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Abgelenkte Autofahrer haben hohes Risiko

Streit mit Mitfahrern stört am meisten

Nicht nur telefonieren, auch intensive Gespräche oder Streit mit Mitfahrern führen Autofahrer schnell in gefährliche Situationen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Berufsgenossenschaften. Mehr als ein Drittel der befragten Autofahrer gaben an, durch Mitfahrer schon einmal so abgelenkt worden zu sein, daß sie in eine kritische Situation gerieten.


Mitfahrer Mitfahrer

Beim Wechseln einer Musikkassette oder dem Suchen eines Radiosenders sind rund ein Fünftel der Autofahrer schon einmal in eine riskante Situation gekommen. Auch der Blick auf einen Stadtplan oder rauchen wurden als äußerst ablenkend und kritisch eingestuft. Die Umfrage machte deutlich, daß junge Fahrer mehr als doppelt so häufig durch rauchen, Musik hören, Kassette wechseln oder Radiosender einstellen abgelenkt werden als ältere. Junge Fahrer haben das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Bei ihnen können Unfallursachen, wie überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und riskantes Fahren zusammenkommen", betont Prof. Manfred Bandmann, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Zudem fahren sie häufig nachts in übermüdetem Zustand. "Wenn ihre Aufmerksamkeit unter diesen Bedingungen zusätzlich abgelenkt ist, kann es schnell noch gefährlicher werden", so Prof. Bandmann.

In der Unfallstatistik wird Ablenkung des Fahrers als Unfallursache nicht erfaßt. Experten vermuten, daß es eine weitgehend unterschätzte Ursache von risikoreichen Situationen ist. In der DVR-Umfrage gaben weniger als ein Drittel der Autofahrer an, noch nie durch Ablenkung in eine kritische Situation geraten zu sein.





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