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[Die Industrie der Steine + Erden]






Frischer Wind im Arbeits- und Umweltschutz?

Die Themenbereiche des Arbeits- und Umweltschutzes werden immer stärker in ihrer betriebswirtschaftlichen und nicht mehr nur in ihrer ethischen Dimension erfasst. Denn Investitionen in den Schutz der Beschäftigten und der Umwelt rechnen sich und helfen durch eine Verringerung der Ausfallzeiten, durch eine Verbesserung der Arbeitsqualität und durch mehr Effizienz in den Unternehmensprozessen die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies ist nach vier Tagen Laufzeit das eindeutige Marktsignal des Messe-Duos A + A und Envitec in Düsseldorf.
69.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt informierten sich auf der A + A, der 23. Internationalen Fachmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, und der Envitec, der 10. Internationalen Fachmesse für Umwelttechnik, über die neuesten Produkte und innovativen Dienstleistungen zu den Themen Persönliche Schutzausrüstungen, Technische Sicherheitseinrichtungen und Sicherheitsorganisation, Arbeitsmedizin sowie vor- und nachsorgende Umwelttechniken.
Zum Messe-Duo waren mehr als 1.900 Aussteller (davon 1.300 A + A) aus 47 Ländern in Düsseldorf an den Start gegangen. Für den hohen internationalen Stellenwert von A + A und Envitec spricht auch die Tatsache, dass rund ein Fünftel der Besucher aus anderen Ländern anreiste und davon 25 Prozent sogar aus Übersee kamen. Und der Weg nach Düsseldorf hat sich gelohnt: Über 90 Prozent der Besucher zeigten sich zufrieden mit dem Messebesuch. Sicherlich waren alle darüber erfreut, dass sie mit nur einem Ticket beide Messen besuchen konnten, obwohl der ungewohnte Frühjahrstermin für die A + A mit nur sechs Monaten Abstand zur Arbeitsschutz Aktuell doch auch Probleme brachte und vor allem bei den Kongressteilnehmern zu einer erkennbaren Übersättigung geführt hat.



Modische Akzente und hohe Funktionalität

Als ein wesentlicher Trend für den Bereich der Prävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung zeichnete sich auf der A + A 2001 ab, dass Berufs- und Arbeitsschutzbekleidung einerseits in Funktionalität und Qualität höchsten Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig durch gesteigerten Komfort und pfiffige, modische Optik zu einer noch besseren Trage-Akzeptanz beiträgt. Zu bewundern waren auf dem Düsseldorfer Messegelände zum Beispiel Leder „Business“-Schutzschuhe in dezenten wie ausgefallenen Farben für Damen und Herren. Damit sind Architekten oder Ingenieure im Geschäftsmeeting passend gekleidet und später auf der Baustelle – dank unauffällig eingearbeiteter Kappen – zum Einsatz gut geschützt.
„Rückenwind für unsere Geschäfte haben wir vor allem auch durch die vielen internationalen Besucher verspürt. Besonders aus Süd- und Osteuropa sind viele Einkaufsentscheider nach Düsseldorf gekommen“, freute sich Heinz A. Mestermann, Präsident der A + A 2001 und Geschäftsführer der UVEX Arbeitsschutz GmbH. Wer zur A + A gekommen ist, konnte sich davon überzeugen: Die Entwicklung geht eindeutig hin zu Systemversorgern mit umfassendem Leistungsangebot. Heinz A. Mestermann sieht darin große Vorteile: „Mittlerweile lassen sich die Geschäftsprozesse unkompliziert über das Internet steuern – und zwar komplett papierlos und grenzüberschreitend. Lieferanten übernehmen sogar die Kostenstellenrechnung und bauen für ihre Kunden individuelle, bedarfsgerechte Shops im Internet auf.“
Inwieweit die konsequente Umsetzung neuester Arbeitsschutz- und Gestaltungsmethoden helfen kann, den Ausfall von Mitarbeitern zu verhindern und die Arbeitsqualität zu steigern, hat der 27. Internationale A + A-Kongress mit rund 5.000 Teilnehmern und 500 Referenten gezeigt. Unter dem Titel „Innovation und Prävention - Erfolgsfaktoren für die betriebliche Praxis“ wurden auch Wege aufgezeigt, den Nutzen von Aufwendungen für Prävention sichtbar zu machen und Arbeitsschutz sowie betriebliche Gesundheitsförderung als wesentlichen Teil von Unternehmensstrategien zu erfassen. „Es hat ein interessanter Dialog eingesetzt zu den unterschiedlichen Konzepten für den Arbeitsschutz in den einzelnen Ländern Europas,“ kommentiert Christian Motsen, A + A-Kongress-Präsident, die positive Bilanz.
Bundesarbeitsminister Walter Riester rief in seiner Eröffnungsrede die Sozialpartner in Deutschland zu einer „Initiative für eine neue Qualität der Arbeit“ nach britischem Vorbild auf. In Großbritannien haben sich zum Beispiel Regierung und Arbeitsschutzkommission auf ein Arbeitsschutzprogramm geeinigt unter Einbeziehung konkreter, ergebnisorientierter Ziele.


