www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 4/02 > Stationäre und mobile Brecher

[Die Industrie der Steine + Erden]






Stationäre und mobile Brecher

Moderne Brecher zeichnen sich durch perfekte Verarbeitung, stabile und durchdachte Konstruktionen, hohe Leistung, niedrige Verschleißkosten, einfache Handhabung und Verwendung von qualitativ hochwertigen Komponenten aus. Dabei stehen zur Zeit leicht versetzbare, semimobile Brechanlagen im Mittelpunkt der Anlagenoptimierung.


Die Zeppelin-Kombianlage - Brecher- und Siebanlage auf einem Laufwerk - verarbeitet das Rohmaterial auf engem Raum bis zum Fertigprodukt
Die Zeppelin-Kombianlage - Brecher- und Siebanlage
auf einem Laufwerk - verarbeitet das Rohmaterial auf
engem Raum bis zum Fertigprodukt





Qualität, Charme und erstklassiger Service als Erfolgsparameter

In Bernau, wenige Kilometer nördlich der Berliner Stadtgrenze, investierte ein mittelständisches Baustoffrecyclingunternehmen vor wenigen Monaten in eine neue mobile Brechanlage. Eine seltene Nachricht in diesen kargen Zeiten, doch der GEAB Bernau GmbH gelang es, wirtschaftlich so klug zu agieren, dass die Anschaffung einer neuen Brechanlage der Maschinenfabrik Liezen und Giesserei GmbH selbst unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen möglich wurde. Erfahrungen mit dem Einsatz wirtschaftlicher Aufbereitungstechnik sammelte das Unternehmen bereits seit sieben Jahren.
1995 wurde eine erste radmobile MFL-Brechanlage zur wirtschaftlichen Zerkleinerung nichtkontaminierter mineralischer Bauschuttfraktionen angeschafft. Diese Maschine, ein Backenbrecher nach dem Doppelkniehebelprinzip, wurde seitdem im Zweischichtbetrieb weitgehend unter Volllast gefahren. Aufgrund der positiven Betriebserfahrungen wurde jetzt eine raupenmobile Brechanlage, Typ STE 108-75/T, bei MFL in Auftrag gegeben. Der neue Einschwingen-Backenbrecher mit Kniehebeltechnik liefert bereits in der einstufigen Zerkleinerung ein überzeugendes, kubisches Produkt.
Bei einer Aufgabeöffnung von 1.080 mm x 750 mm liegt die maximale Aufgabestückgröße der zu zerkleinernden mineralischen Abbruchmassen bei 1.000 mm x 650 mm. Der durchschnittliche Stundendurchsatz beträgt etwa 300 t in Abhängigkeit von Aufgabematerial und Spaltweite. Bei Spaltweiten zwischen 50 und 200 mm wird ein Kornspektrum zwischen 0/80 bis 0/300, je nach Wunsch und Spaltweite erzielt. Die Spaltverstellung ist durch das Einlegen von Futterblechen bzw. durch andere Kniehebelplattenlängen in kürzester Zeit möglich.
Der Aufgabebunker aus hochverschleißfesten 12-mm-Stahlblechen fasst ein Volumen von 7 m3 Material. Eine Vorabsiebung, ausgeführt als Vibrationsförderrinne, entlastet mit einem Zweistufenrost den Brecher von Feingut < 50 mm, welches über ein Reversierförderband unterhalb des Bunkers ausgetragen wird. Freigelegte Armierungen und andere sperrige Metallbestandteile werden kontinuierlich über eine Biegezone in die Förderrichtung des Hauptaustragsbandes gezwungen und hier letztlich über einen Magnetabschalter seitlich in einen Container ausgetragen. Das gebrochene Mineralgut wird vom Hauptaustragsband schließlich einer nachgeschalteten mobilen Siebanlage übergeben. Um ständig über die Förderleistung informiert zu sein, hat sich der Auftraggeber zudem für die Integration einer Bandwaage in die Stahlkonstruktion des Hauptaustragsförderbandes entschieden. Die elektrische Ausrüstung besteht neben dem Schaltkasten mit der SPS-Steuerungseinheit, dem Frequenzumformer und dem wichtigen Not-Aus-Taster auch aus Bedienkassetten zur Fernsteuerung des Fahrwerkantriebes und der Vibrationsförderrinne. Für den Antrieb sämtlicher Arbeitseinheiten sorgt ein integriertes 240 kVA Dieselaggregat.


