lade- und Transportgeräten über die Aufbereitungstechnik bis hin zum äußerst vielfältigen Bereich der Dienstleistungen, umfasst also wieder das komplette Spektrum der Rohstoffgewinnung, -aufbereitung und -wiederaufbereitung.
Der Bereich der mobilen Aufbereitungstechnik wird dabei einen Schwerpunkt der diesjährigen Steinexpo darstellen. Der wirtschaftlichen Situation der Bauindustrie folgend und den Marktchancen angepasst wird auch der After-sales-Bereich besonders stark vertreten sein. An Ausstellungsflächen sind derzeit rund 30.000 m2 belegt. Als Vergleich: 1999 waren es nur rund 17.000 m2.



Demonstration unter realen Bedingungen

Grundidee der Steinexpo ist es, Maschinen und Anlagen so weit möglich in der aktiven Demonstration vorzustellen.
Die Geräte sollen im praxisnahen Einsatz ihr Leistungspotential für jeden erkennbar zeigen können. Für die diesjährige Steinexpo belegen auch die bislang vorliegenden Anmeldefakten eindeutig die Attraktivität dieses Messe-Typs: Von den 30.000 m2 Ausstellungsflächen werden annähernd 22.000 m2 von Demonstrationsflächen in Anspruch genommen, d. h. auch in diesem Jahr werden zahlreiche Aussteller ihre Produktneuheiten live vorführen.
Auf rund 6.500 m2 Freigeländefläche werden sich jene Aussteller präsentieren, die Ihre Anlagen, Maschinen und Dienstleistungen nicht live zeigen können (z. B. Sprengstoffhersteller).
Für Aussteller, die überwiegend Dienstleistungen anbieten, werden Großhallen von ca. 2.200 m2 Grundfläche gebaut, was einer Nettofläche von ca. 1.600 m2 entspricht.

Das Messegelšnde


Information für Steinexpo-Besucher
Ort: Homberg/Nieder-Ofleiden
Termin: 4. - 7. September 2002
Öffnungszeiten: 9:00 - 18:00 Uhr
Eintrittspreis: 20 Euro
Auskunft: Geoplan GmbH
Tel: (0 72 29) 606 - 30
ACHTUNG: Helmtragepflicht

Der Stand der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft
befindet sich im Pavillon 1, Stand-Nr. PI/125


Anfahrt zur Steinexpo
Nieder-Ofleiden liegt in Oberhessen, 80 km von Frankfurt/Main entfernt.
Anreise aus Südwesten: BAB A5 Basel-Hamburg, Abfahrt Homberg/Ohm
Anreise aus Bayern: BAB A7 Würzburg-Bad Hersfeld bis Hattenbacher Dreieck, dann BAB A5 Richtung Frankfurt bis Abfahrt Homberg/Ohm
Anreise aus Norden und Nordosten: BAB A7/A5 Hamburg-Basel bis Abfahrt
Homberg/Ohm Anreise aus Nordrhein-Westfalen: BAB A45 Dortmund-Gießen bis Abfahrt Lich, dann auf Gegenfahrbahn der A45 zurück bis Gambacher Kreuz, dort auf BAB A5 Richtung Kassel bis Abfahrt Homberg/Ohm
Anreise aus Sachsen und Thüringen: BAB A4 und BAB A5 bis Abfahrt Homberg/Ohm




Fachlich-Ideelle Träger der Steinexpo

Eine Messe der Größenordnung der Steinexpo ist natürlich auf die Unterstützung fachlich-ideeller Träger angewiesen. Dies sind im einzelnen:
  • der Bundesverband Naturstein-Industrie e.V. (BVNI),
  • der Verband der Baumaschinen-Ingenieure und -Meister e.V. (VDBUM),
  • die Union Européenne des Producteurs de Granulats (UEPG), der europäische Kies-, Sand- und Schotterverband,
  • die Bundesvereinigung Recycling-Bau e.V.


