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Abgenutzte Stoßdämpfer - erhöhte Unfallgefahr



Stoßdämpfer




Stoßdämpfer




Stoßdämpfer




Abgenutzte oder defekte Stoßdämpfer können moderne Sicherheitstechnik am Fahrzeug stören. So kann zum Beispiel die Regelung des Antiblockiersystems (ABS) beeinträchtigt werden, wenn die Dämpfer nicht richtig funktionieren. Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hin. Auch die Wirkung der Antischlupfregelung (ASR) und der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP) können durch defekte Stoßdämpfer vermindert werden. Doch auch für Fahrzeuge ohne modernste Sicherheitstechniken stellen abgenutzte Stoßdämpfer ein Unfallrisiko dar: Der Bremsweg verlängert sich, die Aquaplaninggefahr tritt bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten auf und die Schleudergefahr nimmt zu. Defekte Stoßdämpfer belasten zudem das eigene Portemonnaie: Der Verschleiß von Reifen und Fahrwerk wird erhöht.

Im Rahmen der regelmäßigen technischen Überwachung werden die Stoßdämpfer nur einer Sichtkontrolle unterzogen, bei der die Dichtigkeit des Dämpfers und seine äußere Unversehrtheit getestet werden. Dies reicht aber nicht aus, um die Funktionstüchtigkeit der Stoßdämpfer insgesamt zu beurteilen. Da defekte Stoßdämpfer das Fahrverhalten verschlechtern und das Unfallrisiko erhöhen, sollte man die Dämpfer regelmäßig in einer Fachwerkstatt, auf Stoßdämpferprüfständen der Automobilclubs oder bei TÜV-Prüfstellen im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion der DVR-Mitglieder TÜV und Deutsche Verkehrswacht vom 07.-19.06.99 überprüfen lassen.

Je nach Fahrweise oder Belastung eines Autos können die Stoßdämpfer schon frühzeitig in ihrer Wirkung gemindert werden. Mit zunehmendem Fahrzeugalter steigt die Zahl defekter Stoßdämpfer stark an. Bei 10 % der sieben Jahre alten Pkw wurden schlechte Stoßdämpfer festgestellt, bei zehn Jahre alten und älteren Fahrzeugen betrug die Zahl mehr als 17 %.





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