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Weltingenieurtag 2000

Globale Herausforderungen an Ingenieure im 21. Jahrhundert

Hochkarätig besetzt war die Eröffnungsveranstaltung des ersten Weltingenieurtages vom 19. bis 21. Juni 2000 in Hannover. Lust machen auf Technik - die soziale Verantwortung der Ingenieure - die Rolle der Ingenieure als Hoffnungsträger für die Probleme dieser Welt - das Zusammenspiel von Ingenieuren und Politikern - nachhaltige Energieversorgung auf der ganzen Erde - Bekämpfung der Armut - Abenteuerberuf Technik: Dies sind nur einige der Grundfragen, mit denen sich Jürgen E. Schrempp, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Chrysler AG, James D. Wolfensohn, Präsident der Weltbank, Ricardo Díez-Hochleitner, Präsident des "Club of Rome" und Hubertus Christ, Präsident des VDI, im Rahmen der feierlichen Auftaktveranstaltung zum ersten Weltingenieurtag auseinandersetzten. Statt der erwarteten 2000 waren 3.500 Teilnehmer aus 44 Ländern zu diesem ersten Welttreffen der Ingenieure gekommen. Dass in den Reihen der Teilnehmer erfreulich viele junge Ingenieure und Studenten zu finden waren, fiel positiv auf. Alles in allem eine gelungene Auftaktveranstaltung. Wie die EXPO 2000, so stand auch der Weltingenieurtag unter dem Motto "Mensch - Natur - Technik". Auf fünf verschiedenen Fachkongressen im Rahmen des Ingenieurtages diskutierten die Teilnehmer aus aller Welt Visionen und Lösungsvorschläge der Ingenieure für die Zukunft an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Die Themen der Fachkongresse lauteten: "Information und Kommunikation", "Umwelt, Klima, Gesundheit", "Mobilität", "Energie" und "Zukunft der Arbeit". Die 76 Referenten kamen aus 22 Staaten. Es waren die weltweit führenden Köpfe ihrer Bereiche. Rund ein Drittel der Kongressteilnehmer waren Studenten und Jungingenieure. Sie gestalteten eine eigene Ausstellung und befassten sich in internationalen Workshops mit den weltweiten Berufschancen. Seit zwei Jahren bereiteten sich Schüler aus mehreren Ländern auf das Schülerforum zum Weltingenieurtag vor. Ausgerichtet auf dieselben Themenstellungen wie die Fachkongresse, jedoch mit den eigenen Antworten der Jugendlichen. Der letzte Tag des Weltingenieurtags stand im Zeichen des Internationalen Forums "Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften".

Hochkarätig besetzt war die Eröffnungsveranstaltung des ersten Weltingenieurtages vom 19. bis 21. Juni 2000 in Hannover. Lust machen auf Technik - die soziale Verantwortung der Ingenieure - die Rolle der Ingenieure als Hoffnungsträger für die Probleme dieser Welt - das Zusammenspiel von Ingenieuren und Politikern - nachhaltige Energieversorgung auf der ganzen Erde - Bekämpfung der Armut - Abenteuerberuf Technik: Dies sind nur einige der Grundfragen, mit denen sich Jürgen E. Schrempp, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Chrysler AG, James D. Wolfensohn, Präsident der Weltbank, Ricardo Díez-Hochleitner, Präsident des "Club of Rome" und Hubertus Christ, Präsident des VDI, im Rahmen der feierlichen Auftaktveranstaltung zum ersten Weltingenieurtag auseinandersetzten. Statt der erwarteten 2000 waren 3.500 Teilnehmer aus 44 Ländern zu diesem ersten Welttreffen der Ingenieure gekommen. Dass in den Reihen der Teilnehmer erfreulich viele junge Ingenieure und Studenten zu finden waren, fiel positiv auf. Alles in allem eine gelungene Auftaktveranstaltung. Wie die EXPO 2000, so stand auch der Weltingenieurtag unter dem Motto "Mensch - Natur - Technik". Auf fünf verschiedenen Fachkongressen im Rahmen des Ingenieurtages diskutierten die Teilnehmer aus aller Welt Visionen und Lösungsvorschläge der Ingenieure für die Zukunft an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Die Themen der Fachkongresse lauteten: "Information und Kommunikation", "Umwelt, Klima, Gesundheit", "Mobilität", "Energie" und "Zukunft der Arbeit". Die 76 Referenten kamen aus 22 Staaten. Es waren die weltweit führenden Köpfe ihrer Bereiche. Rund ein Drittel der Kongressteilnehmer waren Studenten und Jungingenieure. Sie gestalteten eine eigene Ausstellung und befassten sich in internationalen Workshops mit den weltweiten Berufschancen. Seit zwei Jahren bereiteten sich Schüler aus mehreren Ländern auf das Schülerforum zum Weltingenieurtag vor. Ausgerichtet auf dieselben Themenstellungen wie die Fachkongresse, jedoch mit den eigenen Antworten der Jugendlichen. Der letzte Tag des Weltingenieurtags stand im Zeichen des Internationalen Forums "Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften".