Europas größter Basalt-Steinbruch Nieder-Ofleiden wurde nicht als Messegelände erschlossen. Das bedingt eine intensive ingenieurtechnische Planung und Betreuung der Demonstrations-Messe. Vermessungen waren und sind vorzunehmen, Stand- und Netzpläne zu erstellen, die Messe-Infrastruktur (Strom, Wasser, Verpflegung, Besuchertransport etc.) zu planen, der Auf- und Abbau der Messeexponate im Zeitablauf zu betreuen, die Demonstrationen vorzubereiten - dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der Aufgaben eines Expertenteams aus Bergbau-Ingenieuren, das die Steinexpo seit ihrer Gründung betreut.
In Abstimmung mit dem Inhaber des Steinbruchs Nieder-Ofleiden, der "Mitteldeutsche Hartstein-Industrie GmbH", kann im September eine Vielzahl dieser Besucher näher am Messegelände, d. h. im Steinbruch selbst parken. Allerdings können dort längst nicht alle Besucher untergebracht werden, so dass auch die bewährten Außenparkplätze mit Bus- Shuttle-Zubringer zur Verfügung stehen. Auch im Internet zeigt die Steinexpo Präsenz. Interessierte können sich hier unter www.steinexpo.de über alles informieren, was rund um die Steinexpo von Bedeutung ist.




Steinexpo-Aussteller kündigen interessante Neuheiten an


Obwohl sich zur Steinexpo 2002 nicht alle namhaften Hersteller von Erdbaumaschinen und Aufbereitungsanlagen angemeldet haben, versprechen die bislang vorliegenden Vorberichte dennoch eine Vielzahl interessanter Messeinnovationen.
Im Folgenden stellen wir daher einige Produkte vor, die von den Herstellern angekündigt wurden und auf der Steinexpo zu sehen sein werden.



Atlas Copco: Ein Roboter zum Sprenglochbohren

Auf der kommenden Steinexpo zeigt ein Bohrgerät erstmals Gefühl. In Nieder-Ofleiden präsentiert Atlas Copco das erste vollautomatische Raupenbohrgerät mit online-geregelter Leistungsabstimmung. Einmal eingerichtet, teuft dieses ROC D7C Sprengbohrlöcher zwischen 64 und 115 mm Durchmesser selbsttätig ab - gerade, schnell und sehr präzise. Das "C" in der Modellbezeichnung steht für ein CAN-Datenbus-Netzwerk, über das der Bordrechner ständig über das Zusammenspiel von Bohrhammer (18 kW) und Gestein auf dem Laufenden ist und die Bohrarbeit automatisch den Gegebenheiten anpasst. Das Ergebnis ist ein maximaler Bohrfortschritt bei langer Standzeit des Bohrstahls. Da das Raupenbohrgerät auch in Arbeitspausen und bei Schichtwechseln selbsttätig weiterbohrt, steigt die Produktivität um bis zu 15 Prozent, wie Atlas Copco versichert. Auf der Steinexpo wird die Innovation live zu erleben sein.



Versenkhammer und Schnellbohrkronen von Karbo Karnebogen GmbH

Karbo wird auf der diesjährigen Steinexpo neben den bekannten Schnellbohrkronen mit dem speziell geformten Kronenkopf und den individuell verschiedenen Hartmetallbestückungen in diesem Jahr erstmals einen neuen 3"-Versenkhammer, der nicht nur, wie bisher mit höherem Druck bis zu 24 bar gefahren werden kann, sondern schon ab 8 bar seine volle Leistung erbringt. Der Karbo K 35 E (3") ist für universelle Bohreinsätze mit einer Druckluftversorgung von 8 bis 24 bar und Kompressoren mit einer Leistung von 66 l/sec. oder mehr ausgelegt. Alle Hämmer kommen als Standard mit einem verschlossenen Spülstopfen zum Versand. Wenn Bohrbedingungen eine erhöhte Spülung der Bohrung erfordern, kann dieser Stopfen durch Spülstopfen mit zusätzlicher Spülbohrung ausgetauscht werden. Der Versenkhammer hat ohne Bohrkrone ein Gewicht von 19 kg. Der Außendurchmesser beträgt 79 mm, die Länge des Versenkhammers 680 mm. Der Bohrbereich reicht von 90 bis 105 mm Durchmesser.
Neben dieser Innovation stellt Karbo auch seine bekannten Schnellbohrkronen, die jetzt auch für 5"-Versenkhämmer lieferbar sind aus und zeigt tragbare Ankerbohrmaschinen im Baukastensystem und die neuen NUMA-Versenkhämmer aus den USA.