Raupenmobile Brechanlage STE 108-75/T
Raupenmobile Brechanlage STE 108-75/T





Rubble Master vielseitig einsetzbar

Seit seiner Markteinführung vor gut einem Jahr, hat der Rubble Master RM 80 seine Vielseitigkeit längst bewiesen. Die Anlage wurde als mobile Brechanlage für die Aufbereitung von Bauschutt konzipiert. In der Praxis hat sich dieser Kompakt-Recycler aber auch bereits für andere Einsätze bestens bewährt, wie zum Beispiel für die Aufbereitung von Müllverbrennungsschlacke.
Die gestellte Aufgabe lag darin, die MV-Schlacke von eisenhaltigen Verunreinigungen zu befreien, um so einen wertvollen Baustoff zu gewinnen. Die per Bagger aufgegebene Schlacke wurde im Brechergehäuse der Prallmühle derart angeschlagen, dass sich die in der Schlacke eingeschlossenen Eisenanteile einwandfrei lösten. Diese wurden dann von einem Überbandmagneten erfasst und ausgetragen.
Die Zielsetzung bei der Konstruktion dieser Maschine waren die Anforderungen aus der Praxis: Kompaktheit für Einsätze auch auf beengtem Raum, hohe Mobilität, störungsfreies Arbeiten bei hoher Durchsatzleistung, einfache Bedienung, unkomplizierte Wartungsmöglichkeit, hohe Umweltverträglichkeit.
Und so verfügt die Anlage über geringe Abmessungen und das Einsatzgewicht beträgt lediglich 17 t bis 22 t, je nach Ausführung.
Um eine höchstmögliche Mobilität zu erreichen, ist die Brechanlage auf einem selbst angetriebenen und ferngesteuertem Raupenlaufwerk montiert. Wahlweise wird die Anlage aber auch als Hakenliftgerät oder auf hydraulischen Stützbeinen geliefert. Die Rüstzeit der Brechanlage dauert nicht länger als 10 Minuten. Das ist vor allem dann außerordentlich interessant, wenn die Anlage oft umgesetzt werden muss.
Die Beschickung der Anlage erfolgt vorzugsweise per Bagger oder aber auch per Radlader. Durch die geringe Höhe des Aufgabetrichters, können auch klei nere Ladegeräte eingesetzt werden. Der Betrieb der Maschine wird vom Baggerfahrer ferngesteuert, so dass kein zusätzliches Bedienpersonal erforderlich ist. Um einen kontinuierlichen, störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, ist der Brecher mit dem einzigartigen "Release System" ausgerüstet, das eventuelle Verstopfer im Brecher in Sekunden beseitigt. So ausgerüstet werden Leistungen bis zu 150 t/h erzielt. Dabei können Kantenlängen bis etwa 700 mm aufgegeben werden.


Rubble Master RM 80
Rubble Master RM 80





Trakpactor 428 im Moränen- und Recyclingeinsatz

In den Endmoränengebieten Norddeutschlands bilden Sand und Kies die Basis der Rohstoffversorgung für die Bauindustrie. Darüber hinaus hat sich Recyclingmaterial zunehmend als Alternativprodukt zu Schottertragschichten entwickelt. Dabei setzt der Kampf um das hochwertige Abbruchmaterial bereits häufig auf der Baustelle ein. Hier sind also Aufbereitungsmaschinen gefragt, die nachfolgende Forderungen erfüllen: Maximale Mobilität, geringste Rüstzeiten, problemlose Verarbeitung von großen Aufgabestücken und hohe Leistung. Anforderungen, die der Trakpactor 428 von BL-Pegson erfüllt.
Diese Maschine verfügt über einen robusten, feststehenden Aufgabetrichter mit langer Förderrinne. Neben der Baggerbeschickung ermöglicht die lange Rinne auch eine Radladerbeschickung, wie sie für die wirtschaftliche Abwicklung kleinerer Maßnahmen unerlässlich ist. Die Rinne ist über Funksteuerung bedienbar. Das zweistufige Rost beinhaltet ein integriertes Maschensieb. Hier werden Feinanteile entzogen und durch eine Wendeklappe komplett oder anteilig auf das Seitenband gesteuert. Herzstück der Anlage ist der 428 Prallbrecher.
Das Aufgabegut gelangt durch die 1.100 x 720 mm große Einlauföffnung in das erste Prallwerk. Über elektrische Messinstrumente wird der Füllstandsgrad des Prallwerkes gemessen. Bei Überfüllung schaltet die Aufgaberinne die Zufuhr automatisch zu oder ab. Die individuelle Einstellung der beiden Prallwerke sichert eine gleichmäßige hohe Auslastung des Brechers bei geringem Verschleiß. Über die Aufprallplatte gelangt das abgebremste Brechkorngemisch auf den 1.000 mm breiten, rissfesten Abzugsgurt, der auf 3.300 mm aufhaldet. Die Maschine wird von einem 225 KW starken CAT-Dieselmotor angetrieben. Mit 30 t Gesamtgewicht, 3,40 m Transporthöhe und 2,70 m Transportbreite, ist die Maschine problemlos umsetzbar.


