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EXPO-Pressekonferenz von HVBG und StBG

Die Hauptverwaltung der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG) war am 14. Juni 2000 Schauplatz der gemeinsamen Pressekonferenz vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e.V. (HVBG) und der StBG. Im vollbesetzten Sitzungssaal informierten sich die anwesenden Journalisten über die Hintergründe der EXPO-Beteiligung der Berufsgenossenschaften. Thomas Spring, Projektleiter im Themenbereich "Zukunft der Arbeit", vertrat die These, dass die Zukunft der Arbeit im Kopf beginnt. Er erläuterte die Ausstellung im Themenpark der EXPO 2000, gab Auskünfte zu den Partnern und zum Umsetzungskonzept.

Dr. Walter Eichendorf, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HVBG und zugleich Geschäftsführer der Zukunft der Arbeit / EXPO 2000 GmbH, betonte, dass es eine Zukunft der Arbeit ohne Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit für die Berufsgenossenschaften nicht geben könne. Hieraus ergebe sich von selbst das Engagement der Berufsgenossenschaften bei diesem Thema im Rahmen der EXPO:"Arbeit befindet sich weltweit im Umbruch. Informatisierung und Globalisierung verändern die Lebensverhältnisse radikal. Die Zukunft der Arbeit eröffnet Chancen auf mehr Wohlstand für Viele, Freiräume für mehr selbstbestimmtes Arbeiten und eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit. Flexibilität und Mobilität stehen im Vordergrund. Dies birgt neben Chancen allerdings auch Risiken. Für den Arbeitsschutz wird die Ausgangsposition deshalb zunehmend schwieriger, weil in der Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft die Erwerbsarbeit immer mehr zur Arbeit in globalen Konkurrenz- und Kooperationsbeziehungen wird. Neue Arbeitsformen führen darüber hinaus zu neuen Herausforderungen." So begründet Eichendorf das Engagement der Berufsgenossenschaften bei der EXPO.

Zum besuchergerechten Umsetzungskonzept der formulierten Botschaften und Visionen verwies Eichendorf auf den folgenden Tag: Die Journalisten sollten dann nämlich die Gelegenheit haben, sich persönlich ein Bild vom "Welttheater der Arbeit", in dem der Mensch im Mittelpunkt steht, und von der Choreographie des belgischen Theatermachers Frédéric Flamand zu verschaffen. Schließlich verwies Eichendorf auf drei weitere EXPO-Bereiche, in denen sich Berufsgenossenschaften engagieren: In die EXPO-Veranstaltungsreihe "Globaler Dialog - Zukunft der Arbeit" bringen die Berufsgenossenschaften ihr Know-how ein. Bei drei dezentralen Projekten sind Berufsgenossenschaften in Deutschland beteiligt.

Gemeinsam mit der Universität Witten/Herdecke haben die BGen eine Internetplattform mit der Adresse www.zukunft-der-arbeit.com entwickelt, die auch über die EXPO 2000 hinaus als meinungsbildende Plattform für die Zukunft der Arbeit genutzt werden soll.

Als dritter Gesprächspartner der Journalisten stieg Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Leiter des Geschäftsbereiches Prävention der StBG, in den Ring. Er erläuterte, weshalb sich die ortsansässige StBG intensiv an der EXPO beteiligt. Nach einem Querschnitt über die vielfältigen StBG-EXPO-Aktivitäten, die von der Beteiligung am Themenpark über das dezentrale Projekt "steinzeichen steinbergen", den EXPO-Seminaren für Unternehmer und Sicherheitsfachkräfte und verschiedenen Veranstaltungsbeteiligungen bis hin zum edlen EXPO-Fotokalender reichen, bilanzierte Ehnes: "Das EXPO-Engagement der StBG fügt sich nahtlos in unsere Präventionsstrategie für die nächsten Jahre ein. Auf Prestigeobjekte mit ausschließlichem EXPO-Charakter haben wir bewusst verzichtet - sondern wir haben vielmehr darauf geachtet, dass unsere Partner aus den Mitgliedsunternehmen auf breiter Basis einbezogen werden. Im Verlauf der Diskussionen um die EXPO haben sich neue Ziele der Prävention herauskristallisiert, auf deren Basis weitere Aktivitäten entstehen oder bestehende ausgebaut werden. Deshalb sind wir bereits heute in der glücklichen Lage, bilanzieren zu können: Das Bekenntnis zur EXPO 2000 hat sich, auch unabhängig von Besucherzahlen, schon heute als erfolgreich erwiesen. Unser EXPO-Engagement hat uns den Blick für neue Wege in der Prävention geöffnet."

Im Rahmen des Abschlussgesprächs nach Besuch des Themenparks und der Ausstellung "Zukunft der Arbeit" am zweiten Tag zeigten sich viele der anwesenden Journalisten vom EXPO-Engagement und von der Arbeit der Berufsgenossenschaften beeindruckt, auch wenn die Inszenierung nicht den ungeteilten Beifall aller fand. Unser Tip lautet daher: am besten sich selbst ein eigenes Bild machen!





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