Versenkhammer K 35 E
Versenkhammer K 35 E




Sandvik präsentiert neu formierte Gruppe auf der Steinexpo 2002

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Sandvik AB, Schweden, von der Metso Corporation wesentliche Teile im Bereich "Crushing und Screening" der Svedala Industri übernommen und den Geschäftsbereich Sandvik Rock Processing formiert.
Damit stellt sich der Sandvik Geschäftsbereich"Mining und Construction" des allseits bekannten schwedischen Konzerns mit den Markenprodukten Broyt, EJC, Rammer, Sandvik Rock Tools und Toro weltweit neu auf.
Mit ihren Brechern "Made in Svedala/ Schweden", Siebmaschinen, Aufgebern, Originalverschleiß- und Ersatzteilen, Werksservice sowie dem Anlagenbau der Sandvik Rock Processing, präsentiert die Sandvik Tamrock GmbH, Essen, erstmals ihr komplettes Produktprogramm.
Das Unternehmen nutzt die attraktive Demonstrationsmesse, um neben den Aufbereitungsaggregaten auch seine Bohrgeräte, Abbruchhämmer und Abbruchscheren vorzustellen.
Im Steinbruch Nieder-Ofleiden ist seit einem dreiviertel Jahr ein Bohrgerät Pantera 900 von Sandvik Tamrock im Einsatz. Insofern hat man gewissermaßen ein Heimspiel. Nach Aussage des Betreibers bringt das neue Pantera-Bohrgerät mit Außenlochhammer bei gleichbleibender Bohrlochqualität einen deutlichen Produktionszuwachs als das früher eingesetzte Bohrgerät mit Imlochhammer. Das Bohrgerät überzeugt durch seine geräumige Kabine für den Bohrmeister. Diese Ergo Pro Kabine ist mit Klimaanlage, Heizung, verbesserter Schallisolierung und Radio ausgestattet. Dass die Kabine mit einer Roll-Over-Protection Structure (ROPS) sowie Falling Object Protection Structure (FOPS) ausgestattet ist, versteht sich von selbst. Über die Joystick-Steuerung, die in den Armlehnen eingebaut ist, lassen sich verschiedene Arbeitsabläufe ermüdungsfrei steuern. Das Bohrgerät verfügt über eine Hilfseinrichtung zur Einmessung der Bohrlöcher. Neigung und Tiefe können somit exakt bestimmt werden. Über die Lafette und das Stangenmagazin, welches für die Aufnahme von 3,66 m und 4,27 m langen Bohrstählen ausgelegt ist, kann eine maximale Bohrtiefe von 32 m erreicht werden. Der Bohrlochdurchmesser beträgt 89 bis 127 mm. Die neue Bohrstangengröße mit 60 mm Querschnitt - Sandvik 60 - verfügt über eine um 65 Prozent erhöhte Biegesteifigkeit als die alten 51 mm Stangen, was entscheidend zur Richtungshaltigkeit der Bohrlöcher beiträgt.


Bohrgerät Pantera 900
Bohrgerät Pantera 900





Schöpfrad mit automatischer Dosierung

Die Fritz Stichweh GmbH ist auf der Steinexpo mit ihrem gesamten Lieferprogramm vertreten. Als Neuentwicklung werden die Besucher über ein Schöpfrad mit automatischer Dosiereinrichtung informiert, mit welchem eine erhebliche Verbesserung der Sandqualität erreichbar ist.
Besonders am Oberrhein wird immer mehr aus größeren Tiefen gebaggert, wobei die Sandqualität in Folge des hohen Feinsandanteils und einem hohen Anteil an abschlämmbaren Bestandteilen nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Die abschlämmbaren Bestandteile im Rohsand betragen zum Teil bis zu 20 Prozent und müssen auf unter 1 Prozent reduziert werden.
Je nach Verwendungszweck muss eine Dosierung des Sandes mit einer Genauigkeit von +/- 3 Prozent erfolgen, die durch die patentierte Schichthöhenmessung auf den Entwässerungssieben und die damit verbundene, automatische Klappeneinstellung erfolgt. Somit können gleichzeitig drei verschiedene Sande hergestellt werden. Mit Hilfe eines Rechners (speicherprogrammierbare Steuerung) können weitere Rezepte für diverse Anforderungen mit mehr oder weniger Feinsandanteil gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden.
Im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an die Sandqualität bei bestehenden Werken, die zumeist mit einem großen Wasserbedarf verbunden ist, kommt das patentierte "Brauchwasser-Recycling"-Verfahren zum Einsatz, wobei bis zu 60 Prozent des Frischwassers eingespart werden können. An einer bestimmten Stelle wird der Schöpfradwanne das Brauchwasser entnommen und in den Vorwaschkanal geleitet. Es erfolgt eine intensive Voreinweichung und Durchmischung des Materials mit Recyclingwasser. Die besondere Form des Vorwaschkanals ergibt einen überaus guten Auflösungs- und Vorwascheffekt, da das Aufgabegut nicht direkt, sondern über mehrere Materialumlenkungen auf die nachfolgende Siebmaschine gegeben wird.