Trakpactor 428
Trakpactor 428





Aufbereitungstechnik von Zeppelin

1999 wurde die aus Prallbrechern bestehende Produktpalette der Zeppelin Baumaschinen GmbH erweitert. Die Backenbrecher der Firma GIPO mit der Typenbezeichnung ZB 0960 R/RV und ZB 1170 R/RV wurden in das Lieferprogramm übernommen. Hierbei handelt es sich um Einschwingen Backenbrecher mit einer Maulweite von 900 mm x 600 mm bzw. 1.100 mm x 700 mm, die für die Aufbereitung von Recyclingmaterial und hartem Naturstein konzipiert wurden.
Alle Brecheranlagen sind zum besseren Transport mit abklappbaren dreigeteilten Trichterwänden ausgestattet. Die Aufgaberinne mit Spaltrostvorabsiebung, stufenlos einstellbarer Rinnengeschwindigkeit und Funkfernsteuerung bis 30 m, ermöglicht eine kontinuierliche Brecherbeschickung und Steuerung des Materialflusses. Über eine Steuerventil kann die Brechbackengeschwindigkeit einfach reguliert, und so das Einzugsverhalten des Backenbrechers optimal auf das Brechgut eingestellt werden. Die Anlagen sind komplett diesel-hydraulisch und werden von einem Caterpillar-Dieselmotor 3306 DITA mit 212 KW angetrieben.
Durch die Auswahl verschiedener Optionen können die Backenbrecheranlagen zusätzlich für die speziellen Einsatzbedingungen des Kunden ausgerüstet werden. Für den Eisenaustrag im Recyclingmaterial kann der Permanent-Magnetabscheider durch einfaches Umstellen am Bedienhebel, das Eisen je nach Bedarf, links oder rechts vom Hauptaustrageband austragen. Ein Doppeldecker-Vorsieb zwischen Aufgaberinne und Brechereinlauf (Ausführung RV), ermöglicht die Trennung von Feinmaterial vor dem Brecher in zwei Fraktionen.
Die Feinfraktion kann über einen hydraulisch klappbaren oder starren, beidseitig vom Aufgabetrichter einsteckbaren Gurtförderer seitlich ausgetragen werden. Die Mittelfraktion wird am Brecher vorbei über einen Bypass auf den Austrageförderer aufgegeben und mit dem gebrochenen Material ausgetragen. Mit Hilfe der Drehrichtungsreversierung, der angetriebenen Brechbacke, kann der Brecher bei Verstopfern durch Holz oder bindige Materialanteile etc. ohne zeitaufwendiges Leerräumen des Brecherraumes wieder leer gefahren werden. Die in diesem Jahr weiter verbesserte Spaltverstellung erleichtert, neben den großzügig gestalteten Wartungsklappen, die tägliche Wartung der Backenbrechanlage. Einfach zugängliche und übersichtliche Bedienelemente runden das Bild ab.


Gipo-Backenbrecher ZB 0960 R/RV im Lieferprogramm von Zeppelin
Gipo-Backenbrecher ZB 0960 R/RV
im Lieferprogramm von Zeppelin





