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Aus einer Hand:

Edelsplitte- und Transportbeton von Bauwi

Die neue Aufbereitungsanlage für Naturstein in Dillstädt/Südthüringen ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Die Bauwi Kalksteinwerk GmbH produziert hier im Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowohl Massenbaustoffe für den Straßen- und Tiefbau als auch Kalksteinsplitte - zunächst noch im Probebetrieb. Die Herzstücke der Anlage, der Vorbrecher und die nachgeschaltete Nachbrech- und Klassieranlage, haben eine Leistung von 450 bzw. 400 Tonnen pro Stunde.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Natursteinaufbereitungsanlagen ist in Dillstädt zusätzlich eine Transportbetonmischanlage integriert. Damit stellt sich das Unternehmen auch dem Wettbewerb im Bereich der Herstellung von Transportbeton. Die benötigten Betonzuschlagstoffe werden selbst produziert. Eine Splittwaschanlage gewährleistet dabei die hohen Qualitätsparameter der Betonzuschlagstoffe.

Auch in Sachen Sicherheit und Personalmanagement geht Bauwi neue Wege: Die rechnergesteuerte Prozessleit- und Überwachungstechnik ermöglicht ein personalarmes Betriebsregime. Arbeitnehmer halten sich in der Anlage nur noch für Wartungs- und Reparaturzwecke auf. Die bislang für Arbeitsplätze in Natursteinaufbereitungsbetrieben typischen Belastungen Lärm und Staub werden somit deutlich reduziert. Jedoch treten für den Anlagenbediener, der von einer Steuerzentrale aus sowohl die Aufbereitungs- und Betonmischanlage als auch die Beladung der Fahrzeuge zu regeln und zu überwachen hat, andere Belastungsfaktoren, wie z. B. Bildschirmarbeit und Stress, mehr und mehr in den Vordergrund. Die Konzeption der Anlage berücksichtigt durch die großzügige Bemessung der Personenverkehrswege und Arbeitsbühnen sowie durch die Installation anlagenintegrierter Hebezeuge vorausschauend Aspekte auftretender Reparaturen.

Für die Erarbeitung innerbetrieblicher Regelungen, z. B. für das Einfahren in Silos oder arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, griff das Unternehmen auf das Beratungsangebot der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft im Rahmen des Unternehmermodells zurück.

Der Geschäftsführer der Bauwi Kalksteinwerk GmbH, Herr Nenninger, betont, dass sich das Unternehmen dem schärfer werdenden Wettbewerb mit qualitativ hochwertigen Produkten stellen wird.

Der Optimismus steht nicht zuletzt im Zusammenhang mit den im Bau befindlichen Verkehrsprojekten Autobahnneubau A 71/A 73 und der damit verbundenen Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung der Südthüringer Region.

Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft wünscht dem Unternehmen Erfolg und unfallfreies Arbeiten.

Dr.-Ing. Bernd Schneider, StBG,
Sektion VI, Tel. 03 51/2 54 72 24, Fax /2 54 72 92





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