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[Die Industrie der Steine + Erden]






Auf ein Neues!

Dipl.-Ing. Helmut Ehnes



Als im Jahr 1996 im Hause der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG) zum ersten Mal über die Idee, einen Förderpreis zum Thema Arbeit Sicherheit Gesundheit auszuloben, nachgedacht wurde, war nicht absehbar, wie die Resonanz aus den Mitgliedsunternehmen und durch die Öffentlichkeit auf diesen neuen Weg in der Prävention sein würde. Heute, drei Jahre später, darf ohne Übertreibung festgestellt werden, daß der Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit dabei ist, sich als ein festes, innovatives Element zeitgemäßer Prävention in der Steine und Erden-Industrie zu etablieren. Haben sich am ersten Förderpreis bereits auf Anhieb 125 Teams mit ihren Ideen und Konzepten beteiligt, so übertraf die Resonanz auf die zweite Ausschreibung mit fast 200 hochkarätigen Wettbewerbsarbeiten alle Erwartungen. Inzwischen sind die Preisträger gekürt und die Förderpreise im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 4. März 1999 in der Kulturhauptstadt Europas, in Weimar, überreicht (Abb. 1, wir berichteten in Steine und Erden 2/1999).

Abb. 1: Preisverleihung am 4. März 1999


An mehr als 420 Teilnehmer, die sich in den Förderpreis-Teams am Wettbewerb beteiligten, und die dieses Mal nicht ganz oben auf dem Siegerpodest stehen konnten, wurden inzwischen als Anerkennung für ihr Engagement die attraktiven, limitierten Förderpreis-Uhren der StBG versandt. Dies erfolgt nach dem einmütigen Willen der Mitglieder der Selbstverwaltung der StBG, weil es nicht nur darauf ankommt, einige wenige auszuzeichnen, sondern gerade diese beeindruckende Breitenwirkung gewünscht ist. Verleihung Jede Idee zur Verbesserung der Sicherheit in den Betrieben, jede Minute, in der Menschen über einen wirksameren Gesundheitsschutz nachdenken, ist ein Schritt nach vorn - ein Schritt in Richtung des gemeinsamen Zieles, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten in Zukunft weiter deutlich zu minimieren. Entgegen früherer Schwerpunkte der Präventionsarbeit der StBG setzt der Förderpreis jetzt auf die Beteiligung der Versicherten, auf das Engagement der Unternehmer und auf die innovativen Fähigkeiten von Maschinenherstellern.

Deshalb sind die Ziele des Förderpreises Arbeit Sicherheit Gesundheit weiterhin unverändert. Sie lauten:
  • Gute Lösungen sammeln und publizieren
  • Initiativen auslösen
  • Ideen für die ganze Branche nutzen
  • Für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Betrieb und in der Öffentlichkeit werben.



Der Countdown zum Förderpreis 1999 läuft!

Unter diesen Prämissen lobt die StBG 1999 zum dritten Mal den Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit aus. Er ist erneut mit 60.000 DM dotiert und steht unter Schirmherrschaft von Bundesarbeitsminister Walter Riester (Abb. 3).
Abb. 3: Bundesarbeitsminister Walter Riester In seiner Grußbotschaft zur Preisverleihung in Weimar hat Minister Riester zum Ausdruck gebracht, daß es ihm ein wichtiges Anliegen sei, die Ziele des Förderpreises, innovative und praxisgerechte Lösungen für Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu finden und diese in den Arbeitsalltag zu integrieren, aber auch eine breite Öffentlichkeit für dieses Anliegen zu gewinnen, zu fördern. Die StBG dankt Herrn Minister Riester für sein ideelles Engagement für den Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit. Wir sind zuversichtlich, daß mit der Übernahme der Schirmherrschaft der Förderpreis weiter an Attraktivität gewonnen hat. Auch 1999 wird es wieder neue Medien im Rahmen der Kampagne zum Förderpreis geben. Die Entwicklung des Jahresplakates und aller weiteren Medien erfolgt nunmehr schon traditionell in enger Kooperation mit einer Studentengruppe der Fachhochschule Hannover aus dem Fachbereich Design und Medien. Unter der Leitung von Frau Prof. Iris Maria vom Hof entstehen in diesem innovativen Klima immer wieder attraktive Ideen.

Abb. 4: Plakat


Das Plakat 1999 (Abb. 4) zeichnet sich erneut durch die aus dem letzten Jahr bekannte Vierteilung aus und versucht die Emotionen des Betrachters anzusprechen. Inhaltlich werden Motive aus der Arbeitswelt und aus dem Bereich Freizeitwelt gegenübergestellt, die unter dem Leitgedanken "Lebenszeit - Bestzeit" in einer spannungsreichen Beziehung zueinander stehen.Der Versand der Förderpreis-Medien und Teilnahmeunterlagen an die Mitgliedsunternehmen und an interessierte Dritte wird voraussichtlich im Juni 1999 erfolgen.Schon heute können aber Ideen entweder formlos oder unter Verwendung der Anmeldung des Jahres 1998 zur Registrierung mitgeteilt werden. Einsendeschluß wird auch 1999 der 30. November sein!



