Arbeitssicherheit

Gütesiegelverleihung an Transportbeton Bamberg und Vogtland

Doppelt hält besser

Am 29. Januar 2016 wurden die Mitarbeiter von Transportbeton Bamberg in Bamberg und Transportbeton Vogtland in Hof für ihre Bemühungen um mehr Sicherheit am Arbeitsplatz ausgezeichnet. Die BG RCI verlieh an beide Unternehmen das Gütesiegel „Sicher mit System“. Transportbeton Bamberg war erstmals dabei und hat dies nach nur kurzer Vorlaufzeit geschafft!

Petra Begander von der BG RCI realisierte das Audit. Jürgen Mohr (Geschäftsführer von beiden Unternehmen) betonte, dass Arbeitsschutz die oberste Maxime sei und volle Unterstützung erfahre. Dies beginne bereits bei alltäglichen Gefahren wie Straßenglätte oder Stolpergefahren. Er führte weiter aus, dass Routine der Killer der Vorsicht sei und dagegen gehalten werden müsse.

Ulrich Kretschmer (BG RCI Spartenbereichsleiter Nürnberg) ging auf die Worte von Jürgen Mohr ein und stellte die Vision Zero Präventionsstrategie der BG RCI vor. Er erinnerte an einen kürzlich gesendeten Fernsehbeitrag, in dem die schwedische Verkehrsministerin die Bezeichnung erklärte. Man hatte sich zwei Fragen gestellt: Wie viele Tote im Straßenverkehr können wir akzeptieren? Wieviele Tote würden Sie persönlich in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis akzeptieren?

Die Antwort konnte nur lauten: Null – oder englisch Zero! Drei wesentliche Ziele von Vision Zero sind: Senken des Risikos für meldepflichtige Unfälle um 30 %, Halbieren der Anzahl neuer Arbeitsunfallrenten sowie tödlicher Arbeitsunfälle. Das soll bis 2024 erreicht werden. Jürgen Mohr griff dies auf und bezeichnete das Gütesiegel der BG RCI als richtige Initiative, um genau diese Ziele zu erreichen. So sei z.B. das systematische wiederholte Beschäftigen mit dem Arbeitsschutz und auch die damit einhergehende Verfestigung im Bewusstsein der Mitarbeiter hervorragend. Steige die Identifikation, laufe es beim Arbeitsschutz fast von selbst.

Nicht erst durch schmerzhafte Erfahrungen klug werden

„Lernen durch Schmerz“, sagte Jürgen Mohr „kommt gar nicht in Frage. Regelmäßiges Prüfen der Gefährdungsbeurteilung und Konsequenzen ziehen bei den Maßnahmen – dies steht an erster Stelle.“ Enorm hilfreich seien auch die Seminare der BG, die die Unternehmer besuchen. Neben dem Austausch von Erfahrung sei das Auffrischen und Erlernen von Neuem beim Arbeitsschutz einfach wichtig.

Ulrich Kretschmer stimmte da voll zu. Er nannte als Beispiel die Praxis zum Erwerb des Führerscheins. Früh an die Sache herangeführt werden. Beim ersten Bewegen im Straßenverkehr unterstützt werden, Fragen stellen können und bestätigt werden – das sei gelebte Sicherheit.

Dipl.-Ing. Horst König, BG RCI

Mitarbeiter vor einem transportbeton-Fahrzeug mit einer Urkunde
Bei der Übergabe des Gütesiegels (v.l.n.r.): Horst König (BG RCI), Theo Rübner, Stefan Jedlitschka, Sonja Dittrich, Ulrich Kretschmer (BG RCI), Jürgen Mohr, Simon Gräf (Prokurist), Norbert Haas und Barbara Oppel (Betriebsrätin).
 
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