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[Die Industrie der Steine + Erden]






Tempo bei Brückensanierung

Zwei Schichten an sechs Tagen in der Woche – Schwerstarbeit leisten die vom Schweinfurter Bauunternehmen Glöckle auf der A 7 eingesetzten Bagger und Radlader. Drei der fünf Fahrspuren plus Standstreifen einer 35 Jahre alten und 350 m langen Autobahnbrücke sind zwischen Mitte Mai und dem 1. Juli 2000 zu sanieren. Die Zeit drängt.
Zunächst hämmern und schaben die Maschinen – zwei RH 8, ein RH 6.5, zwei MH 6 sowie ein L 8 – den Straßenbelag ab. Parallel dazu entfernen sie die aus armiertem Beton bestehenden Kappen. Die so gewonnenen „Freiflächen“ auf der Brückenoberseite werden kugelgestrahlt „...um alle Reparaturstellen besser erkennen zu können“, erläutert Bauleiter Clemens Mühr.
22 Mann von Glöckle und acht Subunternehmer sind im Dauereinsatz, denn die 7000 m2 Fahrbahnbelag auf der Klöffelsbergbrücke müssen nicht nur fachgerecht abgetragen werden, nach der Sanierung muss Glöckles Arge-Partner Strassing-Limes fristgerecht die Abdichtung und Schwarzdecken einbauen. Auftraggeber für diese aufwendige Maßnahme ist die Autobahndirektion Nordbayern, Dienststelle Würzburg. Die Spezialisten von Glöckle sind enge Terminvorgaben gewohnt, denn als eines der größten privaten Bauunternehmen in Unterfranken, so berichtet Gerhard Keßler, Leiter der MTA, werden sie immer dann herangezogen, „wenn richtig was los ist“.
Die Maschinentechnik ist heute der Schlüssel zum Erfolg. Wichtigster Partner für Erdbaumaschinen ist seit den 60erJahren Orenstein & Koppel. Die Radlader vom L 8 bis zum L 45, die Mini-, Mobil- und Raupenbagger bis zum RH 8 sowie der Grader F 106 A – alle sind in RAL 5012 lackiert und bilden die „blaue Glöckle-Flotte“.
Die Maschinen genießen aufgrund ihrer robusten Konstruktion, der problemlos funktionierenden Elektronik und der hervorragenden Betreuung durch die zuständige Niederlassung in Fürth einen untadeligen Ruf bei diesem Großkunden, der in seiner nach ISO 9001 zertifizierten Werkstatt nicht nur alle Wartungs- und Umrüstarbeiten erledigt, sondern auch penibel Buch über Verbrauch, Verschleiß und Verfügbarkeit jeder einzelnen Maschine führt. Gerhard Keßler hält nur die notwendigsten Ersatzteile vor – alles andere kommt bei Bedarf im Nachtsprung aus dem O&K-Logistikzentrum in Dortmund „... und belastet damit nicht unseren Etat.“
Bei Auswahl und Ausstattung der Maschinen haben die Fahrer ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Alban Dotzel, seit 37 Jahren bei Glöckle, freut sich besonders über die großzügige, gut belüftete Kabine und die feinfühlige Steuerung seines im November 1999 angeschafften MH 6, der die ersten 650 Stunden klaglos heruntergespult hat. Baumaschinenprofi Keßler urteilt aus einem anderen, ebenso wichtigen Blickwinkel – nämlich von der Konstruktions- und Wartungsseite. Lob finden die auf der Ausleger-Oberseite montierten Hydraulikzylinder beim Verstellausleger: „Da kann kein Zylinder beim Beladen eines Kippers mit hohen Bordwänden beschädigt werden. Solche Detaillösungen überzeugen mich, weil sie Werkstatt- und Reparaturkosten erheblich reduzieren.“

Das Bauunternehmen Glöckle sanierte an der A 7 mehr als 7000 Quadratmeter Fahrbahnbelag Seit November 1998 hat der L 45 schon mehr als 3500 Stunden harte Arbeit in Mischboxen, an Aufgabetrichtern und bei der Rückverladung geleistet
Das Bauunternehmen Glöckle sanierte
an der A 7 mehr als 7000 Quadratmeter
Fahrbahnbelag
Seit November 1998 hat der L 45 schon mehr als
3500 Stunden harte Arbeit in Mischboxen, an
Aufgabetrichtern und bei der Rückverladung
geleistet




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