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Case Corporation:
Discover the Difference




Abb. 1: Silos in einem Schotterwerk (Foto Stanelle)

Die Angebotspalette des amerikanischen Land- und Baumaschinenherstellers Case Corporation vergrößert sich zusehends. Wurde mit der Übernahme der Fermec Holding Ltd. Im Jahr 1996 ein deutlicher Vorstoß in den Bereich der leichten bis mittelschweren Baumaschinen getan, so eröffnet die erst im September letzten Jahres eingegangene Allianz zwischen Case und der japanischen Sumitomo Construction Machinery Ltd. neue Marktsegmente bei mittleren und schweren Hydraulik-Raupenbaggern.
Mit einer groß angelegten Frühjahrskampagne Ende Februar/Anfang März 99 im südfranzösischen Avignon stellt das Unternehmen seinen europäischen Partnern die neuesten Technik-Innovationen für den Markt vor. Das Unternehmen stellt seine Kampagne unter das Motto "Discover the Difference - Entdecke den Unterschied" und flankiert sie mit durchdachten Finanzdienstleistungen. Das Ziel ist eine deutliche Erweiterung der Produktpalette und der Ausbau der Wettbewerbsposition.


Know-How durch Allianzen stärken...

Bis zum Jahr 2003 will Case an die Spitze des europäischen Kompaktmaschinen-Marktes vordringen. Eine Schlüsselstellung nimmt dabei das von Fermec übernommene Werk im brititschen Manchester ein, das zum Case-Kompetenzzentrum für leichte Baumaschinen ausgebaut wurde. Neben den bereits in großen Stückzahlen hergestellten Minibaggern, Kompaktladern, Mini-Radladern und Grabenfräsen soll das Angebot um Horizontalbohrmaschinen erweitert werden.
Ein weiterer Meilenstein im Wettbewerbskonzept ist die erst im September letzten Jahres eingegangene Allianz mit dem japanischen Baumaschinen-Hersteller Sumitomo. Im Februar/März 1999 wurden die ersten in Japan produzierten Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit präsentiert: Die aus fünf "Alliance" Raupenbaggern bestehende 90er-Serie wartet mit Maschinen zwischen sieben und 46 Tonnen und Leistungswerten von 40,5 bis 216 kW auf, sie erschließt neue Marktsegmente und ergänzt die bewährte 88er-Baureihe.


In die Zukunft finanzieren...

Prognosen sehen für 1999 den Beginn eines Anstiegs der Nachfrage nach Baumaschinen in Westeuropa. Case möchte bereits frühzeitig diesen Trend nutzen und den individuellen Forderungen der Kunden gerecht werden. Entwicklungen wie die neue Radlader-C-Serie, die auf der Zuverlässigkeit und Leistung der Vorgängerreihe B aufbaut, haben den Kunden intensiver in den Entwicklungsprozess einbezogen: Ergebnis war ein flexibleres Getriebe und eine Kabinenkonstruktion, die den Arbeitsplatz "Radlader" komfortabler und somit produktiver macht.Finanzierungen für den Kauf und das Leasing von Neumaschinen und deren Versicherung runden das Dienstleistungsangebot der Case Corporation ab: Die Case Credit Europa - eine Gesellschaft der Case Tochter Case Catpital - finanzierte im zurückliegenden Jahr 31% der verkauften Neumaschinen aus dem Bau- und Landmaschinensektor in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Von der Finanzierung über den Kauf bis hin zum Kundendienst und der Ersatzteilversorgung - bei Case erhält der Kunde alles aus einer Hand.


Die Case Corporation...

erzielte 1998 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Dollar und zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Konstruktion, der Fertigung und des Vertriebs von Bau- sowie Landmaschinen und bietet ferner eine breite Palette von Finanzprodukten an. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Racine, Wisconsin (USA), und verkauft seine Produkte über ein Netz von etwa 4.900 unabhängigen Händlern und Importeuren in 150 Ländern.


Die Case-Radlader Palette...