Wirtschaftlicher halbstationärer Betrieb mit mobiler Brechanlage

Die R. Zens GmbH produziert Abbruchmaterial, bereitet sie auf und verarbeitet die Produkte überwiegend auf eigenen Baustellen. Der Erdbau-Unternehmer Zens ist der beste Kunde des Abbruchunternehmers Zens. Ausgerüstet ist das Unternehmen mir einer raupenmobilen Brecheinheit Nordberg LT95, die Ende des vergangenen Jahres von der Metso Minerals GmbH, Düsseldorf, auf dem deutschen Markt eingeführt wurde - als sechsundzwanzigstes Modell einer Typenreihe, die ein Leistungsspektrum von 50 bis 2.000 t/h umfasst.
Mit ihrem Betriebsgewicht von 27 t liegt die neue Einheit zwischen der LT80 mit 25 t und der LT105, die 36 t auf die Waage bringt. Ebenso wie diese zeigt sie sich mit ihrem Backenbrecher universell bestückt - für den Steinbruchbetrieb ebenso geeignet wie für Recycling-Einsätze. Zens erhielt das erste in Deutschland ausgelieferte Exemplar und bewies damit Fabrikattreue, die Firma betreibt jetzt ihre dritte Nordberg-Mobilbrecher-Anlage.
Einsatz-Flexibilität ist ein wichtiges Standbein des Unternehmers, und das heißt einerseits, in der Lage sein, kleinere Bauschutt-Partien jederzeit annehmen und bis zur Verarbeitung zwischenlagern zu können. Und auch das aufbereitete Gut geht nicht ab Brecher sogleich an seinen Einbauort, sondern ist für den Verkauf verladefertig vorzuhalten. Das gilt umso mehr, als die Firma sieben Produkte, nämlich sechs Kornklassen anbietet: 0/8, 0/16, 0/36, 0/56, 0/70 und 32/x mm. Dazu ist ein ausreichend großes Lager erforderlich, und so betreibt die Firma den größeren Teil ihres Geschäftes auf einem 10.000 m2 großen Recyclingplatz mit Brecherhalle im Rheinhafen von Karlsruhe.
Zu 60 Prozent ihrer Einsatzzeit ist die mobile Brechanlage hier beschäftigt. Zum anderen aber gibt es Abbruchaufträge, bei denen die Aufbereitung mit Hinblick auf den Auftragsumfang oder die Umstände der Ausführung besser am Anfallort der Abbruchmassen zu bewältigen ist. Auch häufige Ortswechsel sind damit ein normaler Bestandteil des Geschäftes von Zens, und aus diesem Zusammenhang ergibt sich, dass ausschließlich eine mobile Brechanlage den Anforderungen des Betriebes gerecht werden kann. Das allein aber würde nicht reichen. Die Eignung zu schnellem Auf- und Abrüsten, zügige Verladbarkeit, hohe Wendigkeit und gute Geländegängigkeit sind weitere unerlässliche Faktoren für wirtschaftliches Arbeiten, denn zwischen Abschalten hier und Wiedereinschalten dort verdient die Anlage kein Geld.
Mit ihrer vom Hersteller angegebenen Kapazität von maximal 200 m3/h ist die LT95 in der Lage, das Abbruchmaterial-Aufkommen von Zens in gemischtem stationären/mobilen Einsatz allein zu verkraften.
Metso Minerals baut in den LT95 den Einschwingenbrecher neuester Konstruktion Norderberg C95 ein, der mit einer Aufgabeöffnung von 930 x 580 mm für Stückgrößen von 450 mm geeignet ist und auf Spaltweiten bis zu 270 mm eingestellt werden kann. Wird der Brecher mit der hydraulischen Brechspaltverstellung ausgerüstet, kann das sogar ferngesteuert geschehen.


Raupenmobile Brecheinheit Nordberg LT 95
Raupenmobile Brecheinheit
Nordberg LT 95