Bundesarbeitsminister Walter Riester rief zu einer Initiative für eine neue Qualität der Arbeit auf
Bundesarbeitsminister Walter Riester rief zu
einer Initiative für eine neue Qualität
der Arbeit auf


Hervorragend an kamen bei den Besuchern auch der Treffpunkt Sicherheit, in dessen Rahmen der Hauptverband der Berufsgenossenschaften (HVBG) für Highlights sorgte, und das A + A-Forum.



Erweiterung brachte frischen Wind

Als führende Branchenmesse des Jahres präsentierte sich die Envitec in diesem Jahr erstmals als eine den gesamten vor- und nachsorgenden Umweltschutz vereinende Fachveranstaltung. „Die neuen Themen umweltfreundliche Energie- und Trinkwassergewinnung sowie Abwasseraufbereitung haben unter den Fachbesuchern sehr guten Zuspruch gefunden. Durch die Zusammenführung mit der A + A ergab sich darüber hinaus für Aussteller und Besucher die Chance, zusätzliche Geschäftskontakte zu knüpfen sowie das fachliche Wissen zu vertiefen,“ betrachtete Friedrich U. Arnold, Messepräsident der Envitec 2001 und Vorstandsmitglied der Leistritz AG, die Themenausweitung und Parallelität der Envitec mit der A + A als geglückt.
Für reichlich Gesprächsstoff in der Branche sorgte die Präsentation eines neuartigen Verfahrens zur „weitergehenden Biogasaufbereitung“ für die Verwendung von Biogas als Treibstoff in Brennstoffzellen. Dieses Verfahren könnte der Nutzung von Biomasse als Energiequelle über den landwirtschaftlichen Einsatz hinaus den Weg ebnen. Denn die Gas-Aufbereitungssysteme sollen dem Verfahren entsprechend technologisch so flexibel ausgestattet werden, dass unterschiedliche Gasqualitäten aus Biogas erzeugt werden können.
Darüber hinaus haben die Envitec-Aussteller auch den Gedanken des integrierten Umweltschutzes aufgegriffen sowie mit innovativen Systemen, Anlagen und Services die Leistungsfähigkeit der klassischen nachsorgenden „End-of-Pipe“-Technik unter Beweis gestellt. Vorgestellt wurden die „Flaschenpost für PET-Flaschen“ sowie ein Verfahren zur Vermeidung von Klärschlamm. Musste bislang Leergut von einer Aufgabestation zur Aufbereitungsstation energieaufwendig transportiert werden, so kann dies jetzt einfach und ökologisch sinnvoll per Luftströmung in einer Röhre geschehen. Ebenfalls raffiniert ist das Verfahren zur Vermeidung von Klärschlamm: Mit biologischen Mitteln wird der Abbauprozess der organischen Belastung im Klärschlamm so aktiviert, der Stoffwechselprozess so beeinflusst, dass ein Großteil des Klärschlammes gar nicht mehr entsteht. Auf der Envitec wie auf der A + A – ein Beispiel für thematische Synergien – wurden darüber hinaus Geräte und
Systeme präsentiert, die für schadstofffreie Büroluft sorgen und in der Lage sind, selbst dichten Zigarettenqualm fast vollständig von seinen Giftstoffen zu säubern.
Begleitet wurde die Envitec 2001 von der 2. Internationalen Konferenz „Von Ökoeffizienz zu nachhaltiger Entwicklung in Unternehmen“, organisiert vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH. Referenten namhafter Unternehmen wie BASF, Fuji, Xerox oder Nike diskutierten mit den 350 Teilnehmern über nachhaltiges Wirtschaften, die Management-Verantwortung gegenüber der Umwelt und Kostenvorteile durch mehr Ökoeffizienz in den betrieblichen Prozessen. „Wir freuen uns über die hohe internationale Resonanz. Aus 28 Ländern sind die Teilnehmer nach Düsseldorf angereist. Durch die Parallelität konnten sie auch interessante Vorträge unserer Konferenz verfolgen,“ merkt Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Leiter der Konferenz, an.

Neu auf der A + A: Ultrasonic – die Skibrille fürs Labor Die Aussteller zeigten neuste Trends zu Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Persönliche Schutzausrüstung
Neu auf der A + A: Ultrasonic – die Skibrille fürs Labor Die Aussteller zeigten neuste Trends zu Arbeitsmedizin,
Arbeitsschutz und Persönliche Schutzausrüstung




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