Gesamtansicht der neuen Sandaufbereitung anstelle einer früher eingesetzten Sand- und Entwässerungsschnecke
Gesamtansicht der neuen Sandaufbereitung anstelle
einer früher eingesetzten Sand- und
Entwässerungsschnecke





Innovationen und Bewährtes von Powerscreen und BL-Pegson

Christophel, Powerscreen und BLPegson können auf eine lange Erfolgsgeschichte auf dem Deutschen Markt zurückblicken. Die ersten Maschinen wurden Mitte der siebziger Jahre durch Powerscreen ausgeliefert.
Auf der diesjährigen Steinexpo zeigt Christophel auf dem Stand A 17 erstmalig in Deutschland den Prallbrecher Trakpactor 428 als Kombianlage mit integrierter Nachsiebmaschine für Einsätze im geschlossenen Kreislauf - also mit integrierter Überkornrückführung. Die Maschine kann wahlweise als Vor- oder Nachbrecher eingesetzt werden.
Der Maxtrak 1300 Kegelbracher verfügt über Rollenlagerung und wird ohne Zwischenabsiebung der Feinanteile direkt hinter dem Vorbrecher eingesetzt und erzeugt 250 bis 350 t doppelt gebrochenen Fertigproduktes. Das kettenmobile Gerät wird auf einem Bogiefahrwerk ausgeliefert und ist binnen 30 Minuten einsatzbereit.
Natürlich bietet BL-Pegson auch den passenden Vorbrecher für die Kegelserie. Auf der Steinexpo wird der Premiertrak 1.100 x 650 mit hydraulischer Spaltverstellung gezeigt. Mit der Titan 1400 wird bereits sechs Monate nach dem Erscheinen der Titan 1800 der kleinere Bruder vorgestellt. Über den offenen Bandaufgeber wird dem Sieb vornehmlich feines und mittelgrobes Material zugeführt. Für schwerere Einsätze wird der Aufgeber mit Kettenförderer angeboten.
Außerdem präsentiert Christophel die neue Trommel 600, die über Vibrorost und Kettenlaufwerk verfügt. Durch den Tausch des kompletten Trommelkörpers kann die Maschine auf alle Einsatzbereiche optimal angepasst werden.
Der Turbo Chieftain 1400 rundet das Ausstellungsprogramm bei Christophel ab.


Mehrtrak 1100 x 650 und Maxtrak
Mehrtrak 1100 x 650 und Maxtrak





Neues aus der innovativen Ideenschmiede UTN: das Brechsystem DuETTO

Im Aufbereitungsprozess von Naturgestein hat sich ein mindestens zweistufiger Brechprozess mit üblicherweise zwei verschiedenen Brechsystem bewährt. Die Umwelt-Technics-Nord GmbH (UTN) aus Norderstedt bei Hamburg experimentiert und entwickelt bereits seit Jahren erfolgreich speziell im Bereich der Bauschutt- und Betonzerkleinerung. Bekanntestes Produkt dieser Entwicklungen ist die Prallbrecheranlage UTN 300 CoBRA, mit der UTN die These, dass die Endprodukt-Korngröße bei einem Prallbrecher vom Brechspalt zwischen Schlagleiste und Prallwand abhängig ist, widerlegt hat.
Jüngstes Produkt ist nun ein neuartiges Brechsystem, das zwei bekannte Einzelsysteme zu einer Einheit zusammenfügt: Auf kompakte Weise werden hier ein reiner Nachbrecher (konzipiert als Prallbrechstufe mit lediglich einer pendelnden Prallwand) mit einem reinen Vorbrecher (konzipiert als Backenbrechstufe) direkt verbunden . Im Sommer 2001 wurde der Prototyp der Baugröße 3 in Betrieb genommen. Kenngrößen dieses Brechers sind die Backenbrechstufe mit 900 x 650 mm Einlauföffnung und eine Prallbrechstufe mit 1.000 mm Durchmesser x 1.000 mm Breite. Die Ergebnisse aus dem Probebetrieb übertrafen alle Erwartungen der Entwicklungsingenieure. Das neue System DuETTO erreichte im Stahlbeton Werte von 250 t/h. Die Gründe für diese Überlegenheit liegen für Fachleute auf der Hand. Die Vorteile von Backenbrecher und Prallbrecher werden in einer Maschine zusammengeführt - gleichzeitig werden die typbedingten Nachteile der einzelnen Brechsysteme durch die Kombilösung eliminiert. Auf der Steinexpo 2002 soll der Fachwelt jetzt das Vorserienmodell der Baugröße DuETTO 3 präsentiert werden.
Man darf gespannt sein, ob diese wirkliche Neuentwicklung den Brechbetrieb in mobilen Recyclinganlagen, aber möglicherweise auch in stationären Aufbereitungsanlagen, in Zukunft nachhaltig beeinflussen wird.