Betriebsergebnisse vom neuen "intelligenten" Hazemag Prallbrecher

Die Firma Georg Bärnreuther Schotterwerke, Werk Oberachtel hat im Mai 2001 den neuen "intelligenten" Prallbrecher von Hazemag Typ AP-SMH 1112/GSE erstmals erfolgreich in Betrieb genommen. Dieser mit einem Rotordurchmesser von 1.100 mm und einer Rotorbreite von 1.200 mm ausgerüstete Sekundärbrecher hat eine Leistung von 150 t/h, wobei die Aufgabekörnung 22 bis 120 mm beträgt und eine Produktkörnung von 0-22 mm erreicht wird. In der Maschine werden gewaschener Kalkstein, später auch Dolomit aufbereitet.
Dieser Brecher ist mit zahlreichen Neuentwicklungen und Detailverbesserungen ein neuer Prallmühlentyp für die Sekundärzerkleinerung mit erheblich gesteigerter Wirtschaftlichkeit. Der Rotor dieser Maschine ist eine geschlossene Guss-Schweißkonstruktion und zeichnet sich durch ein sehr hohes Schwungmoment und geringe Verschleißanfälligkeit aus. Diese wird durch eine verdeckte Anordnung der Verschleißzonen erreicht.
Die Schlagleisten sind für einseitige Abnutzung mit hohem Ausnutzungsgrad konzipiert. Ihr somit reduziertes Gewicht macht ihre Handhabung sehr einfach. Ein Schlagleistenwechsel dauert in der Praxis nur ca. 50 Minuten pro Rotor und ist ohne besondere Zusatzwerkzeuge durchzuführen. Minimale Schlagleistenwechselzeiten und reduzierte Verschleißkosten ermöglichen auch den Einsatz des Rotors im Hartgestein.
Mit der "HAZtronic" verfügt der Brecher über ein komplett neues Hydrauliksystem für Aufhängung und Steuerung der Prallwerke. Hierbei liegen Zylinder und Steuerblöcke flach auf der Gehäuserückwand des Brechers und bieten erhebliche Platzvorteile beim Aufklappen des Gehäuses. Beim Auftreffen eines nicht brechbaren Fremdkörpers auf das erste Prallwerk, öffnet dieses schlagartig und sorgt gleichzeitig für eine synchrone Öffnung des zweiten Prallwerkes und der Mahlbahn. So wird das Risiko von Zerstörungen in der Maschine durch Fremdkörpereintritt deutlich reduziert. Mit Hilfe der Prallwerkshydraulik kann auch der Verschleiß der Schlagleisten kompensiert werden. Die Prallwerke werden dabei per Knopfdruck entsprechend dem Schlagleistenverschleiß dichter an den Schlagkreis des Rotors herangefahren. Natürlich lassen sich mit dieser Technik auch die Einstellungen der Prallwerke und damit die Produkte während des Betriebes verändern. Wenn die Maschine zusätzlich mit einem drezahlvariablen Antrieb ausgerüstet wird, können alle wesentlichen Parameter zur Beeinflussung der Fertiggutkörnung eingestellt werden.
Die Grafik zeigt Betriebsergebnisse der neuen Maschine. Die beiden abgebildeten Kurven zeigen die Bandbreite der Produkte, die nur durch Verstellung der Prallwerksspalte bei konstanter Rotorumfangsgeschwindigkeit zu erzielen sind.


Betriebsergebnisse des neuen Prallbrechers AP-SMH 1112/GSE
Betriebsergebnisse des neuen
Prallbrechers AP-SMH 1112/GSE





Große Leistung auf engstem Raum

Die Aufbereitung von Abbruchmaterial direkt auf der Baustelle ist in vielerlei Hinsicht eine wirtschaftliche Sache. Erspart sie doch dem Unternehmer Kipp- und Zukaufgebühren und reduziert die anfallenden Fahrtkosten. Nun hat man nicht auf jeder Baustelle die gleichen Platzverhältnisse, und ganz besonders eng geht es in manchen Wohngebieten zu. Für solche Anwendungsfälle bietet die Firma Beyer, Viernheim, jetzt zwei kleine, Diesel-elektrisch betriebene Brecher an. Der kleinere "Kompaktbrecher 500 x 350" ist zwar im Vergleich zu seinen Brüdern nur ein Winzling, doch er passt durch seine kompakte Bauweise in die kleinste Ecke. Auf Wunsch kann er als Pkw-Anhänger geliefert werden, denn sein Gewicht beträgt nur 3,5 t. Die Leistung dieses Kniehebelbrechers liegt bei ca. 25 t/h (material- und korngrößenabhängig). Vibro-Rinne und Austragsband sorgen für einen reibungslosen Arbeitsablauf. Sein größerer Bruder, der "Kompaktbrecher 700 x 500" ist ein klassischer Einschwingbrecher. Die Vibro-Rinne, mit einem Fassungsvermögen von ca. 2,5 m3, ist mit einer Vorabsiebung versehen. Ein reichhaltiges Angebot von Optionen wie Magnetband Abschalter, Haldenbandverlängerung, Wetterschutzdach stehen zur Verfügung. Die Leistung liegt bei ca. 60 bis 80 t/h. Mit einem Gewicht von 10 t und einer Zugöse für Lkw benötigt auch diese Maschine eine nur kleine Aufstellungsfläche. Rüstzeiten liegen bei beiden Mobilbrechern unter 10 Minuten.


