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Deutsche Kalkindustrie sagt "Ja" zum Klimaschutz

Die Deutsche Kalkindustrie lud Politik und Presse zum 11. Juni nach Berlin. Die Veranstaltung sollte die Öffentlichkeit für den Grundstoff "Kalk" sensibilisieren und belegen, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie weiterhin am besten geeignet ist, Kilmaschutz und internationale Wettbewerbsfähigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Der "Emissionshandel" habe nicht nur existenzbedrohende Auswirkungen auf die deutschen Kalkwerke, sondern führe überdies zu einer weiteren Belastung des Weltklimas.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte der Vorsitzende des Bundesverbandes der deutschen Kalkindustrie, Klaus Schaefer, das breite Einsatzspektrum von Kalkprodukten im Alltag vor.
Anschließend erläuterte Dr. Klaus Bock die Technik der Kalkherstellung in Deutschland, bei der die weltweit effizientesten Brennverfahren angewandt werden. Schließlich schilderte Dr. Gert Leidner die konkreten Auswirkungen des Emissionshandels am Beispiel seines Unternehmens in Goslar.
Sollte die CO2-Richtlinie eingeführt werden, werde sich Kalkproduktion zwangsläufig in CO2-handelfreie Regionen verlagern mit der Folge einer Steigerung der CO2-Belastung. "Durch den Import der zwingend notwendigen Kalkprodukte aus diesen Ländern wird die CO2-Belastung allein durch den Transport steigen. Ausserdem sind die CO2-Emissionen der deutschen Kalkindustrie durch die optimlerte Brenntechnik niedriger als in den CO2-handelsfreien Regionen," so die Position der Deutschen Kalkindustrie. Nicht nur die Preise für Kalkprodukte werden so erheblich ansteigen, auch der Verlust vieler Arbeitsplätze und die Bedrohung zahlreicher mittelständischer Unternehmen sei unausweichlich.
Im Rahmen der mit Bundesregierung geschlossenen Vereinbarung zur Klimavorsorge hat sich die deutsche Kalkindustrie verpflichtet, die spezifischen CO2-Emissionen je Tonne Kalk für den Zeitraum von 1990 bis 2005 um bis zu 15 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel ist bereits heute fast erreicht.




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