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[Die Industrie der Steine + Erden]


Tag des offenen Steinbruchs

- Gelungene Präsentation im Steinbruch Riesenberg -
Dipl.-Ing. U. Pätzold


[Besucher]

Im September 1997 fand im Steinbruch Riesenberg der Fa. Schaumburger Steinbrüche ein "Tag des offenen Steinbruchs" anläßlich des Jubiläums zum 95jährigen Bestehen des Kalksteinbruchs statt. Die Geschäftsleitung hatte zu diesem Anlaß alle interessierten Bürger aus den umliegenden Gemeinden sowie Kunden, Geschäfts-partner und Vertreter von Verbänden und Behörden eingeladen, diese Feier in lockerer und unterhaltsamer Atmosphäre gemeinsam zu begehen (Abb. 1).

Ein Unterhaltungs-Programm auch für die jüngeren Besucher wurde ebenso dargeboten wie musikalische Untermalung, Imbiß und Erfrischungsgetränke. Zugleich bestand die Gelegenheit für alle Interessierten, einen Steinbruchbetrieb von innen kennenzulernen. Die Produktions-Anlagen waren zu besichtigen, insbesondere die großen Dimensionen der Erdbaumaschinen und Muldenkipper fanden regen Zulauf. Auch für Fahrten in das weitläufige Gewinnungsgelände standen Fahrzeuge zur Verfügung. Eine Ausstellung informierte über die geschichtliche Entwicklung des Steinbruchs von einem kleinen Kalkwerk mit manuellen Gewinnungsverfahren hin zum modernen, hochtechnisierten Aufbereitungsbetrieb für Straßenbaustoffe, Edelsplitte, Düngekalke und Sonderprodukte. Auch die Umweltverträglichkeit, die Umweltschonung beim Abbau der Rohstoffe sowie die entstandenen neuen Lebensräume für Tiere und Pflanzen wurden ausführlich vorgestellt und mit viel Interesse seitens der Gäste diskutiert.

Die StBG ist Ihr Partner

Da auch die Arbeitssicherheit im Unternehmen einen hohen Stellenwert besitzt, war die Beteiligung der Steinbruchs- BG an diesem Festtag frühzeitig geplant. In einer freigeräumten Lagerhalle entstand ein Informationsstand, in dem die StBG gemeinsam mit der Fa. Dynamit Nobel Themen des Arbeitsschutzes und der Sprengtechnik präsentierte.



[Foerderbandmodell]


An dieser Stelle regte insbesondere das von der Sicherheitsingenieurin K. Baudach der Sektion IV und dem Technischen Aufsichtsbeamten U. Pätzold betreute Förderbandmodell zum Mitmachen an (Abb. 3).

Auf den zugehörigen Info-Stellwänden wurden Beispiele aus der Unfallverhütungsarbeit der Berufsgenossenschaft vorgestellt. Die Attraktivität des Förderbandmodells zeigte sich auch hier in der großen Besucherzahl es war während der etwa 5-stündigen Veranstaltung fast pausenlos im Einsatz (Abb. 2).

Auch die gemeinsame Präsentation mit dem Sprengingenieur hat sich an dieser Stelle erneut bewährt. Zahlreiche Besucher waren erwartungsgemäß an der Sprengtechnik interessiert, ihre Fragen konnten stets beantwortet werden. Parallel zu den attraktiven Exponaten liefen auf einer Videoleinwand Filme über Sprengungen in der Praxis, Sicherheit bei Sprengarbeiten und die Verwendung von Natursteinen.



[Foerderbandmodell

Mit mehr als 1500 Besuchern, die einen abwechlungsreichen und informativen Nachmittag erleben durften, war die Veranstaltung ein großer Erfolg, wobei auch das in der Öffentlichkeit nicht immer positive Image eines Steinbruchbetriebes wesentlich aufgewertet werden konnte.

Gerade die Öffnung eines Produktionsbetriebes für die Bürger kann helfen, Mißverständnisse zwischen Anliegern und Betreibern auszuräumen. Auch die Mitarbeiter des Betriebes hatten so die Gelegenheit, ihre Arbeitsplätze in positivem Licht zu präsentieren.

Die Steinbruchs-Berufsgenossenchaft wird auch zukünftig immer bereit sein, mit Beiträgen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz ihre Mitgliedsunternehmen bei der Präsentation in der Öffentlichkeit zu unterstützen. Anfragen nimmt der zuständige Technische Aufsichtsbeamte jederzeit gern entgegen.


Anschrift des Verfassers:
Steinbruchs-Berufsgenossenschaft,
Theodor-Heuss-Str. 160,
30853 Langenhagen



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