DuETTO der Baugröße 3 auf Raupenfahrgestell
DuETTO der Baugröße 3
auf Raupenfahrgestell





Körperschalldiagnose von Kiepe Elektrik zur Maschinenüberwachung

Unvorhergesehene Stillstände wegen Schäden an Maschinen und Anlagen verursachen hohe Kosten. Ein bewährtes Prinzip der Fehlerfrüherkennung an neuralgischen Punkten ist die Überwachung des Körperschalls. Wozu erfahrene Mechaniker in der Lage sind, das soll jetzt auch durch automatische Systeme möglich sein: Die Veränderung im Frequenzspektrum von Bauteilen nicht nur zu erfassen, sondern möglichst auch automatisch zu beurteilen, mit dem Ziel, fundierte Aussagen über deren Zustand zu treffen.
Einfache Systeme zur Körperschallüberwachung erfassen den Mittelwert des Schwingungssignals. Um frühzeitige Aussagen über den Zustand einzelner Maschinenkomponenten zu erhalten, ist jedoch eine Frequenzanalyse erforderlich. Bisherige Systeme arbeiten mit Beschleunigungssensoren, die einen relativ schmalen Frequenzbereich abdecken. Das Detektieren von Frequenzen oberhalb 1,5 kHz und das Überwachen langsam drehender Maschinen (< 20 Hz) ist problematisch.
Diese Restriktionen bisheriger Überwachungssysteme sind durch die Nutzung innovativer Technologien jetzt beseitigt. Mit Vibrosys steht jetzt ein erprobtes Online-Überwachungssystem zur Verfügung, welches zwei herausragende Merkmale besitzt. Die Funktion des patentierten Sensors basiert auf dem piezoelektrischen Effekt in einer Folie. Ohne die bisher notwendige seismische Masse ist der neue Sensor äußerst robust, einfach und schnell zu montieren und misst in allen drei Achsen gleichzeitig im Frequenzbereich von 0 bis 150 kHz. Das zweite Merkmal ist die kontinuierliche Echtzeitauswertung des Messsignals durch schnelle Fouriertransformation (FFT) in der Auswerteelektronik. Aus diesen beiden Merkmalen resultieren niedrige Investitions- und Betriebskosten. Das System analysiert selbständig die Maschinengeräusche und erkennt zuverlässig, auch bei störenden Umgebungseinflüssen, problematische Betriebszustände.


Körperschallsensor Vibrosys
Körperschallsensor Vibrosys






Neues Wägesystem für Radlader von PAT

Das MC 400 Wägesystem der PAT-Gruppe, Ettlingen, ist jetzt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt als "Selbsttätige Waage für Einzelwägungen (SWE)" zertifiziert worden. Mit dieser Bauartzulassung können mit dem MC 400 ermittelte Mengen von Sand, Kies, Abfall, Aushub, Abbruchmaterial sowie Zuschlagstoffe in Baustoffaufbereitungsanlagen unmittelbar an den Kunden abgerechnet werden. Mit dem PAT MC 400 ist es möglich, den Schaufelinhalt eines Radladers ohne Unterbrechung des Ladevorgangs zu ermitteln. Beliebig viele Einzelladungen können addiert und abgespeichert werden. Die Bedienung des Systems ist für den Radladerfahrer aufgrund der klaren Symbole und der logischen Menüführung einfach.
Mit Hilfe der Last-Bucket-Funktion (letzte Schaufel) erfolgt der Ladevorgang auf bis zu 10 kg genau. Die spezielle Druckersteuerung ermöglicht Ausdrucke von Ladebelegen nach individuellen Erfordernissen direkt auf der Maschine. Die auf das MC 400 abgestimmte Software PCS (Production-Control-System) erlaubt die Verwaltung der Materialumschläge von bis zu 99 Radladern.
Neben dem MC 400 Wägesystem präsentiert die PAT-Gruppe, die als Tochtergesellschaft der Aditron AG zum Technologiekonzern Rheinmetall gehört, auch das neue DPR-System von Krüger Systemtechnik, welches zuverlässige Daten über Bohr- und Rammvorgänge liefert. Das PAT Produkt- und Leistungsspektrum reicht von Baumaschinenelektronik über Verkehrstelematiksysteme bis hin zu einem umfassenden Servicenetz.


