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[Die Industrie der Steine + Erden]






Neue Maschinen für die Natursteinbranche

Mit einem Umsatz von 400 Millionen DM im Jahr 2000 konnte der deutsche Maschinen- und Werkzeugbau für die Naturstein-Industrie ein Umsatzplus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr realisieren. Im Inland leidet die Branche seit Mitte 1995 unter der schwachen Baukonjunktur, die auch für das Jahr 2001 als weiterhin rückläufig eingeschätzt wird. Ab 2002 wird analog zu den Erwartungen für die Abnehmerbranchen mit einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung für den Maschinenbau gerechnet.


Der Umsatz der deutschen Naturstein-Maschinen-Hersteller wird weitgehend von den Auslandsorders getragen. Der Exportanteil lag für das Jahr 2000 bei 65 Prozent. Wichtigste Absatzmärkte waren dabei vor allem Westeuropa mit einem Anteil von 42 Prozent am Exportumsatz sowie Nordamerika mit 28 Prozent. Auch für 2001 stehen die Zeichen im Export gut. Mittelfristig werden für die Hersteller von Naturstein-Maschinen aber auch der Nahe und Mittlere Osten sowie Südostasien wieder interessant – diese Märkte auszubauen bleibt die Aufgabe der Zukunft.
Die in Nürnberg ausstellenden, weltweit dominierenden europäischen Naturstein-Maschinen-Hersteller und die Werkzeugindustrie für diesen Bereich haben mit ihren Präsentationen ihre Technologieführerschaft eindrucksvoll bewiesen. Innovationen in allen wichtigen Bereichen der Natursteinbearbeitung erlauben Produktivitätssteigerungen bei gleichzeitiger Recourcenschonung. In der Herstellung von Tranchen aus Rohblöcken mittels Seilsägen werden bei hoher Schnittgenauigkeit und verbesserter Schnittleistung nahezu unbegrenzte Schnitttiefen erzielt. Durch optimal auf diese Technologie ausgerichtete Diamant-Werkzeuge vermindert sich der Bearbeitungsaufwand deutlich. Dann eröffnen universell einsetzbare Bearbeitungszentren dem Anwender bei der Produktion von Küchenarbeitsplatten ebenso wie bei der Herstellung eines Grabmals enorme Rationalisierungspotenziale: In einer Aufspannung kann gesägt, gefräst, gebohrt, geschliffen und poliert werden.
Trends in der Naturstein-Industrie zeigen, dass Maschinen zur Bearbeitung vielseitig sein müssen. Je nach Produktionskapazitäten kommen komplette Anlagen, die von der Gewinnung bis zum Finish reichen, universelle Bearbeitungszentren mit CAD-Anbindung oder konventionelle Einzelmaschinen zum Einsatz. Damit erfüllt die Branche weit gefächerte Kundenanforderungen: Vom industriellen Massenproduzenten bis hin zum Steinmetzbetrieb.



Arbes Maschinenfabrik KG, 57223 Kreuztal-Krombach

Mit zahlreichen Neuigkeiten präsentierte sich dieser deutsche Hersteller auf der Stone+tec. Die Brückensäge M 400 dient als Grundmodell mit hoher Leistung für die Basisausstattung eines Steinmetz-Betriebes. Konzipiert wurde sie für die schnelle und wirtschaftliche Bearbeitung von Marmor, Granit und Betonwerkstein und zeichnet sich durch einfache Handhabung, hohe Zuverlässigkeit, große Wirtschaftlichkeit, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und zahlreiche Sonderausstattungen aus. Das serienmäßige Operation-Pendle von Siemens (OP 17) dient zur Eingabe der Maschinendaten und Bearbeitungsparameter sowie zur Anzeige des aktuellen Bearbeitungsstatus, der Leistungsdaten und Fehlermeldungen. Über das 8-zeilige Display behält der Bediener alle wichtigen Daten im Blick. Das lästige Einstellen von Endschaltern oder setzen von Reitern entfällt an dieser Maschine, da alle Achsen mit Messwerterfassungssystemen ausgestattet sind und der Bediener die Bewegungsbegrenzung bequem am Bedienpendel per Teach-In-Funktion vornehmen kann. Zwei Support-Ausführungen stehen zur Wahl:
  • starrer Support mit langer Arbeitswelle und Antrieb über Drehstrommotor mit Keilriemen,
  • Schwenksupport 0 - 50° mit Spezial-Kreissäge-Motor mit angebautem Sägeblatt-Flansch, wobei das Schwenken manuell oder auf Wunsch motorisch vorgenommen wird.

