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[Die Industrie der Steine + Erden]






Fazinierend wie immer: Die Stone + tec 2001

Design pur – der schickste Stand? Am 27. Mai ging nach vier Messetagen die Stone + tec 2001, Internationale Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung, mit 63.233 Besuchern und 1.251 Ausstellern aus 56 Ländern im Messezentrum Nürnberg zu Ende. „Diese zwölfte Natursteinmesse in Folge hat eindrucksvoll unterstrichen, welch hohe Wertschätzung der Werkstoff Naturstein im Baugeschehen genießt“, so Walter Hufnagel von der NürnbergMesse.

Trotz der konjunkturell bedingten problematischen Lage der baunahen Gewerke in Deutschland, Teilen von Europa und anderen Regionen der Welt beurteilten auf der Stone + tec 2001 mehr als 60 Prozent der Besucher die derzeitige Situation und die Zukunftserwartungen als gleichbleibend mit leichten Aufwärtstendenzen.



Die Besucher

Und er dreht sich doch!   Rund drei Viertel der Fachbesucher gaben Deutschland als Herkunftsland an, hier vor allem die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Aus Europa dominierte der Besuch aus Österreich, Italien, Belgien und Polen, die stärksten asiatischen Besucherländer waren Indien, VR China, Japan und Korea. Die Internationalität der Stone + tec-Besucher hat sich damit gegenüber 1999 um einen weiteren Prozentpunkt gesteigert.
Die Hälfte der Besucher kam aus dem Handwerk, vor allem aus Natursteinwerken und Steinmetzbetrieben, mehr als 20 Prozent aus der Industrie und 12 Prozent aus dem Großhandel. Neben fast 50 Prozent selbständigen Unternehmern und Geschäftsführern sind die Besucher vor allem in der Fertigung und Produktion (37 Prozent) sowie im Einkauf (32 Prozent) tätig.
Neben Information und Neuheitenschau als traditionelle Hauptgründe für den Messebesuch spricht für die Qualität der Stone + tec 2001, dass 29 Prozent der Besucher mit konkreten Kaufabsichten nach Nürnberg kamen. Neun von zehn Besuchern sind nach eigenen Angaben an Beschaffungsprozessen in ihrem Unternehmen beteiligt.




Fünf Prozent Zuwächse

In diesem Jahr belegten 1.251 Aussteller (1999: 1.188) über 50.000 m2 Netto-Ausstellungsfläche (1999: etwa 48.500 qm). Die Stone + tec 2001 konnte damit Zuwächse von jeweils rund fünf Prozent gegenüber der Veranstaltung 1999 verzeichnen. Zwei Drittel der Aussteller kamen aus Ländern außerhalb Deutschlands nach Nürnberg. Nach Deutschland (430) waren die stärksten Ausstellerländer Italien (303), VR China (75) und Spanien (67), gefolgt von Frankreich (39), Österreich (28) und Indien (25).
Deutlich mehr als die Hälfte aller Aussteller bewertete ihren Gesamterfolg als gut bis sehr gut, weitere 35 Prozent als zufriedenstellend.



Die Sonderschauen

Stein zum Nachdenken Neben dem Blick auf die Angebotsvielfalt in den drei großen Ausstellungssegmenten Naturstein, Grabmal und Zubehör sowie Technologie und dem intensiven Fachdialog mit den Ausstellern war die Sonderschau „SteinAmbiente“ für viele Fachbesucher ein ausgesprochenes Highlight.
Thema bei über 20 bauausführenden Fachbetrieben auf über 1.000 m2 war hier der spannende Material-Mix von Naturstein mit anderen Werkstoffen wie Metall, Holz und Glas in edlem Design. Von traditionell bis avantgardistisch, von vertraut bis ungewöhnlich – Naturstein fordert und fördert die Kreativität.
Dombaumeister aus ganz Europa, die in der Vereinigung Dombaumeister e.V. organisiert sind, zeigten in ihrer Sonderschau mittels Multimedia, Text- und Bildtafeln sowie Exponaten aus ihren Dombauhütten Geschichte und Gegenwart ihres traditionsreichen Handwerks. Die Sonderschau Leben – Erinnern – Bewahren des Bundesinnungsverbands des Deutschen Steinmetz- und Bildhauerhandwerks (BIV) und des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV) führte den Besucher entlang eines "Lebens-Wasserlaufs" durch Fragen zu einer zeitgemäßen Friedhofskultur.



Ausgezeichnete Leistungen

Ebenfalls viel Beachtung fanden die zahlreichen Auszeichnungen, die während der Messe verliehen wurden. Hervorzuheben sind hier vor allem zwei Preise, die in besonderer Weise die Bandbreite des Umgangs mit Naturstein beweisen.
Mit dem Peter-Parler-Preis werden alle zwei Jahre zur Stone + tec beispielhafte Leistungen von Steinmetzen in der Denkmalpflege ausgezeichnet. Den Kreativpreis erhielt in diesem Jahr Dr. Michael Pfanner für die Restaurierung des Siegestores in München, den Konservierungspreis teilten sich Eduard Schnell für die Restaurierung der Klosterkirche St. Johannes der Täufer in Hechingen-Stetten und Klaus Vollmar für die Restaurierung der Siechkobelkapelle St. Peter und Paul in Nürnberg.
Zur Stone + tec 2001 wurde der mit insgesamt 60.000 DM dotierte Deutsche Naturstein-Preis zum zehnten Mal ausgeschrieben. Mit dem Neubau des 2000 eröffneten Neuen Museums Nürnberg, Staatliches Museum für Kunst und Design, wurde dieser europaweit hochgeschätzte Architekturpreis erstmals nach Nürnberg vergeben. Preisträger des Deutschen Naturstein-Preises 2001 ist der Architekt Volker Staab aus Berlin. Staab hat, so die Jury unter Vorsitz von Heinrich Pfeffer, Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA), mit seiner beispielhaften gestalterischen und technisch-konstruktiven Anwendung von Naturwerkstein in der Fassade ein hervorragendes Beispiel für zeitgemäßes Bauen in historischer Umgebung gegeben.
Die nächste Stone + tec findet turnusgemäß wieder in zwei Jahren vom 29. Mai bis 1. Juni 2003 im Messezentrum Nürnberg statt.

Kaum zu glauben: Stein schwimmt Edel in alle Richtungen Steinskulptur: immer wieder faszinierend
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