Dynamisches Wägesystem MC 400
Dynamisches Wägesystem MC 400





Meldgaard Handel verbessert den Service

Der Generalimporteur der VEI Schaufelladerwaage, die Firma Meldgaard Handel GmbH, hat ihr Servicekonzept für den deutschen Markt erheblich verbessert. Hierzu ist man eine Partnerschaft mit nahezu 20 Waagenbauunternehmen eingegangen, die man durch eigene Servicekräfte stets aktuell informiert und permanent weiterbildet. Hierdurch ist es gelungen, in einem dichten Servicenetzwerk kompetente Ansprechpartner für die Kunden bereit zu stellen. Geringe Fahrtkosten bei schneller Reaktion sind für den Kunden ebenso von Vorteil wie die Betreuung der gesamten Wägetechnik des Unternehmens aus einer Hand.
In Nieder-Ofleiden präsentiert man die eichfähige Radladerwaage Helper P 5, die mit internem oder externem Drucker erhältlich ist und sich durch eine einfache Bedienung und hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Serienmäßig kann die Radladerwaage 680 Kunden und 40 Produkte speichern. Optional ist auch die Übertragung der Daten über eine RS 232 Schnittstelle möglich, so dass die Einbindung in komplexe Systeme möglich ist.


Helper 5
Helper 5





Neue Gurtzentrierstation sorgt für Geradeauslauf

Gummi-Stricker aus Münster ist Lieferant für Gummi-, Wellen- und Kunststofffördergurte. Daneben gehören Förderbandabstreifer, Förderbandzubehör, Verschleißschutz sowie Freihandtechnik zum Lieferprogramm.
Auf der Steinexpo 2002 wird im Pavillon 1, Stand 1.02 ein neues System mit der Bezeichnung "manuzent-Gurtzentrierstation" ausgestellt, das dem unerwünschten Gurtschieflauf entgegenwirkt und sich bereits in der Praxis bewährt hat.
Gurtschieflauf wird durch viele verschiedene negative Einflüsse verursacht, wie z. B. einseitige Aufgabe des Fördergutes, schlecht ausgerichtete Gurttrommeln, beschädigte Trommelbeläge, Anbackungen an Tragrollen und Trommeln oder nicht fluchtende Gurtverbindungen. Besonders wichtig ist dabei ein stabilisierter Gurtlauf im Untertrum vor der Umlenktrommel. Ein im Aufgabebereich außermittig laufender Gurt kann zusammen mit einer einseitigen Aufgabe des Fördergutes eine erhebliche Verstärkung des Schieflaufs bewirken. Die Folgen sind nicht selten die starke Beschädigung der Gurtkanten durch das Anlaufen an andere Anlagenkomponenten.
Die manuzent-Zentrierstation wird ca. 3 bis 5 Meter vor der Umlenktrommel montiert. Das System ist permanent im Eingriff und setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
  • Die konische Geometrie der äußeren Rollen macht sich das Prinzip der"balligen Trommel" zu Eigen. Der Gurt bewegt sich immer zum größeren Durchmesser hin
  • Der mittig angesetzte Drehpunkt der Rollenkonsole bewirkt eine dem Gurtschieflauf entgegengesetzte Bewegung und eine sofortige Reaktion.
  • Der spezielle Rautenbelag sorgt bei geringstem Verschleiß für einen optimalen Reibschluss zwischen Rollen und Gurt. Schnee, Reif und Regen werden durch die Rautenkanäle abgeführt und haben keinen Einfluss auf die Funktion des manuzent-Systems. Für große Bandbreiten und hohe Fördergeschwindigkeiten sind auch Rollen mit einem Gummi/Keramik-Belag erhältlich.