Die Brückensäge und Fräsmaschine M 700 CNC entstand auf der bewährten Basis der großen Brückensägen von Arbes. Es handelt sich um eine vielseitig einsetzbare Maschine mit moderner CNC-Steuerung. In Verbindung mit „Opticot für Windows“ aus dem Hause Schubert lassen sich Tranchen, Platten, Treppenstufen und Küchenarbeitsplatten schnell und zuverlässig bearbeiten. Ausgerüstet mit einem motorischen Drehtisch und Schwenksupport für Schrägschnitte von 0 - 90° lassen sich auch sämtliche Profilarbeiten bis hin zur Kugelherstellung vollautomatisch und kostengünstig erzeugen. Zusätzlich ist die Brückensäge- und Fräsmaschine mit einem Bohr- und Fräsaggregat versehen. Damit können z. B. Treppenstufen gebohrt und Außen- und Innenkanten von Tischen/Waschtischen mit Form- und Fingerfräsern bearbeitet werden. Da das am Schwenksupport angeflanschte Bohraggregat eine eigene Höhenverstellung besitzt, müssen die Sägeblätter zum Bohren oder Fräsen nicht entfernt werden. Optional kann die Maschine mit einem Werkzeugregal und automatischer Werkzeugwechselfunktion geliefert werden. Für den Antrieb der Antriebswelle stehen stufenlos regelbare Drehstrommotoren mit Leistungen bis zu 30 kW zur Verfügung. Das Bohraggregat leistet 5,5 kW bei 2.800 bis 10.000 U/min.
Zum Sägen von Tranchen und Zurichten großer und kleiner Blöcke aus Marmor oder Granit zeigte Arbes die Diamant-Seil-Säge M 925. Ausgereifte Technik und stabile Konstruktion garantieren hohe Schnittleistungen und größtmögliche Zuverlässigkeit. Die M 925 kann je nach Verwendungszweck und Aufstellmöglichkeit als stationäre Maschine mit automatisch verfahrbarem Blockwagen oder als fahrbare Maschine mit entsprechender Gleisanlage geliefert werden. Da die Maschine völlig neu konzipiert wurde, konnten sowohl die aktuellen Anforderungen der Werkzeughersteller als auch die der Anwender berücksichtigt werden. Servomotor und Kugelumlaufspindel für die Höhenverstellung, frequenzgeregelter Drehstrommotor für den Seilantrieb, präzise Seilspannvorrichtung, ein nahezu verschleissfreies, einstellbares Führungssystem und Schutzhauben aus rostfreiem Edelstahl unterstreichen den fortschrittlichen Stand der Technik dieser Neuentwicklung. Ein weiterer Vorteil für den Anwender ist die Bearbeitungsgröße der Maschine: Blocklängen von bis zu 4 Metern können bei einer Schnitttiefe von max. 2,2 Metern bearbeitet werden.

Die neue Brückensäge M 400
Die neue Brückensäge M 400


M 700 CNC
M 700 CNC




Burkhardt GmbH, 95444 Bayreuth

Eine neue Brückensäge unter der Bezeichnung 598 präsentierte der Bayreuther Hersteller. Die Brückensäge 598 sägt vielfältige Werkstückdicken für den Bauplatten- und Grabmalbereich. Das modulare Baukastenkonzept ermöglicht verschieden Ausführungsvarianten der gleichen Grundmaschine:
  • Sägeblatt von 400 bis 800 mm Durchmesser,
  • stufenlos regelbarer Sägewellenantrieb,
  • manuelles oder elektrisches Drehen des Sägewellenmotors um 90° für Längs- und Querschnitte,
  • manuelles oder elektrisches Schwenken des Sägewellenmotors für Schichtenschrägschnitte,
  • CNC-Steuerung,
  • CAD-Anbindung für z. B. Profilarbeiten, Aufteilprogramme.

