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Staubentstehung im Betonwerk vermeiden
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Kontakt: WSG Walter Spannbeton GmbH
D-39317 Güsen, Wolfgang Bade, Tel.: (03 93) 61 5 14 95
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In einem Betonwerk gehören Staubentwicklungen zum produktionsbedingten Alltag. Hier gilt es, Gesundheitsgefahren
für die Beschäftigten zu vermeiden. Zu hohe Staubkonzentrationen können im Allgemeinen zum Unwohlsein
der Beschäftigten führen und damit verbunden auch zu einer Minderung der Leistungsfähigkeit. Durch
die Begrenzung der Feinstaubkonzentration auf den Allgemeinen Staubgrenzwert von 6 mg/m3 soll der Beeinträchtigung
der Atmungsorgane infolge einer allgemeinen Staubentwicklung auch bei Vorliegen eines sehr geringen Quarzgehaltes
vorgebeugt werden. Wird hingegen silikogener Staub über einen längeren Zeitraum eingeatmet und dabei
eine bestimmte Staubmenge in der Lunge abgelagert, kann es zu einer Silikose oder Siliko-Tuberkulose kommen. Der
Grenzwert für den silikogenen Staub liegt zur Zeit bei 0,15 mg/m3. Wird dieser Grenzwert überschritten,
müssen Staubminderungsmaßnahmen sowie Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden.
Für alle Staubminderungsmaßnahmen gilt: Der Staub muss an der Entstehungsquelle bekämpft werden.
Ein gutes Beispiel hierfür liefert die Walter Spannbeton GmbH, Güsen, in ihrer Bahnschwellenproduktion.
Der Staub entsteht beim Rüttelprozess, wenn Zuschlagstoffkörner zwischen Formenboden und Rüttelbohle
zermahlen werden. Messungen ergaben eine Überschreitung des Grenzwertes bei quarzhaltigem Staub. Erste Versuche,
durch Befeuchtung mit einem Pinsel und Wasser den Staub zu binden, führten zu einer Reduzierung der Staubbelastung.
Ziel war es, eine dem Produktionsprozess angepasste und vom einzelnen Bediener unabhängige Lösung für
die Befeuchtung zu finden.
So wurde in der technologischen Linie des Formentransportes unmittelbar vor den Rüttelbohlen eine Wasserwanne
installiert. In dieser Wanne läuft eine Rolle, die mit saugfähigem Material (zum Beispiel Moosgummi)
ummantelt ist.
Die Rolle wird beim Formentransport von unten an die Formen gedrückt, so dass beim Abrollen der Belag wie
ein Schwamm ausgedrückt wird und die Formböden befeuchtet. Das überschüssige Wasser tropft
wieder in die Wanne zurück. Die feuchten Formen werden auf die Rüttelbohlen weiter transportiert, gefüllt
und danach gerüttelt. Durch die Befeuchtung wird der Staub an der Entstehungsstelle zwischen Formboden und
Rüttelbohle gebunden.

Das Röntgenmobil der StBG im
Werk der Walter Spannbeton GmbH

Skizze der Staubbekämpfungsanlage
Nach dem Einsatz der oben beschriebenen Staubbekämpfungsmaßnahme wurden erneut Messungen des silikogenen
Staubgehaltes in der Luft durchgeführt. Die Auswertung der Messergebnisse zeigte eine Unterschreitung des
Grenzwertes und bestätigte den Erfolg der angewandten Maßnahme.

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