Das System Gummi-Stricker verzichtet auf den Einsatz von Seitenführungsrollen. Beschädigungen der Gurtkanten werden somit ausgeschlossen. Die Gurtzentrierstationen können sowohl auf der Trag- als auch auf der Laufseite des Fördergurtes eingesetzt werden. Auch bei Steilfördergurten ist die Verwendung möglich.
Außer dem manuzent-System wird Gummi-Stricker bei der Steinexpo auch ein System zur Verschleißminimierung bei der Förderbandreinigung im Reversierbetrieb präsentieren, welches unter der Bezeichnung manuflex-Förderbandabstreifer vertrieben wird.


Das manuzent-System wirkt permanent
Das manuzent-System
wirkt permanent


Konische Trommeln
Konische Trommeln





Innovative Fördertechnik in Modul-Bauweise von VHV Anlagenbau GmbH

Die VHV Anlagenbau GmbH aus Hörstel zeigt auf der Steinexpo im Freigelände innovative Fördertechnik in Modul-Bauweise. Präsentiert werden u. a.: Steil- und Senkrechtförderer mit glatten Gummigurten, Bandwaageneinsatzmöglichkeiten unter 40° Steigung, Wellkantenanlagen, Förderbandkomponenten zum preiswerten Eigenbau sowie das komplette Zubehörprogramm. Außerdem informiert der Spezialist über seine Konzepte zur Anlagenplanung und Projektierung.



Transportband-Verbindungssysteme von Anker-Flexco GmbH

Weltweit im Einsatz sind die Transportband- Verbindungssysteme von Anker- Flexco. Neben diesen Verbindungssystemen, die für leichte und schwere Transportbänder angeboten werden, hat Flexco auch weiteres Förderbandzubehör im Programm, wie z. B. Bandabstreifer, Pflugabstreifer, Seitenabdichtungssysteme, Bandzentrierstationen, Trommelbeläge oder Schraubstollen.
Mechanische Transportbandverbinder vereinfachen die Wartungs- und Reparaturarbeiten. Im Vergleich zum Vulkanisieren (heiß oder kalt), können mechanische Verbinder einfacher, schneller und witterungsunabhängig montiert werden. Die Anlagenstillstandszeiten werden reduziert - die Produktivität gesteigert. Mechanische Verbinder können vom eigenen Wartungspersonal oder auch von externem Fachpersonal montiert werden.
Bei Transportbändern mit geringem Spannweg, bei Bändern, die häufig zu Reinigungszwecken abgenommen werden müssen, bei Förderanlagen im Dauerbetrieb, bei Förderanlagen, deren Länge der Transportaufgabe angepasst werden muss oder bei Förderanlagen bei konstruktionsbedingt erschwerter Zugänglichkeit empfiehlt sich sogar die Verwendung mechanischer Verbinder.
Bei schweren Transportbändern mit synthetischen Bandzugträgern war früher meist nur das Vulkanisieren möglich. Heute können auch diese Transportbänder einfach und schnell mit mechanischen Verbindern verbunden werden. Zur Verfügung stehen entweder lösbare Verbinder mit Kupplungsstäben oder nicht lösbare Verbinder (Plattenverbinder). Abhängig von der Bandbreite und der Banddicke können die meisten mechanischen Verbinder in weit weniger als einer Stunde montiert werden. Das Vulkanisieren dauert bei idealer Temperatur und Luftfeuchtigkeit oft 4 bis 6 Stunden. Außerdem können abgenutzte und ältere Bänder meist nicht vulkanisiert werden. Mechanische Verbinder können im Vergleich zur Vulkanisation mit einfachsten Montagewerkzeugen, meist vom eigenen Wartungspersonal, installiert werden. Beschädigungen oder Abnutzungen lassen sich leicht erkennen, eine vorbeugende Instandhaltung ist also hier möglich.