Die Maschine wird von einem 15 kW-Motor, der frequenzgeregelt ist, angetrieben. Für den Längsvorschub und den Quervorschub sind jeweils 1,5 kW-Antriebe vorhanden. Als Steuerungsvarianten stehen eine SPS-Steuerung S 7 oder eine CNC-Steuerung 810 D von Siemens zur Wahl.
Neu ist zu dem die Konturseilsäge 584 K. Die fahrbare Säge kann beliebige CAD-konstruierte Konturen realisieren. Zu ihrem breiten Einsatzfeld gehört u. a. das Zurichten von Steinblöcken, das Sägen von Kanten, Profilen, Grabmalen, gebogenen Fensterstürzen und Treppenstufen. Aufgrund des schwingungsfreien und seilschonenden Maschinenlaufes werden die Werkzeugkosten positiv beeinflusst. Da die Seilführungsköpfe zum Kontursägen vollautomatisch drehbar sind, bleibt das Steil stets in Schnittrichtigung positioniert. Für die automatisierte Bearbeitung sorgen Einzel-Aufspannstationen. Als Optionen gibt es: Gleisabdeckung, VA-Schaltschrank und Schutzhaube, motorischer Seil-Längen-Ausgleich, Zentralschmierung, Postprozessor zur Aufbereitung der Konturdaten sowie CAD-Software und CAD-Arbeitsplatz. Die Anlage wird von einem 15 kW-Motor angetrieben, der frequenzgeregelt eine Seilgeschwindigkeit von 15 bis 40 m/sek. realisiert.

Kontur-Seilsäge 584 K
Kontur-Seilsäge 584 K




Diamant Boart GmbH, 40764 Langenfeld

Eine neue Handtrennsäge „Quickie Turbo 80“ mit speziellem Filtersystem zum flexiblen Einsatz auf Baustellen präsentierte Diamant Boart bereits auf der Bauma. Die Baustellensäge mit 2-Takt-Verbrennungsmotor kann zum Sägen von Rohren, Schneiden von Pflastersteinen, Bordsteinen, Ziegeln sowie zum Sägen von Böden eingesetzt werden. Schnitte werden mit hoher Präzision in vorhandenes Material durchgeführt. Ein spezielles Filtersystem schützt dabei den sensiblen Verbrennungsmotor. Das geringe Gewicht und die hohen Ansprüche an Ergonomie stellen Sicherheitsfaktoren dar.
Die Quickie Turbo 80 ist mit einem leistungsstarken Motor von 4,2 kW ausgestattet. Kurbelwelle und Pleuel des Motors sind aus Schmiedestahl, der Zylinder ist verchromt. Um das Eindringen von Staub in den Motor zu verhindern, besitzt der Quickie Turbo 80 einen Vorfilter aus geöltem Schaumstoff, der in wenigen Sekunden ausgewechselt werden kann. Zusätzlich schützen Papierfilter und ein Sicherheitssieb aus Nylon den Verbrennungsmotor. Zum Starten ist die Maschine so ausgelegt, dass sie sich einwandfrei sichern lässt. Das Starterseil besteht aus silikonbeschichtetem Nylon und ist feuchtigkeitsbeständig. Durch die optimale Gewichtsverteilung wurde eine leichte und dennoch robuste Bauweise realisiert. Der Scheibenschutz ist aus geschweißstem Aluminium. In Punkto Ergonomie ist vor allem die schwingungshemmende Vorrichtung und die gute Verteilung der Massen zu erwähnen, die dem Anwender die Arbeit erheblich erleichtern. Die Maschine ist mit Trennscheiben-Durchmesser von 300 bzw. 350 mm erhältlich.




