www.steine-und-erden.net > 2000 > Ausgabe 4/00 > Die Prävention der Zukunft im Blick

[Die Industrie der Steine + Erden]






Die Prävention der Zukunft im Blick


Technische Aufsichtsbeamte, Sicherheitsingenieure und Arbeitsmediziner der Steinbruchs-BG

Die meisten Technischen Aufsichtsbeamten, Sicherheitsingenieure und Arbeitsmediziner der Steinbruchs-BG hatten eine weite Reise in den süd-östlichsten Zipfel der Bundesrepublik hinter sich, als sie am 22. Mai zu ihrer viertägigen Jahrestagung in Passau eintrafen. Aus den fünf Sektionen und der Geschäftsstelle Berlin kamen die 70 Damen und Herren zusammen, um gemeinsam mit dem Leiter des Geschäftsbereiches Prävention, Helmut Ehnes, Fachwissen und Erfahrungen auszutauschen. Wie auch in den vergangenen Jahren dokumentierte Hauptgeschäftsführer Willi Lange mit seiner Anwesenheit, wie wichtig dieser "Fluss der Ideen" innerhalb der StBG ist. Welcher Tagungsort wäre besser geeignet gewesen als die auf einer Halbinsel liegende Grenzstadt Passau, wo sich Inn und Donau zum zweitmächtigsten Strom Europas vereinigen? Denn im Fluss ist vieles bei der StBG, dem Dienstleister in Sachen Unfallversicherung für die Steine und Erden-Industrie. "Wir müssen unsere Angebote noch stärker an den Bedürfnissen der Unternehmen ausrichten und die Menschen intensiver für die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Betrieben sensibilisieren und begeistern. Nur so können die Unfallzahlen und damit die Beiträge der Unternehmen dauerhaft weiter gesenkt werden," gab Helmut Ehnes als Ziel für die weitere Arbeit vor. Natürlich diskutierten die Teilnehmer unter diesem Vorzeichen die gerade neu gestartete Förderpreisrunde Arbeit · Sicherheit · Gesundheit als einen der wichtigsten Bausteine der Präventionsarbeit. Der Wettbewerb ist aufgrund der fachlich hochwertigen Beiträge von bisher fast 1.000 Teilnehmern zusammen mit der Innovationsbörse zu einem Motor verbesserter Sicherheitsmaßnahmen in der Steine und Erden-Industrie avanciert.

Flipchart Und was lässt sich am Dienstleistungskatalog der StBG weiter verbessern? Zu dieser übergeordneten Fragestellung erarbeiteten die Teilnehmer unter der Aufgabenstellung "Präventionskonzept 2000" in fünf Workshops konkrete Vorschläge – ein Novum in der langen Geschichte der Jahrestagungen. Denn in kleineren Runden diskutiert es sich einfach effektiver als im großen Plenum. "Im Workshop haben wir uns ganz gezielt einen halben Tag mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir die Kleinunternehmen im Unternehmermodell noch besser betreuen können. So ist es möglich, die Erfahrungen mehrerer Kollegen zu bündeln und gemeinsam neue Ansätze zu entwickeln," erläutert Kerstin Baudach, Sicherheitsingenieurin aus Hannover. Die Ergebnisse der Workshops überzeugten alle: Vielseitig und oft sehr detailliert schlagen sie Modifikationen der StBG-Dienstleistungen vor, um den Service noch effektiver zu machen. Auch Willi Lange zeigte sich beeindruckt:"Mit so vielen engagierten Vorschlägen kann das Präventionskonzept 2000 nur ein Erfolg werden." So hatte sich der weite Weg nach Passau mehr als gelohnt: Der Strom der Ideen konnte kanalisiert und auf konkrete Ziele der Prävention der Zukunft gelenkt werden.

Heidrun Becker, StBG, Hauptverwaltung,
Tel. 05 11/72 57-7 84


Jürgen Pester und Wolfgang Pohl Jürgen Koch, Willi Lange, Helmut Ehnes, Wolfgang Pichl





Inhaltsverzeichnis Ausgabe 4/00 | Zurück zu unserer Homepage