Transportbandverbindung
Transportbandverbindung





Goodyear präsentiert Reifen für den Steinbruch

Mit dem EM-Radialreifen RT-3B präsentiert Goodyear einen neuen, nicht laufrichtungsgebundenen Spezialreifen für Radlader, Grader und andere Arbeitsmaschinen, die unter normalen bis mittelschweren Einsatzbedingungen ihren Dienst verrichten. Hauptvorteil der modernen, mit dem Industrie-Code L/G3 versehenen Produktfamilie: noch größere Resistenz gegen Beschädigungen von außen und deutlich geringerer Verschleiß. Der neue RT-3B wurde als Einstern-Konstruktion für Radlader der 2,0 bis 4,5 m3-Klasse konzipiert. In Zweistern-Klassifizierung eignet er sich je nach Größe für Dumper mit Nutzlasten von bis zu 35 t. Damit eignet sich der Neue besonders gut als Bereifung für rückverladende Maschinen im Steinbruch. Dank seiner besonders breiten Gürtelabdeckung und des zentralen Mittelblocks mit abgewinkelten Profilstollen, die auch den Abrollkomfort verbessern, bietet er einen erhöhten Schutz gegen Beschädigungen, wie sie z. B. durch scharfkantige Steine im felsigen Untergrund verursacht werden können. Zugleich erhöhen abgerundete Kanten innerhalb der Profilrillen die Fähigkeit des Pneus zur Selbstreinigung, während ein zusätzlicher Seitenwandschutz die Flanken vor Verletzungen bewahrt.
Daneben präsentiert Goodyear auf der Steinexpo 2002 auch Spezialreifen für schwere Muldenkipper mit Nutzlasten von 40 und 65 t sowie moderne EM-Radialreifen in der Standardgröße 26.5 R 25, die für Radlader in der Rückverladung in der Klasse von 4,0 bis 4,5 m3 bzw. als Zweistern-Konstruktion für knickgelenkte Dumper im verschleißintensiven Transporteinsatz geeignet sind.



Verschleißschutzplatten-Technik von Castolin Eutectic

Der Verschleißschutzspezialist Castolin GmbH präsentiert in Nieder-Ofleiden ein Spektrum seines umfangreichen Verschleißschutzsortimentes. Neben dem PTA-Brennersortiment für die Plasma-Schweißsysteme, dem umfangreichen Spektrum an Castolin-Zusatzwerkstoffen für Reparatur, Instandhaltung
und Fertigung stehen für den Bereich der Steine und Erden-Industrie vor allem die CDP (CastoDur Diamond Plates) im Mittelpunkt des Interesses. Ob in Steinbrüchen, Berg- oder Straßenbau, ob in der Bau- oder Recycling-Industrie, der Stahl- oder Zement-Industrie - das Problem liegt auf der Hand: wo härtester Maschineneinsatz gefragt ist, zollen Verschleißteile täglich ihren Tribut. Das Ergebnis sind oft lange Maschinenstillstandszeiten und extrem hohe Ersatzteilkosten.
Mit den CDP-Verschleißschutzplatten bietet Castolin eine Applikation an, die höchste Wiederstandsfähigkeit gegen Abrasion und Schlageinwirkung aufweist. Die Kombination von vielfacher Einsatzmöglichkeit, niedrigem Gesamtgewicht, günstigem Preis sowie einfacher Verarbeitung und Montage ist entscheidend. Die Verschleißschutzplatte wird als Standardplatte geliefert und bevorzugt für den Verschleißschutz an Schaufelbaggern, Kettenförderern, Förderschächten, Muldenkippern, Übergabeschurren sowie bei Radladern eingesetzt. Die Platte ist in ihrer Grundabmessung von 1.245 mm x 2.735 mm in den Stärken 6, 8 und 10 mm verfügbar und wird auf dem Stand von Castolin gezeigt.



Betriebswirtschaftliche Daten Geocodiert von Praxis Software AG

Betriebswirtschaftliche Statistiken werden üblicherweise mit grafischen Ausdrucken oder endlosen Listen aus den heute gängigen EDV-Systemen erzeugt. Die Praxis Software AG geht hier neue Wege. Mit der Entwicklung WDVMAP ist es zukünftig zusätzlich möglich, Mengen und Umsätze auf einer geocodierten Landkarte anzuzeigen. Hinter allen Stammdaten, Baustellen, Werken, Mitbewerberwerken, Kunden, Interessenten, Angeboten, Aufträgen und Projekt-Vorplanungen können die Einstellungen hinterlegt werden. Entsprechend den Massen oder Umsätzen verändert sich die Darstellung der einzelnen grafischen Elemente. Damit wird es auf einen Blick möglich, im jeweiligen Vertriebsgebiet Materialströme zu verfolgen und Auftragsverschiebungen zu erkennen.
In einer weiteren Version dieser Software, die demnächst verfügbar sein soll, werden diese Informationen auch über das Internetmodul WDVWEB für jeden, der eine Zugangsberechtigung hat, verfügbar sein.




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