Quickie Turbo 60
Quickie Turbo 60



Fickert + Winterling Maschinenbau GmbH, 95615 Marktredwitz

Unter dem Motto „Made in Oberfranken und neue Kreativität“ tritt Fickert + Winterling unter neuer Leitung an. Seit kurzem steht das Unternehmen unter der Leitung von Karl Landgraf (42) und Harald Seeberger (42), beide geschäftsführende Gesellschafter der neu gegründeten Gesellschaft.
In Nürnberg präsentierte man eine aktualisierte Produktpalette, bei der vor allem die neue fahrbare Brückenkreissäge LBS-625 auffiel. Sie stellt eine leistungsfähige und preisgünstige Alternative zum Sägen von großformatigen Natursteinplatten dar und ist bereits für weniger als 60.000 DM zu haben. Diese Support-Gleitführungen sind den hohen Belastungen bei Massivschnitten angepasst, wobei eine ausreichende Schnitttiefe zur Verfügung steht. Die Maschine ist mit handradbetätigter Brückenverstellung zur Schnittbreiteneinstellung mit Hilfe einer digitalen Messeinrichtung ausgestattet, wobei das Sägeblatt von 0 – 45° manuell geschwenkt werden kann. Außerdem verfügt sie über einen Granitstufenschnitt, eine Durchsägeautomatik und Richtlaser. Das Wasser zum Kühlen wird automatisch ein- und ausgeschaltet über ein Wassermagnetventil. Der Drehtisch ist 3.300 x 1.800 mm groß. Die Brückengleislänge beträgt standardmäßig 4.000 mm. Der Hauptantrieb leistet 11 kW bei 970 U/min.
Des Weiteren präsentierte Fickert + Winterling eine hochwertige fahrbare Brückensäge PFE 60 a1-Profil. Merkmale dieser Maschine sind: Schnittfolgeautomatik, Durchsägeautomatik, Schnittlängen „teach in“, Profilautomatik durch beliebig zusammensetzbare grafische Elemente wie Radien, Bogen und Linien in bestimmten Winkelanordnungen und automatische Schnittlegung mit Betonung der Profilkanten.

Fahrbare Brückenkreissäge Typ LBS-625
Fahrbare Brückenkreissäge
Typ LBS-625






Flow Europe GmbH, 64293 Darmstadt

Der weltweit führende Systemlieferant für Wasserstrahl- und Abrasivstrahl-Schneidtechnologie ist Flow Eurpoe. Anfang der 70er Jahre Kent (Washington) in den USA als Hochdruckpumpenhersteller gegründet, ist die Flow Technolgoie heute in vielen Industriezweigen für präzise Schnitte in 2D und 3D bekannt. Dabei erzeugen Pumpendrücke von 4.000 bar und mehr Wasserstrahlgeschwindigkeiten von rund 1.000 m/sek. Durch den Zusatz eines Schleifmittels (Abrasivstrahl-Schneidtechnologie) in den Wasserstrahl können auch harte Materialien wie Metalle, Stein, Glas oder Kunststoffe problemlos geschnitten werden. Materialdicken von bis zu 120 mm lassen sich spielend bearbeiten. Überzeugend an diesem Verfahren sind besonders die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten bei unterschiedlichsten Materialien. Die 1980 gegründete Flow Europe GmbH in Darmstadt agiert als europäisches Hauptquartier mit eigenen Niederlassungen Italien, England, Frankreich und Spanien. Zum ersten Mal wurde die Wasserstrahltechnologie 1940 im Erzbergbau als Werkzeug eingesetzt. Damals ahnt niemand, mit welcher Konsequenz diese natürliche Kraft in den verschiedensten Industriezweigen zur Bearbeitung vielfältiger Werkstoffe Einzug halten würde. Heute, 60 Jahre später, ist der Wasserstrahl ein unersetzbares Werkzeug, wenn es um das Schneiden von Konturen in buchstäblich jedem Material geht.
Auf der Stone+tec präsentierte Flow die Wasserstrahlschneidanlage Integrated Flying Bridge. Die Integrated Flying Bridge ist eine Abrasivstrahl-Schneidanlage, mit der Naturstein, Keramik und Glas, aber auch alle anderen Materialien in beliebige Formen und Konturen geschnitten werden können. Das System bietet eine gesteigerte Produktionskapazität zu geringen Kosten. In Verbindung mit der Integrated Flying Bridge stellt Flow auch seine bekannte und benutzerfreundliche Off-Line-Software Flow Master vor. Flow Master bietet die Möglichkeit, nahezu alle Zeichnungen innerhalb weniger Minuten in ein geschnittenes Teil umzusetzen. Die Anlage erfüllt mit ihrer Konstruktion den Wunsch, Steuerung, Hochdruckpumpe und Wasserstrahl-Komponenten in einer Maschine zu vereinen. Die Anlage benötigt nur eine geringe Stellfläche und bietet durch ihre Bedienerfreundlichkeit ein leichtes Be- und Entladen des Materials. Lieferbar ist das Gerät in zwei Größen: Mit einem Arbeitsbereich von 2 x 1,2 Metern oder 3 x 2 Metern.