Kompaktbrecher 500 x 350
Kompaktbrecher 500 x 350





Moderne Brechertechnik von SBM Wageneder

Mit mehr als 3.000 installierten Prallbrechern besitzt SBM Wageneder einen umfangreichen Erfahrungsschatz bei Konstruktion und Bau von diesen Zerkleinerungsmaschinen. Das Produktspektrum umfasst Maschinen, die für den Einsatz als Primär-, Sekundär- und Tertiärprallbrecher geeignet sind. Die Primärprallbrecher werden zur Zerkleinerung von weichem bis mittelhartem Naturstein, Asphalt, Beton mit Armierung und Bauschutt eingesetzt. Diese Maschinen sind für Durchsatzleistungen von 80 bis 1.000 t/h und für Aufgabegrößen von 500 bis 1.500 mm verfügbar. Bei diesen Anlagen können die beiden Prallschwingen hydraulisch verstellt werden. Die auftretenden Brechkräfte werden durch überdimensionierte Federn aufgenommen. Hydraulisch klappbare Gehäuse sowie extra große Wartungstüren und hydraulische Schlagleistenausdrückvorrichtungen ermöglichen eine einfach Instandhaltung.
Die Sekundärprallbrecher werden zur selektiven Zerkleinerung von weichem bis mittelhartem Naturstein eingesetzt. Diese Maschinen sind für Durchsatzleistungen von 40 bis 460 t/h und für eine Aufgabegröße bis 400 mm verfügbar. Sie zeichnen sich durch ähnliche Merkmale wie die Primärprallbrecher aus. Darüber hinaus ist bei diesen Anlagen das Endprodukt in einem sehr weiten Rahmen beeinflussbar und der Fülleranteil kann deutlich reduziert werden. Die anfallenden Feinanteile werden nach der ersten Zerkleinerungsstufe bereits ausgetragen und gelangen nicht in die Multizerkleinerungszone.
Die Tertiärprallbrecher schließlich werden zur selektiven Zerkleinerung und Kubizierung von weichem bis zähhartem Naturstein eingesetzt. Diese Maschinen stehen für Durchsatzleistungen von 40 bis 180 t/h und für Aufgabegröße bis 50 mm zur Verfügung. Tertiärprallbrecher von SPM Wageneder zeichnen sich durch geringste Verschleißkosten, bedingt durch die Zerkleinerung am Gutbett und durch eine optimale kubische Kornform des Endproduktes aus. Ein staubarmer Betrieb wird durch die patentierte, automatische Einlaufregelung erreicht.


Primärprallbrecher 13/13/4 RHS
Primärprallbrecher 13/13/4 RHS





Gipo SR 110 C mit innovativem Engineering

Von der Ammann Aufbereitung AG, CH-Langenthal, wurde jetzt ein gemeinsam mit einem Kunden weiterentwickelter stationärer Prallbrecher der Reihe Gipo in Betrieb genommen. Der Brechereinlauf kann von 1.075 x 925 mm auf 1.075 x 1.100 mm vergrößert werden. Die minimale Spaltbreite beträgt 30 mm, die maximale 200 mm. Beim hydraulischen Aufklappen des Brechereinlaufes - im Gehäuse integriert - öffnen sich beide Prallschwingen. Das bewirkt eine beachtliche Zeitersparnis beim Wechseln von Verschleißteilen. Rückwandig sind zwei Wartungstüren eingebaut. Die beiden Prallschwingen sind mit gegenseitig einzeln auswechselbaren Prallplatten aus Mangan-Hartstahl verstärkt. Die vordere Prallschwinge ist über zwei Hydraulikzylinder während des Betriebes abhebbar, wodurch Materialverstopfungen im Prallraum ohne Stillstand der Anlage beseitigt werden können. Die hintere Prallwand ist über die hydraulisch betätigte Sicherheits-Spaltverstelleinrichtung stufenlos verstellbar.
Der Schlagkreisdurchmesser beträgt 1.300 mm, die Rotorbreite 1.055 mm. Ein Betonfundament trägt den Aufgabetrichter - Fassungsvermögen 5,5 m3 - und das Vorsieb, das auf einem stabilen Rahmen montiert ist. Ein eigens dafür eingerichtetes Förderband - vom Oberdeck der Siebmaschine kommend - dient der Rückführung des Überkornmaterials in den Aufgabetrichter. Durch diese Überkornrückführung kann mit einem größeren Brechspalt gefahren werden, was wiederum Vorteile in der Brechleistung, im geringeren Verschleiß sowie im wirtschaftlicheren Füllungsgrad des Prallbrechers mit sich bringt. Mit der so modifizierten Gipo-Brechanlage können Gesteinsbrocken bis zu 70 x 70 cm verarbeitet und ca. 1.000 m3 klassifiziertes Fertigprodukt an einem Arbeitstag hergestellt werden.


Wageneder Gipo-Brechanlage in der Schweiz
Wageneder Gipo-Brechanlage
in der Schweiz





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