Im Rahmen der Pressekonferenz forderte Prof. Dr.-Ing. Hubertus Christ, dass schon in den Grundschulen der Technikunterricht Einzug halten müsse. Nur so könne es gelingen, mehr junge Menschen für den Abenteuerberuf Technik zu gewinnen. Ein besonderes Qualifikationsmerkmal der Ingenieure von morgen ist nach Christ die Fähigkeit zu vernetztem Denken und Handeln. Die schnellwachsende Weltbevölkerung, beschränkte Ressourcen und das globale Zusammenwachsen fordern eine weltweite Bündelung der Kräfte und Konzentration auf die notwendigen Maßnahmen.

Thema des Fachkongresses "Zukunft der Arbeit" waren die Auswirkungen von Globalisierung und neuen Technologien auf die weltweiten Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialbeziehungen. Zu erwarten sind große multinationale Fusionen einerseits, aber auch zeitlich beschränkte Zusammenschlüsse einzelner selbstständiger Experten zu kleinen virtuellen Unternehmen. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmer mit Fragen neuer Kooperationen und Arbeitsorganisationen, mit Bildung und Wissenstransfer, mit zukünftigen Anstellungs- und Arbeitsverhältnissen sowie den Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen auf Zukunftsmärkten. Die Menschen an sich und ihr Wissen sind dabei nach wie vor höchst wichtige "Güter".

Die StBG hat die Chance, junge Ingenieure aus aller Welt gezielt anzusprechen, genutzt, und sich daher an der begleitenden Ausstellung, dem "Markt der Möglichkeiten", beteiligt. Themen des StBG-Standes waren das Organisationskonzept "Sicher mit System" und natürlich der Klassiker: Der Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit. Das Interesse war enorm - der Informationsstand der StBG konnte sich schließlich in der Welt der Ingenieure auch wirklich sehen lassen! Eine Kultur des lebenslangen Lernens und ein Appell an die Verantwortlichen für Ausbildung und Erziehung auf der ganzen Welt sind die zentralen Botschaften der Ingenieure am Ende des ersten Weltingenieurtags. Um die globalen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, müssen Menschen ihr Wissen teilen. Dazu darf ein am Menschen orientierter Umgang mit Technologie und Innovation nicht nur die Aufgabe von Spezialisten sein, sondern er muss als ein Teil des allgemeinen Bildungsauftrages verstanden werden, hieß es in Hannover. Ergänzend richteten die Ingenieure die Aufforderung an die Weltgemeinschaft, sehr bald einen internationalen Standard für Datensicherheit zu schaffen, da sonst gewaltige Entwicklungspotenziale behindert werden könnten.



Memorandum zur Zukunft der Arbeit

Im Rahmen des zum Schluss des Ingenieurtages verabschiedeten Memorandums heißt es: "Der Arbeitsschutz gewinnt weiter an Bedeutung. Besonderes Augenmerk sollte künftig psychischen und mentalen Belastungen gelten." Mit dieser Erwähnung wurden Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ausgesprochen prominent berücksichtigt. Der nächste Weltingenieurtag findet im Jahr 2004 in Shanghai statt - deshalb übergab VDI-Präsident Christ im Rahmen des Finales den gläsernen Staffelstab an den Leiter der chinesischen Delegation, Prof. Zhang Yutai.





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