Wasserstrahlschneidanlage Flying Bridge
Wasserstrahlschneidanlage
Flying Bridge






Krebs & Riedel GmbH & Co. KG, 34385 Bad Karlshafen

Zur Oberflächenbearbeitung von Kunststein im Nass- und Trockenschliff hat der renommierte Hersteller einen neuen Diamant-Topffräser entwickelt. Das neuartige TFR Krebs-Keilsystem hat die Vorteile hoher Zerspanleistung mit einer montagefreundlichen Konstruktion. Das neue Prinzip gewährleistet in der Anwendung kurze Rüstzeiten und somit eine Verringerung der Maschinen-Stillstandzeiten sowie eine hohe Ausnutzung des Diamantschleifbelags. Natursteine wie z. B. Marmor, Granit sowie Kunststeine wie z. B. Betonwerkstein, Hartgestein, Ziegel oder dergleichen werden in großen Schleifstraßen und Brückenfräsen oberflächenbearbeitet, damit sie eine plane und glatte Oberfläche erhalten. Diese Schleifanlagen weisen bis zu 10 in Reihe geschaltete Schleifköpfe auf, die zumindest teilweise mit Diamantschleifkörpern bestückt sind. Für die Bearbeitung kommen vorzugsweise Topffräser zum Einsatz, die je nach Ausführungsform einen Durchmesser von 200 bis 1.000 mm haben und mit einer hohen Drehzahl um ihre Mittelachse rotieren. Die gebrauchsmustergeschützte Neuentwicklung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schleifkörper auf dem um seine Mittelachse rotierenden Grundkörper lösbar angeordnet sind. Die Körper bestehen aus einem keilförmig ausgeführten Träger, auf dem das Diamantsegment aufgelötet ist. Je nach Anwendungsfall wird beim Schleifen von Natur- und Kunststein sowie für Betonwerkstein eine synthetische Diamantkörnung verwendet. Die Vorteile des neuen Systems sind:
Die Diamantschleifkörper sind formschlüssig auf dem Grundkörper aufgebracht. Energiekosten, die durch das Löten der Segmente und die Nacharbeit der Lötflächen hervorgerufen werden, entfallen.
Erstmalig ist für derartige Werkzeuge das Lasern der Segmente möglich. Nach dem erstmaligen Einbau des Werkzeuggrundkörpers verbleibt dieser auf der Maschine. Daneben gibt es nach Herstellerangabe noch eine Vielzahl weiterer Vorteile, die für das neue System sprechen. Seit einiger Zeit sind die Werkzeuge bei namhaften Herstellern mit Erfolg im Einsatz.

