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[Die Industrie der Steine + Erden]






Prävention in der aktuellen Diskussion

Die Jahrestagung des „Geschäftsbereichs Prävention“ (GBP) der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft ist für die normalerweise in ganz Deutschland verteilt tätigen Technischen Aufsichtsbeamten, Sicherheitsingenieure und Arbeitsmediziner das Forum für den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen. In diesem Jahr, vom 25. bis 29. Juni in Dresden, bot sich gleichzeitig die ideale Gelegenheit, das neue „Highlight“ der berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätten, die erst Ende Mai 2001 eröffnete BG-Akademie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, persönlich kennenzulernen. Die Akademie als neues „Instrument der berufsgenossenschaftlichen Prävention“ ist schließlich geradezu prädestiniert, sie als Plattform für die fachlichen Diskussionen zu nutzen.
Vor dem Hintergrund, dass viele Themen zum Arbeitsschutz in Zukunft verstärkt auf internationaler Ebene geregelt werden, befassten sich die Teilnehmer insbesondere mit den Themen Stärkung der Prävention sowie Optimierung des Dienstleistungsangebots der Steinbruchs-BG. „Es gibt in zunehmendem Maße positive Rückmeldungen aus den Unternehmen“, resümierte Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereichs Prävention, „aber wir müssen die Leistungen der StBG noch besser ‚verkaufen‘." Effiziente Prävention sei ein erstrangiges Mittel, die Erwerbsquote in der Steine und Erden-Branche zu sichern, und helfe auch, das deutsche Sozialsystem auch in der EU zu erhalten.
Die Angebote der Berufsgenossenschaft – so Ehnes weiter – müssten sich noch stärker an den Bedürfnissen der Unternehmen ausrichten und die Menschen intensiver für die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Betrieben sensibilisieren. Nur so könnten die Unfallzahlen und damit auch die Beiträge der Mitgliedsunternehmen gesenkt werden. Dazu diene die Fortschreibung und Weiterentwicklung des im letzten Jahr in Angriff genommenen Präventionskonzeptes „Prävention 2000 plus“. Wie aktuell das Thema ist, belegte ein Beispiel aus der Sektion III der StBG.
Bei rund 200 Unternehmen waren die Unternehmer und die Sicherheitsfachkräfte getrennt mit einem Fragebogen angeschrieben worden, um Informationen über den Stand von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie die Zusammenarbeit von Sicherheitsfachkräften und Betriebsführung zu gewinnen. Ein Ergebnis: Bei 78 Prozent der Unternehmen erhält der Unternehmer von der Sicherheitsfachkraft viel Unterstützung bei der Prüfung der Verkehrswege, jedoch bei einem Drittel ist der Arbeitsschutzausschuss unbekannt, bei einem weiteren Drittel tagt er gerade (gemäß AsiG) viermal im Jahr.
Neben den aktuellen Problemen der eigenen Tätigkeit interessierte die Tagungsteilnehmer auch das Leistungsangebot der Berufsgenossenschaftlichen Akademie brennend. Hier wird die Steinbruchs-BG zukünftig ihre Sicherheitsfachkräfte aus- und weiterbilden.
Für die Teilnehmer der GBP-Tagung bot das Rahmenprogramm als weiteren Höhepunkt die Besichtigung von Dresdens berühmtester Baustelle, dem Wiederaufbau der „Frauenkirche“. So dass schließlich jeder mit einem Kopf voll neuer Informationen zurückkehrte.

Für seine Entwicklung einer Bewertungs-Software erhielt Dr.-Ing. Wolfgang Miksch von StBG-Hauptgeschäftsführer Willi Lange eine Anerkennungsurkunde
Für seine Entwicklung einer Bewertungs-Software
erhielt Dr.-Ing. Wolfgang Miksch von StBG-
Hauptgeschäftsführer Willi Lange eine
Anerkennungsurkunde


  Während der Führung durch die BG-Akademie zeigten sich die Technischen Aufsichtsbeamten vor allem brennend-interessiert am Leistungsangebot der Praxisfelder
Während der Führung durch die BG-Akademie
zeigten sich die Technischen Aufsichtsbeamten vor
allem brennend-interessiert am Leistungsangebot der
Praxisfelder


Dipl.-Ing. Helmut Ehnes (links) überreicht den Erlös einer spontanen Spendenaktion der Tagungsteilnehmer an den Verein zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche
Dipl.-Ing. Helmut Ehnes (links) überreicht den
Erlös einer spontanen Spendenaktion der Tagungs-
teilnehmer an den Verein zur Förderung des
Wiederaufbaus der Frauenkirche


  In Workshops wurde die weitere Verbesserung des Dienstleistungsangebots der Berufsgenossenschaft diskutiert
In Workshops wurde die weitere Verbesserung des
Dienstleistungsangebots der Berufsgenossenschaft
diskutiert




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