Zur neuen Baureihe, welche die seit vielen Jahren bewährte B-Serie ablöst, gehören vier Basismaschinen mit Schaufelinhalten von 1,9 bis 4,5 m3 und Antriebsleistungen zwischen 101 und 198 kW. In Deutschland werden die Maschinen ab dem Frühjahr vermarktet. Die vier Basismaschinen 621C, 721C, 821C und 921C werden ergänzt durch insgesamt sechs weitere Ausrüstungs-Versionen. Zur Unterscheidung: steht die Typenzahl mit dem "C" allein, so arbeitet der Lader mit Standard-Hubgerüst und Z-Kinematik: CXR steht für ein größeres Hubgerüst mit längeren Ladearmen für mehr Reichweite und Schütthöhe - in dieser Version sind alle Maschinen verfügbar. In der CXT-Version haben die Lader - nur die Typen 621 und 721 - eine Kinematik mit automatischer Parallelführung, an deren Front eine Trägermechanik zur Aufnahme verschiedenster Umschlag- und Verladewerkzeuge montiert ist.
Das neue Radlader-Cockpit Die Schwerpunkte bei der Weiterentwicklung legte Case auf alle die Details, welche die Bedienung vereinfachen, mit denen sich Funktionen durch elektronische Diagnose- und Warnsysteme kontrollieren lassen und mit denen der Arbeitsplatz "Radlader-Cockpit" komfortabler zu gestalten ist (Abb. 1). Ebenso wurden die Frischluftversorgung sowie die individuelle Klimaregelung verbessert, die Lenkung durch ein günstigeres Übersetzungsverhältnis erleichtert und durch eine wirkungsvolle Dämmung sowie einige konstruktive Veränderungen die Geräuschkulisse im Inneren zwischen zwei und vier dB(A) gesenkt. Den niedrigsten Geräuschpegel weist mit 73 dB(A) die Kabine des 621C auf; in der Kabine des von einem 198 kW-Turbodiesel angetriebenen 921C (Abb. 2) werden 77 dB(A) gemessen.


Für Aufgaben in der Naturstein-Gewinnungsindustrie und für Massenbewegungen empfiehlt sich der knickgelenkte neue 4,5-m3-Case Radlader 921 C

Bewährte und sparsame Cummins-Antriebsaggregate trieben die B-Serie; auch die Radlader der C-Serie erhielten diese Kraftquelle, doch in einer überarbeiteten Form. Das Ergebnis: eine günstigere Drehmomentcharakteristik, geringere Emissionen und eine erhöhte Spritzigkeit. Verändert wurde auch der Antriebsstrang: Die neuen C-Radlader fahren mit einem elektronisch gesteuerten Autoshift-ZF-Getriebe mit geschwindigkeitsabhängigen und Kick-Downshift-Automatikfunktionen. Die vier Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge werden automatisch geschaltet. Die Lader verfügen über hydraulisch betätigte, im Ölbad laufende Mehrscheibenbremsen im gekapselten Gehäuse.Die C-Modelle sind mit dem elektro-hydraulisch gesteuerten Ride-Control-System ausgerüstet. Das System steigert den Fahrkomfort weil es dem durch Gewichtsverteilungen bedingten Nachschwingen entgegenwirkt. Die Fahrbewegungen werden gleichmäßiger und die Lebensdauer verschiedener Maschinenelemente wird dadurch verlängert, daß Stoßkräfte, Reifenbelastungen, Materialermüdungen und Vibrationen stark verringert werden. Serienmäßig werden die Modelle 821C und 921C mit dem System ausgestattet.