TFR Keil-System
TFR Keil-System






Spielvogel GmbH & Co. KG, 86381 Krumbach

Eine neue Steinkreissäge mit der Bezeichnung Colibri präsentierte Spielvogel anlässlich der Stone+tec. Die Säge mit einer Gleislänge von 3.500 mm, einer Breite von 6.100 mm und einer Höhe von 2.800 mm verfügt über ein 800 mm Sägeblatt und kann so Schnitte mit einer Tiefe von 320 mm erzeugen. Durch eine schwingungsarme Brücke (MEKO-Brücke) in Vollportalausführung ist die Maschine in der Lage, Schnitte großer Genauigkeit zu erzeugen.
Die stufenlos regelbaren Antriebe ermöglichen einen schonenden An- und Auslauf der Achsen. Wobei diese mit separaten Reglern ausgestattet sind, sodass mehrere Achsen gleichzeitig mit bis zu 18 m/min. verfahren werden können. Der Antrieb erfolgt über einen leistungsstarken Spielvogel MX-Motor mit festen Drehzahlen oder auch stufenlos frequenzgeregelt. Außerdem ist das schwenkbare, übersichtliche Bedientableau zu nennen, bei dem Funktionalität groß geschrieben wird (Abbildung).
Daneben stellte Spielvogel eine neue Diamant-Seilsäge Typ Python aus. Es handelt sich dabei um eine robuste und massive, verfahrbare Blockseilsäge mit einer Schnittlänge bis zu 5 Metern. Die Seilscheiben haben einen Durchmesser von 2 Metern, wobei Abdeckungen in Edelstahl und Schutzkästen in Aluminium ausgeführt sind. Für optimale Schnittergebnisse verfügt die Maschine auf Wunsch über verstellbare Stützrollen. Gesteuert wird die Anlage mit einer Siemens S7-SPS-Steuerung mit umfangreicher Software. Die Eingabe erfolgt über ein großes grafikfähiges Bediengerät.

Steinkreissäge Typ Colibri
Steinkreissäge Typ Colibri






Thumm & Co., 72622 Nürtingen

Auf dem Stand des Nürtinger Herstellers fiel eine Wasserstrahl-Schneideanlage Typ 2030 auf. Die stabil gebaute Anlage verfügt über Kugelspindeln mit doppelgelagerten Führungsbüchsen, wodurch hohe Lebensdauer und große Genauigkeit garantiert werden. Bedingt durch die starre Konstruktion der Grundmaschine und der Doppelführung ist es dabei möglich, neben dem Wasserstrahlkopf eine weitere Bearbeitungseinheit aufzubauen, z. B. einen Fräs-Schleif-Bohrkopf.
Dann können alle Arbeiten ausgeführt werden, die zur Fertigbearbeitung von z. B. Küchenarbeitsplatten, Tischen oder Konturenarbeiten anfallen. Der große Bearbeitungstisch mit 2.000 x 3.000 mm ist für Platten bis 120 mm Dicke berechnet.
Die Grundmaschine ist mit CAD-Steuerung für Wasserstrahlen ausgerüstet. Zur Erzeugung des Wasserdruckes wird eine Ingersoll-Rand Höchstdruckpumpe für einen Schneidkopf mit 30 PS Leistung eingesetzt. Die Abrasivmittelzufuhr ist von 0 – 600 g/min stufenlos verstellbar (Abbildung).

Wasserstrahlschneideanlage Typ 2030
Wasserstrahlschneideanlage Typ 2030






Werwein GmbH, 86343 Königsbrunn

Zwei, vom Design her ansprechende Bearbeitungszentren waren auf dem Stand des Weha-Partners Intermac aus Pesaro in Italien zu besichtigen. Die beiden Zentren unter der Bezeichnung Jet bzw. Pro fielen durch ihr zeitgemäßes Design ins Auge. Das Bearbeitungszentrum Pro kann Schleifen und Polieren, Vertiefen, Sägen, Beschriften, Modellieren und Intarsien erzeugen. Lichtschranken gewährleisten eine hohe Sicherheit der Maschine bei einwandfreier Zugänglichkeit aller Teile. Die Hochleistungs-Arbeitsgruppe ist mit einer vierten, geneigten Winkelachse erhältlich, um vielfältige Bearbeitungen zu ermöglichen. Aufgrund der großen Bearbeitungsfläche mit den Maßen 4.000 x 2.100 mm können auch große Werkstücke oder in einem Bearbeitungsgang mehrere kleinere Werkstücke bearbeitet werden. Das serienmäßige Standardmagazin ist für insgesamt 28 Werkzeugpositionen vorbereitet. Die Spindelleistung beträgt 16 PS, die Drehzahl ist von 0 bis 10.000 UpM regelbar. Der maximale Werkzeugdurchmesser ist auf 150 mm begrenzt. Die Maschine wiegt 11 t.


Steinbearbeitungszentrum Pro
Steinbearbeitungszentrum Pro






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