Beschäftigte zur Beteiligung motivieren!

In Unternehmen, in denen für Mitarbeiterideen schon bisher ein funktionierendes Verbesserungsvorschlagswesen bestand, gibt es nach Erfahrungen aus den ersten beiden Förderpreis-Ausschreibungen und aufgrund der Berichte aus den Unternehmen wenig Probleme, die Beschäftigten zu motivieren, ihre Ideen aufzuschreiben und einzureichen. Dort weiß man innerhalb der Belegschaft, daß jeder Vorschlag ernst genommen, geprüft und, falls er für gut befunden wird, entsprechend honoriert wird.Aus Betrieben, die jedoch in der Vergangenheit das Kapital "Verbesserungsvorschläge" eher haben schlummern lassen, wird immer wieder geäußert, daß es schwierig sei, einzelne Mitarbeiter zu motivieren, ihre Ideen schriftlich zu fixieren. Aus dieser Erfahrung heraus, hat die Jury im letzten Jahr der Deuna Zement GmbH einen Sonderpreis für eine innerbetriebliche Förderpreis-Kampagne verliehen (vgl. "Die Industrie der Steine und Erden", Heft 2/1999). In diesem Unternehmen hatte man sich entschieden, ganz gezielt einen "Sicherheitswettbewerb im Unternehmen" auszuschreiben, um das betriebliche Vorschlagswesen schwerpunktmäßig unter das Thema "Sichere und gesunde Arbeitsplätze" zu stellen. Der Erfolg bestätigte die Initiatoren. In kurzer Zeit gingen 13 Verbesserungsvorschläge zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz ein, die innerbetrieblich umgesetzt wurden. Alle Teilnehmer erhielten vom Betrieb eine Anerkennung und einen Preis. Die StBG empfiehlt, daß möglichst alle Mitgliedsunternehmen diesem Beispiel folgen mögen. Es könnte gelingen, so die Versicherten in die Förderpreis-Kampagne einzubeziehen.Um hierbei in großer Zahl den Betrieben zu helfen, aber auch um die Beteiligung am Förderpreis Arbeit Sicherheit Gesundheit noch einfacher zu gestalten, wird 1999 erstmals eine Förderpreis-Box zur Verfügung stehen, aus der jeder direkt eine Teilnahmekarte entnehmen und mit minimalem Aufwand seine Idee kurz skizzieren kann. Die Förderpreis-Box steht, wie eine Vielzahl weiterer interessanter Medien, die wir in der nächsten Ausgabe der "lndustrie der Steine und Erden" nochmals vorstellen werden, allen Mitgliedsunternehmen kostenlos auf Abruf unter Benutzung eines vorbereiteten Bestellfaxes zur Verfügung. Wir wünschen, daß möglichst alle Mitgliedsunternehmen diesen Weg mit uns gehen, um die Beteiligung am Förderpreis nochmals deutlich zu erhöhen.

 

Was gibt es noch Neues?

Alle Mitgliedsunternehmen haben inzwischen Post von der StBG erhalten. Entweder wurde ihnen das Jahrbuch Arbeit Sicherheit Gesundheit, welches auf mehr als 135 Seiten die Initiativen und Ideen des ersten Förderpreises dokumentiert, direkt zugesandt oder die Betriebe können es kostenlos unter Verwendung eines vorbereiteten Bestellfaxes abfordern. Das Jahrbuch enthält auf 350 Seiten außerdem Daten zum aktuellen Unfallgeschehen, zu dem Brennpunkt im Unfallgeschehen "Stolper- und Sturzunfälle" sowie ein umfangreiches Verzeichnis wichtiger Anschriften und eine Vielzahl weiterer nützlicher Informationen. Solange der Vorrat reicht, ist es für Mitgliedsunternehmen kostenlos über die StBG zu beziehen. Von weiteren Interessierten kann das Jahrbuch auch über den Buchhandel bezogen werden. Offensichtlich kommt das Jahrbuch Arbeit Sicherheit Gesundheit bei unseren Mitgliedern gut an. In den ersten drei Tagen nach dem Erstversand erreichten uns bereits von mehr als 100 Mitgliedsunternehmen weitere Bestellungen für mehr als 500 Jahrbücher. Wir möchten daher an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, daß die Auflage limitiert ist und die Abgabe nur erfolgen kann, solange der Vorrat reicht. Sichern Sie sich deshalb schnellstmöglich Ihr persönliches Exemplar, indem Sie entweder das Ihnen zugesandte Bestellfax verwenden oder formlos unter der Fax-Nr.: 0511 - 72 57 790 bzw. per E-Mail mit Angabe der Mitgliedsnummer bestellen.





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