"Die Case Alliance"- Raupenbagger-Palette

Abb. 3: Der größte Case Alliance-Raupenbagger, Typ 9046, Betriebsgewicht 45 t

Die Betriebsgewichte der Bagger finden sich annähernd in den Typenbezeichnungen wieder: 7,0 Tonnen hat der Typ 907; 13 t der Typ 9013; 21 t/9021; 32 t/9033 und 45 t wiegt der größte Typ 9046 (Abb. 3). Die Antriebsleistungen liegen zwischen 40,5 und 216 kW.Case hat den neuen "Alliance-Maschinen" - sie laufen unter der Baureihe 90 - klare Positionen zugewiesen: Als technisch hochgradig bestückte Leistungsmaschinen sind sie für alle Erdbewegungsaufgaben ob im Tief- oder Straßenbau, im GaLaBau, der Gewinnungsindustrie und in allen den Zweigen der Bauwirtschaft gerüstet, in denen große Massen pro Zeiteinheit bewegt werden müssen.Die neuen Maschinen weisen individuelle Merkmale auf, die über dem derzeit üblichen Niveau liegen. So fordert der große 46-t-Bagger seinen Abschmierdienst nur alle eintausend Betriebsstunden. Außergewöhnlich auch die für alle Typen geltenden Intervalle des Hydraulikölwechsels: weil ein wirkungsvolles Filtersystem alle Hydraulikkomponenten schützt, ist ein Austausch nur alle 5.000 Stunden fällig. Zur erheblichen Senkung der Wartungskosten tragen auch die 500-Stunden-Intervalle für die Wechsel der Motorenöle und der Filter bei.Die Hydraulik-Systeme arbeiten mit zwei Axialkolbenpumpen mit elektronisch geregelten variablen Förderleistungen; sie liefern die Leistung für die gleichzeitige und unabhängige Steuerung aller Arbeits-, Schwenk- und Fahrfunktionen. Eines der Kennzeichen der 90er-Hydraulik ist das weiche und ruckarme Ansprechen aller Funktionen. Verantwortlich hierfür ist unter anderem, daß das Hydrauliköl im System in der Vorsteuerung vorgewärmt wird.Um die hydraulische Leistung bestmöglich nutzen zu können, wird das Hydraulik-Fördervolumen dem Leistungsbedarf der aktuellen Arbeit angepasst. Der Fahrer wählt zwischen vier Betriebsarten:

1. Heavy (schneller und schwerer Einsatz mit hoher Effizienz);
2. Standard (normale Aushub- und Grabarbeiten bei sparsamerem Kraftstoffverbrauch);
3. Light (leichte Arbeiten) und
4. Fine (für Hub- oder Nivellierungsarbeiten, die präzise Steuerung verlangen).

Entsprechend der Betriebsart wird die Pumpenleistung der Motordrehzahl angepasst - an der Pumpe ist somit immer die volle Leistung verfügbar.
Zudem läßt sich in den Betriebsarten Heavy und Standard die Hydraulikkraft kurzzeitig per Knopfdruck um zehn Prozent erhöhen. Besonders vorteilhaft ist dieser zusätzliche "Kraftkick" bei schweren Grab- oder Hubarbeiten.Technische Leistungen von Arbeitsmaschinen lassen sich nur dann in Effizienz umsetzen, wenn der Bedienungs- und Arbeitsplatz dem Menschen erlaubt, sich auch nach stundenlanger körperlicher Anspannung noch voll konzentrieren zu können. Die Kabine ruht deshalb nahezu vibrationsfrei auf sechs Fluiddämpfern; mit der serienmäßigen Klimatisierung läßt sich zu jeder Zeit ein individuell angenehmes Innenraumklima schaffen; ergonomisch angeordnet und im Blickfeld sind alle Bedienungs- und Steuerelemente sowie der LCD-Monitor des Selbstdiagnose-Systems. Das System erfaßt während der Arbeit eventuelle Fehlfunktionen bei Betriebszuständen und beschreibt deren Ursache in Klartext auf einem alpha-numerischen Display. Überwacht werden alle Betriebsfunktionen einschließlich Luftansaugfilter, Batterieflüssigkeit, Kraftstoffstand, Batterieladung und Elektrikdiagnose.


Die Case-Radlader Palette

Die neuen Raupenbagger von Case Poclain





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